Die Kordillere der Anden, die längste Gebirgskette der Welt (8.000 km), erstreckt sich über 7 Länder. Man unterscheidet drei große Zonen: die südlichen, zentralen und nördlichen Anden. Je nach Höhe, in der du dein Trek machen möchtest, wirst du wunderschöne Landschaften entdecken, in denen sich eine originelle Flora an die Berghänge und Hochplateaus angepasst hat.
Aufgrund der Länge der Gebirgskette, der Höhe, der Exposition und des Einflusses der pazifischen Meeresströmungen vereint die Kordillere der Anden zahlreiche verschiedene Klimazonen. Um dir bei der richtigen Auswahl deiner Kleidung je nach angetroffenen Klimabedingungen zu helfen, folge meinen kurzen Bekleidungstipps, um dein Trek in den Anden in vollen Zügen zu genießen.
Das unberechenbare Klima der Kordillere der Anden
Im Westen vom Pazifik und im Osten von einem Kontinentalklima beeinflusst, erlebt das südliche Andengebiet ein kühles und feuchtes Klima, während das Klima im zentralen Chile eher mediterran ist. Je näher du den Hochplateaus kommst, desto beeindruckender sind die Temperaturschwankungen: Das Klima wird kälter und überschreitet in der Puna eine durchschnittliche Jahrestemperatur von 6°C kaum. Während es in der Sonne zwischen 20 und 30°C warm sein kann, können die Temperaturen nachts auf -10°C sinken.

Während die Niederschläge im südlichen Teil erheblich sind, sind die Regenfälle in den Zentralanden eher sporadisch.
Die beste Reisezeit für ein Trek in den Anden ist während der Trockenzeit von Februar bis Mitte April.
Kleidung für ein Trek in den Anden
Die Zwiebel-Methode
Tagsüber brennt die Sonne, während es im Schatten schnell kühl wird. Denke daran, immer etwas zur Hand zu haben, um dich einzuhüllen. Bereite dich also sowohl gegen die Kälte als auch gegen die Sonne vor.
Ich empfehle dir, die Zwiebel-Methode anzuwenden. Das bedeutet, 3 Kleidungsschichten übereinander zu tragen. So kannst du deine Kleidung je nach gefühlter Temperatur anpassen.

- Erste Schicht
Als erste Schicht wähle atmungsaktive thermische Unterwäsche aus Materialien wie Seide oder Bambusfaser, die dir eine sofortige Wärmeisolierung bieten. Zudem hat Bambusfaser die besondere Eigenschaft, Gerüche zu reduzieren.
In der CimAlp-Unterwäsche-Kollektion empfehle ich die Unterwäsche WARM und EXTRA-WARM für besonders Kälteempfindliche, mit einem Einsatzbereich bis -30°C.
Bevorzuge tagsüber T-Shirts, Hemden oder Poloshirts mit langen Ärmeln, um dich vor der Sonne zu schützen.
- Zweite Schicht
Als zweite Schicht trägst du zum Beispiel einen Merino-Wollpullover, wenn du abends zu frieren befürchtest, oder ein einfaches warmes Sweatshirt oder Fleece, um dich vor der Kälte zu isolieren. Bevorzuge ein Zip-Modell, um deinen Pullover nach Belieben zu öffnen und zu schließen und so deine Körpertemperatur zu regulieren. Entdecke unsere Modelle hier.
- Dritte Schicht
Um Wind und möglichen Niederschlägen standzuhalten, trage eine winddichte Jacke vom Typ Softshell oder sehr widerstandsfähige Hardshell-Jacke mit wasserdichter Membran und Fleece-Futter für eine thermische Isolierung.
Temperaturwechsel einplanen
In einer Region mit sehr wechselhaftem Klima empfehle ich die Zip-off-Hosen, die sich in Shorts verwandeln lassen – sehr praktisch. Und für Abenteurer, die in den Dschungel aufbrechen, tragt Insektenschutzkleidung für tropische Wanderungen.
Für den Kopf, bedecke dich mit einer warm gefütterten Mütze und/oder einer Kappe, um dich je nach Temperatur vor Sonnenstrahlen und Kälte zu schützen.
Außerdem solltest du zur Vorbeugung gegen Sonnengefahr immer eine für deine Haut geeignete Sonnencreme und eine gute Sonnenbrille dabei haben; die UV-Strahlen sind hier viel schädlicher als am Meer.

3 Kriterien für die Wahl deiner Schuhe
Das Gewicht deiner Wanderschuhe
Je leichter deine Schuhe sind, desto leichter fällt das Gehen. Es ist allgemein anerkannt, dass das Gewicht eines schweren Schuhpaares fünf zusätzlichen Pfund in deinem Rucksack entspricht. Die Hersteller arbeiten ständig an diesem Detail, um leichte Produkte herzustellen und dabei Halt und die funktionalen Anforderungen zu erhalten.
Wasserdichtigkeit
Feuchtigkeit ist einer deiner größten Feinde beim Trekking. Ich gebe dir zwei oder drei kleine Tipps, die dir helfen, deine Füße trocken zu halten. Bevorzuge daher atmungsaktive und wasserdichte Materialien. Sie leiten Feuchtigkeit ab und verhindern gleichzeitig, dass Wasser in deine Schuhe eindringt. Bevorzuge Modelle mit Faltenbalgzungen, die den gesamten Schuhrist bedecken.

Seitliche Steifigkeit
Auf unebenem Gelände sollten deine Wanderschuhe deine Füße sowie die Knöchel schützen, um Verstauchungen zu vermeiden. Es empfiehlt sich, für einen hohen Schaft zu entscheiden, der für alle Geländearten geeignet ist. Die hohe Schnürung sorgt für eine hohe Stabilität und guten Halt der Füße.
- Längssteifigkeit
Es ist wichtig, dass der Stiefel verhindert, dass deine Füße umknicken, wenn du dein gesamtes Gewicht auf die Zehe oder die Ferse verlagert. Gleichzeitig muss er über eine hohe Längsflexibilität verfügen, um zu verhindern, dass deine Füße unter starkem Druck abgeflacht werden.
- Fußgewölbestütze
Der Schuh sollte das Fußgewölbe so stützen, dass die Füße nicht unter starkem Druck abgeflacht werden. Ein gebogener Schaft ist zwischen der Zwischensohle und der Innensohle platziert, um die Fußsohle zu stützen.
Wandersocken
Wandersocken müssen in der Lage sein, dieselben Funktionen wie normale Socken zu erfüllen, müssen jedoch leistungsstärker sein. Im Idealfall sollte die Reibung zwischen deinen Füßen und deinen Stiefeln minimiert werden, um den Verschleiß an beiden Füßen zu reduzieren und das Blasenrisiko zu verringern.

Sie bestehen aus einer zusätzlichen Polsterschicht für einen besseren Schutz vor Stößen, Schürfwunden und Abschürfungen. Diese schützen außerdem deine Füße vor Elementen, die sie beim Gehen beschädigen könnten, zum Beispiel Feuchtigkeit. Außerdem ermöglichen die Socken eine bessere Wärmeregulierung, indem sie überschüssige Wärme ableiten und Feuchtigkeit von der Hautoberfläche abziehen.