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Stressfraktur und Laufen: alles, was du wissen musst

Stressfraktur und Laufen: alles, was du wissen musst

12 May. 2025

Fracture de fatigue et course à pied : tout ce que vous devez savoir

Eine Ermüdungsfraktur, auch Stressfraktur oder Belastungsfraktur genannt, ist eine bei Sportlern häufige Verletzung, besonders bei Läufern. Diese Verletzung wird oft durch wiederholte und übermäßige Einwirkungen auf einen Knochen verursacht, die zu einem Riss oder einer Teilfraktur führen. Studien zufolge machen diese Frakturen rund 10 % aller sportbedingten Verletzungen aus. Wer sich fragt, ob man mit einer Ermüdungsfraktur weiterlaufen kann, sollte diese Verletzung verstehen und wissen, wie man richtig damit umgeht.

Was ist eine Ermüdungsfraktur?

Eine Ermüdungsfraktur entsteht, wenn ein Knochen wiederholt belastet wird, oft ohne ausreichende Erholungszeit zur Regeneration. Im Gegensatz zu einer akuten Fraktur, die durch ein plötzliches Trauma entsteht, ist die Ermüdungsfraktur das Ergebnis eines schrittweisen Verschleißes. Der Knochen, ein lebendiges und dynamisches Gewebe, kann unter dem konstanten Druck wiederholter Einwirkungen – wie sie beim Laufen entstehen – Risse entwickeln.

Ermüdungsbrüche treten vor allem in den Knochen der unteren Extremitäten auf, wie Schienbein, Oberschenkelknochen oder Mittelfuß. Diese Bereiche sind beim Laufen einem erhöhten Druck ausgesetzt. Stressfrakturen betreffen besonders Ausdauersportler im Laufen, da dieser Sport die unteren Extremitäten stark beansprucht.

Welche Symptome hat eine Ermüdungsfraktur?

Die Symptome einer Ermüdungsfraktur können je nach Schwere der Verletzung variieren. Die häufigsten Anzeichen sind:

  • Ein anhaltender Schmerz, der in Ruhe nicht verschwindet und sich während oder nach körperlicher Belastung verschlimmert.
  • Ein lokalisierter Schmerz, der sich auf einen bestimmten Teil des Knochens konzentriert, oft im Zusammenhang mit einer wiederholten Aktivität (wie dem Laufen).
  • Ein Schmerz, der sich beim Abtasten der betroffenen Stelle verstärkt.
  • Eine funktionelle Beeinträchtigung, bei der der Schmerz bei sportlichen Aktivitäten wie dem Laufen, aber auch manchmal bei einfachen Bewegungen zunimmt.

Wenn du diese Symptome spürst, ist es wichtig, einen Arzt für eine gründliche Untersuchung aufzusuchen, um eine präzise Diagnose zu stellen. Röntgenaufnahmen oder ein MRT werden häufig eingesetzt, um das Vorliegen einer Ermüdungsfraktur zu bestätigen.

Kann man mit einer Ermüdungsfraktur laufen?

Die erste Frage bei einer Ermüdungsfraktur ist, ob man noch laufen kann. Die Antwort ist einfach: Nein, bei einer Ermüdungsfraktur ist Laufen dringend abzuraten. Eine Ermüdungsfraktur kann eine vollständige Laufpause von mindestens zwei Monaten erfordern. Weiterzulaufen, obwohl der Knochen bereits durch wiederholte Überlastung geschwächt ist, kann zu ernsthaften Schäden führen. Dies kann zu einer Verschlimmerung der Fraktur, Knochenverformungen oder einer verlängerten Genesungszeit führen.

Während der akuten Phase der Fraktur wird in der Regel eine vollständige Sportpause empfohlen. Die Unterbrechung aller sportlichen Aktivitäten ist unerlässlich, damit der Knochen heilen kann. Je nach Schwere und Lage der Fraktur kann eine vollständige Laufpause mehrere Wochen oder sogar mehrere Monate dauern. In dieser Zeit ist es wichtig, den Ratschlägen des Arztes zu folgen. Er kann Behandlungen wie Physiotherapie empfehlen, um die Heilung zu fördern. Eine frühzeitige Behandlung und Diagnose sind entscheidend für eine effektive Genesung.

