Dieser Artikel über die Wahl der Kleidung auf dem Jakobsweg im Herbst ist Teil einer langen Serie, die der Pilgerfahrt nach Santiago de Compostela gewidmet ist. Darin findest Du zahlreiche praktische Tipps zur Organisation und Vorbereitung Deiner Wanderung (Routen, Ausrüstung, Jahreszeit, Kleidung, körperliche Vorbereitung, Tipps usw.). Unten in diesem Artikel findest Du die Liste der Links zu den anderen Artikeln der Serie!
Wenn Du Dich entschieden hast, den Jakobsweg im Herbst zu gehen, wählst Du eine Jahreszeit, die sehr angenehm sein kann mit milden Temperaturen und Sonnenschein (insbesondere Ende September und Oktober), aber auch etwas kühl und regnerisch sein kann (Ende der Saison). Bevor Du Deine Abreise planst, solltest Du daher eine sorgfältige Auswahl der Kleidung in Deinem Rucksack treffen, um für alle Eventualitäten gewappnet zu sein. Hier sind unsere Tipps und unsere Kleidungsauswahl für den Jakobsweg im Herbst, um schlechtem Wetter zu trotzen und diese Reise unter guten Bedingungen zu absolvieren.Kleidung für den Jakobsweg im Herbst: Oberkörper
Im Herbst ist die Hauptkonstante auf der gesamten Strecke die Temperaturschwankung im Tagesverlauf. Du wirst größere Amplituden als in anderen Jahreszeiten erleben, und um dem entgegenzuwirken, solltest Du wirklich die funktionale 3-Lagen-Methode anwenden.
Du solltest daher bevorzugt auf folgende Artikel setzen: warme und atmungsaktive Thermounterwäsche die Feuchtigkeit ableiten. Diese werden als erste Schicht direkt auf der Haut getragen. Anschließend können kurzärmelige Hemden, langärmelige Hemden sowie warme Westen verwendet werden. Darüber hinaus solltest Du Dich mit einer Jacke ausstatten, die gegen schlechtes Wetter (Wind und Regen) schützt: Sie muss wasserdicht und atmungsaktiv sein. Wenn Du eine wählst, die sich gut zusammenpacken lässt, kannst Du sie leicht in Deinem Rucksack verstauen, wenn das Wetter es nicht erfordert, sie zu tragen.
Für die kältesten Perioden empfiehlt es sich, eine leichte Fleece-Jacke mitzunehmen, die wirksamen Schutz vor Kälte bietet.
Kleidung für den Jakobsweg im Herbst: Unterkörper
Im Herbst empfiehlt es sich, mit folgenden Ausrüstungsgegenständen aufzubrechen: eine leichte lange Hose und eine etwas wärmere Hose. Du kannst auf die leichte Hose verzichten, wenn Du hauptsächlich im November reist, wo sie weniger nützlich sein wird. Eine umwandelbare Hose kann ebenfalls interessant sein und spart Dir Gewicht und Volumen in Deinem Rucksack – sie ermöglicht Dir, bei Wärme auf Bermuda-Shorts umzusteigen. Wähle eine funktionale, wandergerechte Kleidung, die Dir eine gute Bewegungsfreiheit bietet und übermäßige Reibungsstellen vermeidet. Flachnähte sind hier entscheidend, um stundenlang ohne Probleme wandern zu können.
Wenn Du biwakierst oder sogar in wenig beheizten Hütten schläfst, ist ein Lange Thermoleggins wird für die Nacht angenehm sein. Es schützt Dich vor der Kälte und Du kannst es direkt nach Deiner Wanderung anziehen, um Deine Muskeln nach der Belastung zu schonen (Kälte kann schnell zu Muskelkrämpfen führen).
Kleidung für den Jakobsweg im Herbst: Socken und Schuhe
Die Wahl der Socken und Schuhe für die Jakobsweg-Pilgerfahrt ist im Herbst besonders wichtig: Die kühleren Temperaturen und die vorhandene Feuchtigkeit schaffen im Laufe der Tage schwierigere Bedingungen für die Füße, weshalb eine sorgfältige Ausrüstung unerlässlich ist. Deine Füße werden auf der gesamten Strecke stark beansprucht und sind entscheidend für Dein Wohlbefinden und Deine Ausdauer. Man kann versucht sein, ohne spezielle Socken zu laufen, aber das ist wirklich keine gute Idee. Du wirst sehr schnell Blasen bekommen und Deine Füße sind nicht ausreichend vor den Stößen sowie Gräsern und Steinen auf dem Weg geschützt. Egal ob Schuhe oder Socken – Du solltest beides bereits einige Wochen vor Deiner Abreise eingelaufen haben und sicher sein, dass die Produkte zu Dir passen und keinerlei Beschwerden verursachen. In erster Linie sind die Schuhe natürlich unerlässlich: Es ist notwendig, mit Wanderschuhen aufzubrechen und keine normalen Sportschuhe zu tragen. Je nach Deinen Gewohnheiten kannst Du Wanderschuhe mit mittlerem Schaft oder leichte Wanderschuhe mit niedrigem Schaft wählen, wobei letztere auf feuchtem Untergrund weniger sicher sind. Bei den Socken solltest Du nicht den Fehler machen, gewöhnliche Stadtsocken mitzunehmen. An einem Tag würdest Du keinen Unterschied bemerken, aber nach einer Woche wäre das mit Sicherheit eine Katastrophe für Deine Füße. Du musst daher leichte Wander-Socken wählen, und es wäre ideal, Doppelhaut-Anti-Blasen-Socken zu nehmen. Blasen die ideal für lange Kraftanstrengungen sind. Du kannst auch leistungsstarke und robuste Wander-Socken mit einer Rechts-/Links-Ergonomie und einem guten Anteil Merinowolle in ihrer Zusammensetzung wählen, um Gerüche zu reduzieren.
Plane ausreichend viele Paare ein, um täglich wechseln zu können, falls Du Deine Socken nicht jeden Abend waschen kannst. Eine Mindestmenge von 4 oder 5 Paaren ist eine vernünftige Empfehlung.
Zur Erleichterung der Regeneration ist es möglich, mit folgenden Artikeln aufzubrechen: Kompressions-Erholungssocken die wirklich dazu beitragen, das Müdigkeitsgefühl zu reduzieren und die Wahrscheinlichkeit von Krämpfen und Wadenschmerzen deutlich verringern. Sie sind einfach anzuwenden – zieh sie einfach nach Ankunft an der Etappe an und trage sie 2 bis 4 Stunden, um den Blutfluss wieder anzukurbeln.
Die anderen Artikel der Serie über den Jakobsweg: