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Japan ist bekannt für seine futuristischen Metropolen und historischen Tempel. Doch der Archipel besteht auch größtenteils aus Wäldern und Bergen. Dieses Reiseziel bietet daher zahlreiche Wege für Wanderbegeisterte. Eine Trekkingtour in Japan ist somit eine hervorragende Möglichkeit, das Land zu entdecken – vorausgesetzt, die Region wird je nach Jahreszeit gewählt.
Warum eine Trekkingtour in Japan unternehmen?
Die Vielfalt der Routen
Japan verfügt über zahlreiche Regionen, in denen Trekking möglich ist. Das Zentrum von Honshu, der Hauptinsel, ist von den Japanischen Alpen geprägt. Dort gibt es spektakuläre Routen mit Gipfeln von über 3 000 Metern und tief eingeschnittenen Tälern.
Das Land verfügt außerdem über alte Pilgerwege. Der Kumano Kodo schlängelt sich zwischen Wäldern, Schreinen und Thermalorten, während der Nakasendo das Wandern auf einer alten Route ermöglicht, die historisch Tokio mit Kyoto verband. Weiter nördlich bietet Hokkaido mit wilden Landschaften, Vulkanen und großen Nationalparks ein anderes Erlebnis.
Ein kulturelles Erlebnis
Eine Trekkingtour in Japan ermöglicht es, vollständig in die lokale Kultur einzutauchen. Die Routen sind markiert und es gibt zahlreiche Berghütten. Der Respekt vor der Natur ist fest in den Gewohnheiten verankert. Die Japaner legen großen Wert darauf, auf den Wegen zu bleiben, andere Wanderer zu respektieren und die Landschaften zu schützen. Schließlich hat das Land einen unbestreitbaren Vorteil: die Onsen. Nach mehreren Stunden Wandern sind die Thermalquellen ideal zum Entspannen.
Die 4 Jahreszeiten beim Trekking in Japan
Es gibt nicht die ideale Jahreszeit für eine Trekkingtour in Japan. Je nach Region und Höhenlage variiert das Klima stark. Jede Jahreszeit ist daher in bestimmten Teilen des Archipels mehr oder weniger interessant.
| Jahreszeit | Bedingungen für eine Trekkingtour | Merken |
|---|---|---|
| Frühling | Angenehme Temperaturen, aber in der Höhe liegt noch Schnee. Blütezeit. | Angenehm für Routen in mittlerer Höhe, aber die hohen Gipfel können weiterhin unpassierbar sein. |
| Sommer | Warm und feucht in den Ebenen. Kühlere Bedingungen in den Bergen. | Gute Zeit für die Japanischen Alpen und Hokkaido. Auf die Regenzeit und Taifune achten. |
| Herbst | Kühle Temperaturen und Landschaften in leuchtenden Farben. | Eine der besten Zeiten zum Wandern. |
| Winter | Starke Schneefälle auf Hokkaido und in den Bergmassiven. | Nur für geeignete Routen und gut ausgerüstete Wanderer. Einige Bergstraßen werden gesperrt. |
Die wichtigsten Routen je nach Jahreszeit
Frühling
Die milden Temperaturen machen den Kumano Kodo zu einer der besten Trekkingrouten. Dieser Pilgerweg, der zum UNESCO-Welterbe gehört, durchquert die Kii-Halbinsel. Er wird seit mehr als 1 000 Jahren begangen und entlang des Weges finden sich Oji, kleine Pilgerschreine. Die Route wechselt zwischen Waldwegen, gepflasterten Abschnitten, kleinen Dörfern und Wegen, die von Zedern und Zypressen gesäumt sind.
Der Nakahechi ist die emblematische Route des Kumano Kodo. Die gesamte Strecke bis Nachi erstreckt sich über etwa 70 km und kann in 5 bis 7 Tagen zurückgelegt werden. Der beliebteste Abschnitt ist jedoch kürzer. Er verbindet Takijiri-Ori mit dem großen Schrein Kumano Hongu Taisha. Diese 40 km lange Route wird üblicherweise in 2 bis 3 Tagen bewältigt.
Sommer
Der japanische Sommer ist oft von großer Hitze geprägt. In dieser Zeit ist Hokkaido wahrscheinlich die interessanteste Option. Da die Insel im Norden liegt, ist ihr Klima kühler als im Rest des Archipels.
Der Daisetsuzan-Nationalpark, der größte Japans, bietet zahlreiche Wandermöglichkeiten. Er umfasst zugängliche Gipfel, wilde Landschaften, vulkanisches Relief und weite alpine Gebiete. Der Sommer bietet zudem ein bemerkenswertes Schauspiel, denn die Schneeschmelze macht Platz für Teppiche aus Wildblumen.
Herbst
Die leuchtenden Herbstfarben sind in den Japanischen Alpen besonders eindrucksvoll. Zu dieser Jahreszeit bieten die Kita Alps (Nordalpen) einige der beeindruckendsten Berglandschaften des Landes. Die Tateyama-Kurobe Alpine Route ermöglicht insbesondere den Zugang nach Murodo, dem Ausgangspunkt mehrerer Wanderungen in den Nordalpen.
In den japanischen Alpen können Sie in Berghütten übernachten, die yamagoya genannt werden. Im Gegensatz zu einer traditionellen Berghütte bieten diese Unterkünfte recht komfortable Einrichtungen mit Gemeinschaftsschlafplätzen und manchmal warmen Mahlzeiten.
Winter
Der Winter ist nicht die beste Jahreszeit für eine Trekkingtour in Japan. Starker Schneefall, Minustemperaturen, Lawinen und wechselhaftes Wetter machen viele Routen unzugänglich oder gefährlich. Wintertrekking richtet sich daher an erfahrene und gut ausgerüstete Alpinisten.
In dieser Zeit stellt Skibergsteigen eine gute Alternative zum Trekking dar. Es ist auf Hokkaido und in den Japanischen Alpen stark verbreitet. Die Gebiete Niseko, Furano oder Hakuba sind zudem sehr gut besucht.
Wie rüstet man sich je nach Jahreszeit aus?
Frühling und Herbst
Im Frühling und Herbst ist es recht einfach, sich für eine Trekkingtour in Japan auszurüsten. Das klassische Schichtsystem funktioniert gut. Es besteht darin, eine atmungsaktive erste Schicht zum Abtransport von Schweiß, eine isolierende Zwischenschicht und eine Außenschicht zum Schutz vor Witterungseinflüssen übereinander zu tragen.
Für die erste Schicht empfehlen wir T-Shirts aus Merinowolle. Sie haben den Vorteil, die Temperatur zu regulieren, Feuchtigkeit abzuleiten und Gerüche zu reduzieren. Die zweite Schicht kann aus einem leichten Fleece oder einer dünnen Daunenjacke bestehen. Die dritte Schicht sollte schließlich eine wasserdichte und winddichte Jacke sein.

Sommer
In Japan ist der Sommer sehr warm und vor allem sehr feucht, insbesondere auf Honshu. Zum Wandern sollten Sie Kleidung wählen, die Schweiß schnell ableiten kann. Bevorzugen Sie atmungsaktive technische T-Shirts sowie leichte, schnelltrocknende Shorts oder Hosen. Ein guter Sonnenschutz ist ebenfalls entscheidend. UV-Schutzkleidung, Kappen oder Hüte und Sonnenbrillen sind unverzichtbar.

Andererseits ist der Frühsommer von der Regenzeit geprägt. Regenschauer können plötzlich auftreten. Planen Sie eine leichte wasserdichte Schicht ein, die Sie in Ihren Wanderrucksack stecken können.

Wanderschuhe
Die Wahl der Schuhe hängt vom Gelände ab. Wenn Sie auf dem Kumano Kodo unterwegs sind, wählen Sie leichte Reiseschuhe, die leicht und wasserdicht sind. Der Weg ist wenig funktional, aber manchmal feucht. Er wechselt zwischen Erde, Wurzeln, Steinen und gepflasterten Abschnitten.
Für eine Trekkingtour in den japanischen Alpen sind Bergschuhe unverzichtbar. Die Routen verlaufen in großer Höhe und können felsiges Gelände, steile Passagen und wechselhafte Wetterbedingungen aufweisen. Bevorzugen Sie daher Wanderschuhe mit hohem Schaft und einer Sohle mit gutem Grip.

Spezifisches Zubehör für eine Trekkingtour in Japan
In Japan sind viele Wege uneben. Teleskopstöcke sind besonders bei langen Abstiegen und auf feuchten Wegen des Kumano Kodo hilfreich. Angesichts möglicher Niederschläge ist ein wasserdichter Rucksackschutz ebenfalls unverzichtbar. In großer Höhe sind Handschuhe und Mützen auch im Herbst empfehlenswert. In den Japanischen Alpen können die Temperaturen tatsächlich abrupt sinken.
Bären kommen in mehreren Bergregionen Japans vor. Asiatische Schwarzbären leben insbesondere auf Honshu und Shikoku, während Hokkaido Braunbären beherbergt. Um überraschende Begegnungen zu vermeiden, sind Bärenglöckchen weit verbreitet. Sie werden am Wanderrucksack befestigt und dienen dazu, die eigene Anwesenheit zu signalisieren.
Praktische Tipps für eine Trekkingtour in Japan
Die Yamagoya
Die Yamagoya, japanische Berghütten, sind ein Vorteil für mehrtägige Trekkingtouren. Auf beliebten Routen und in der Hochsaison können die Plätze schnell vergeben sein. Eine frühzeitige Reservierung wird dann obligatorisch. Die Angebote umfassen in der Regel einen Schlafplatz im Schlafsaal sowie Abendessen und Frühstück.
Die Onsen
Onsen sind in Japan ein echtes Erlebnis. Einige Routen wie der Kumano Kodo führen zudem in die Nähe von Thermalquellen oder Dörfern, die für ihre Bäder bekannt sind. Das ist die ideale Gelegenheit, sich nach einem langen Wandertag zu entspannen. Denken Sie daran, dafür ein kleines Mikrofaserhandtuch einzuplanen.
In traditionellen Onsen sind Männer und Frauen getrennt. Man muss sich waschen, bevor man nackt ins Bad geht. Für tätowierte Personen empfiehlt es sich außerdem, die Einschränkungen zu prüfen.
Die Verkehrsmittel
Der Verkehr in Japan ist äußerst gut ausgebaut. Das Schienennetz erleichtert den Zugang zu Bergregionen erheblich. In diesem Fall kann der JR Pass, ein nationaler Bahnpass, interessant sein. Er ist nützlich, um mehrere Zugfahrten zu kombinieren, insbesondere auf den Linien von Japan Railways und in einigen Shinkansen-Hochgeschwindigkeitszügen.
Für Trekkingtouren müssen Sie manchmal Züge mit lokalen Bussen kombinieren, um die Trailheads, die Ausgangspunkte der Wanderwege, zu erreichen.
Nützliche Apps
Mehrere Apps helfen Ihnen dabei, sich in Japan zurechtzufinden. Yamap bietet Karten, Routen und Informationen zu den Wegen. Sie ist besonders nützlich, wenn Sie weniger bekannte Routen nutzen. Für Beschilderungen ist Google Translate sehr hilfreich. Seine Übersetzungsfunktion über die Kamera erleichtert das Verstehen von Schildern, Busfahrplänen oder lokalen Hinweisen.
Eine Trekkingtour in Japan ermöglicht es, den Archipel anders zu entdecken – von den Pilgerwegen des Kumano Kodo bis zu den Berglandschaften der japanischen Alpen. Während Frühling und Herbst in der Regel die angenehmsten Bedingungen bieten, hat jede Jahreszeit ihre eigenen Vorzüge. Entscheidend ist daher, Route und Ausrüstung an Region und Wetter anzupassen.