Das Schneeschuhwandern gewinnt immer mehr Anhänger, ist aber bei vielen Menschen noch wenig bekannt und leidet noch immer unter einem etwas altmodischen Image. Dazu kommt, dass viele Menschen mit dem Schneeschuhwandern falsche Vorstellungen verbinden und es deshalb zu Unrecht meiden! Schauen wir uns also gemeinsam 6 hartnäckige Vorurteile und Klischees über das Schneeschuhwandern an. Vielleicht bist du beim nächsten Winterurlaub eher geneigt, diesen anspruchsvollen Sport auszuprobieren?
Für Schneeschuhwandern braucht man einen Führer
Die meisten Skigebiete bieten inzwischen gut markierte und gesicherte Schneeschuhrouten an. Sehr häufig findet man sogar einen Topo-Führer, der zusätzliche Informationen liefert und dir hilft, deine Touren besser auszuwählen. Der Schwierigkeitsgrad dieser Wege ist oft moderat. Auf diesen Routen ist es durchaus möglich, ohne Führer zu wandern. Ein Führer wird jedoch empfohlen, wenn man abseits der markierten Wege unterwegs ist oder eine sportlichere Gruppenaktivität plant. Manche Führer sind außerdem sehr wertvoll, um mehr über die Umgebung und die Landschaft zu erfahren.
Schneeschuhwandern ist viel anstrengender als das Wandern zu Fuß
Wer im Sommer wandern kann, kann es auch im Winter! Schneeschuhe haben eine Form, die sich der natürlichen Bewegung des Wanderers anpasst. Das Schneeschuhwandern ist kaum schwieriger als das Wandern im Sommer – besonders auf gut ausgetretenen Wegen. Sobald man die Pfade verlässt und sich in tiefem Schnee befindet, macht der größere Bewegungsradius die Anstrengung zwar schwieriger. Aber in den meisten Fällen ist der Schwierigkeitsgrad derselbe.
Es ist besser, seine Ausrüstung zu mieten, als sie zu kaufen
Es liegt auf der Hand, dass man beim Ausprobieren oder Einstieg ins Schneeschuhwandern besser sein Material mietet. Sobald du jedoch regelmäßig aktiv bist, ist es empfehlenswert, sich mit dem Kauf eigener Schneeschuhe auszustatten. Wirtschaftlich gesehen ist das vorteilhafter. Aus ergonomischer Sicht kannst du außerdem ein Paar Schneeschuhe wählen, das deiner Größe entspricht, und in hochwertiges, robustes Material investieren, das viele Jahre hält.
Man kann Schneeschuhwandern ohne Stöcke machen
Der Stock ist das unverzichtbare Gleichgewichtswerkzeug für den Wanderer im Schnee! Das unwegsame Gelände mancher Pfade lässt sich mit Stöcken besser bewältigen. Und bei Abstiegen gilt das noch mehr. Stöcke können als zwei zusätzliche Beine betrachtet werden, die während der Anstrengung entlasten und helfen, das Gleichgewicht zu finden. Wähle gute Wanderstöcke, um leichter voranzukommen

Einfach Schneeschuhe zum Einstiegspreis kaufen!
Das wird höchstwahrscheinlich eine schlechte Idee sein, und die Ersparnis bleibt trügerisch. Im Gelände ist der Komfort und die Widerstandsfähigkeit von etwas hochwertigerem Material unvergleichlich. Ohne gleich auf High-Tech und sehr teures Gear zu setzen, lässt sich eine solide Ausrüstung mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis finden – ohne im Niedrigpreissegment zu bleiben, das keine Qualität bieten kann.

Abseits der Wege ist beim Schneeschuhwandern nicht möglich
Es ist durchaus möglich, mit Schneeschuhen abseits der Wege zu gehen. Wie beim Skifahren braucht man Erfahrung, gutes Material und eine sichere, bewährte Praxis. Das Wichtigste ist, sicher unterwegs zu sein, sobald man markierte Routen verlässt. In diesem Fall ist es besser, von einem Führer begleitet zu werden, in der Gruppe voranzugehen oder die eigene Route anzugeben, wenn man alleine ist. Auch das Mitführen eines LVS-Geräts (Lawinenverschütteten-Suchgerät) wird empfohlen. Weit davon entfernt, auf Wege beschränkt zu sein, ist der Schneeschuh ein fantastisches Werkzeug, um die winterliche Natur zu erkunden.