Wie lässt sich eine Ermüdungsfraktur vorbeugen?

Die Vorbeugung einer Ermüdungsfraktur basiert auf mehreren wichtigen Grundprinzipien, um die Risikofaktoren zu minimieren:

Training steuern: Überlade deine Trainingseinheiten nicht, indem du das Volumen oder die Intensität des Laufens zu schnell steigerst. Die Belastungssteigerung muss schrittweise erfolgen, damit sich Knochen und Muskeln korrekt an die Belastung anpassen. Das gilt umso mehr, wenn du Anfänger bist!

Aktivitäten variieren: Laufeinheiten mit anderen Sportarten mit geringer Belastung abwechseln, wie Schwimmen oder Radfahren, ermöglicht Fortschritte ohne übermäßige Knochenbelastung.

Muskulatur stärken: Mehr Kraft und Muskelmasse in den Beinen, Hüften und im Rumpf aufzubauen hilft dabei, Stöße besser zu absorbieren und den Druck auf die Knochen zu reduzieren. Das ist ein Aspekt, der bei Ausdauersportlern oft vernachlässigt wird. Dennoch ist die Integration von Kraftübungen in die Routine eine ausgezeichnete präventive Strategie.

Die richtige Ausrüstung wählen: Geeignete Laufschuhe mit guter Dämpfung sind entscheidend für die Vorbeugung von Stressfrakturen. Stell sicher, dass deine Schuhe für den Untergrund konzipiert sind, auf dem du läufst. Achte außerdem auf eine funktionale Lauftechnik.

Ausgewogene Ernährung beibehalten: Eine kalzium- und vitamin-D-reiche Ernährung ist essenziell für starke Knochen. Kalzium stärkt die Knochendichte, während Vitamin D eine gute Kalziumaufnahme fördert.

Auf den Körper hören: Ignoriere keine Schmerzen und Erschöpfungszeichen. Wenn du ein Unwohlsein oder anhaltende Schmerzen spürst, gönne dir einen zusätzlichen Ruhetag.

Wie kehrt man nach einer Ermüdungsfraktur zum Sport zurück?

Die Rückkehr zum Sport muss schrittweise erfolgen, um eine erneute Verletzung zu vermeiden. Hier sind einige Schritte für einen sanften Wiedereinstieg:

Mit Übungen mit geringer Belastung beginnen: Um einen Rückfall zu vermeiden, empfiehlt es sich, zunächst auf körperliche Aktivitäten mit geringer Belastung zu setzen. Radfahren, Schwimmen oder sogar Gehen sind geeignete Sportarten, um schrittweise wieder Sport zu treiben, ohne die Knochen übermäßig zu beanspruchen.

Muskelkräftigung integrieren: Vor der Wiederaufnahme des Laufens ist es entscheidend, die Bein- und Rumpfmuskulatur zu stärken. Ein gezieltes Training der Gesäßmuskeln, Waden, Quadrizeps und Oberschenkelrückseite schützt die Knochen, indem es Stöße absorbiert.

Schwierigkeitsgrad schrittweise steigern: Kehre nicht sofort zu deinen gewohnten Laufeinheiten zurück. Keine Vollbelastung in der ersten Woche und schon gar kein Marathon! Beginne stattdessen mit kurzen und wenig intensiven Einheiten. Steigere Distanz und Intensität mit der Zeit sehr graduell. Denke daran, zwischen den Einheiten ausreichend Erholung einzuplanen.

Durch die Befolgung dieser Empfehlungen kannst du nicht nur Ermüdungsfrakturen vorbeugen, sondern auch nach der Heilung sicher wieder Sport treiben. Vergiss nicht, einen Gesundheitsfachmann zu konsultieren und während des gesamten Genesungsprozesses auf deinen Körper zu hören. Entdecke auch unseren Artikel zur Läuferknieentzündung.

Bildnachweis: Victor Pérez Pelayo

F.A.Q

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