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Stéphane VALLIN Cimalp-Tester in den Anden

Stéphane VALLIN Cimalp-Tester in den Anden

26 Feb. 2015

Stéphane VALLIN testeur Cimalp dans les Andes

Zurück von der Expedition in der Cordillera Vilcanota, Peru.

Die Leidenschaft für die Anden packte ihn vor über zehn Jahren auf einer einjährigen Rucksackreise durch Lateinamerika. Seitdem teilt Stéphane diese Begeisterung auf zweierlei Weise: über die Fotografie (www.yunka-images.com) und die Organisation von Trekkings und Expeditionen (www.yunka-trek.com). Seine Basis hat er heute in Cusco, Peru, wo er den Großteil des Jahres lebt.

Cimalp: Stéphane, was war für dich einer der Höhepunkte deiner Saison 2014 in den Anden?

Stéphane:

Im vergangenen Juni haben wir für eine vierköpfige Gruppe eine 14-tägige Expedition in der Cordillera Vilcanota organisiert. Die Vilcanota liegt nahe Cusco und bildet eine Art letzte Eisbarriere vor dem Abfall ins Amazonastiefland. Für mich ist sie eine der wildesten Gebirgsgruppen Perus, vor allem bekannt für das beliebte fünftägige Trekking rund um den Ausangate. Natürlich ist diese Bergkette ein grenzenloser Spielplatz mit unzähligen Routen. Unsere Expedition war zweigeteilt: Zuerst eine große Überschreitung der benachbarten Cordillera Ccallangate und der Vilcanota, gefolgt vom absoluten Höhepunkt – der Besteigung des Nevado Ausangate (6.383 m). Vor dem Gipfelversuch überquerten wir fünf Pässe auf über 4.800 m und absolvierten eine funktionale, technisch unschwierige Besteigung des Nachbargipfels Huayruro Punco (5.350 m), um uns perfekt zu akklimatisieren und in topfit am Hauptgipfel zu stehen.

Cimalp: Wie ist die Logistik bei einer solchen Expedition organisiert?

Stéphane:

Aufgrund der extremen Abgeschiedenheit und Wildheit der Bergkette gibt es unterwegs keinerlei Nachschubmöglichkeiten. Wir starten daher in Cusco völlig autark. Begleitet werden wir von befreundeten Maultiertreibern aus dem Dorf Tinqui – auf dieser Tour mit 3 Treibern und 10 Maultieren. Ein eigener Trekkingkoch ist ebenfalls mit dabei. Die Verpflegung ist auf so langen Routen erfolgsentscheidend. Wir nehmen so viele frische Lebensmittel wie möglich aus Cusco mit, und unser Koch sorgt für abwechslungsreiche Mahlzeiten mit optimaler Energiezufuhr zu den Schlüsselzeiten des Tages. Unsere UIAGM-Bergführer stießen an Tag 10 im Ausangate-Basislager zu uns.

yunka trek

Cimalp: Wie verlief die Besteigung des Ausangate?

Stéphane:

Die Besteigung gliedert sich in drei Abschnitte: der Zustieg zum Basislager (4.750 m) nach dem Trekking, der Aufstieg zum Hochlager (Moränenlager) auf 5.450 m und der eigentliche Gipfelansturm. Letzterer beginnt gegen Mitternacht ab dem Hochlager. Von dort bahnen wir uns den Weg über den teils unwegsamen Moränenkamm aus mächtigen Felsblöcken. Auf ca. 5.600 m betreten wir schließlich den Gletscher und steigen in eine 50 bis 55 Grad steile Flanke ein. Zuvor installierte Fixseile sichern den Aufstieg zum ersten Pass auf 6.000 m. Es folgt eine dreistündige, fast flache Querung zum zweiten Pass und dem Gipfelgrat. Ein letzter, ausgesetzter, aber mit Fixseilen gesicherter Steilaufschwung führt schließlich auf den 6.383 m hohen Gipfel des Ausangate, den wir um 08:30 Uhr erreichten. Der Abstieg erfolgt über dieselbe Route (+ 6 Stunden). Am Gipfel eröffnet sich ein überwältigendes Panorama über die Hänge des Amazonasbeckens, das Tal von Cusco, die umliegenden Kordilleren (Ccallangate, Vilcabamba ...) und den endlosen Altiplano.

Cimalp: Ist für eine solche Reise eine spezielle funktionale Ausrüstung erforderlich?

Stéphane:

Wir planen solche Expeditionen zwischen Juni und Oktober. Das beste Wetterfenster bietet der Juni – als kältester Monat ideal für funktionale, anspruchsvolle Anstiege wie am Ausangate. Diese Zeit entspricht dem Andenwinter: trockene, knackig kalte Nächte mit bis zu –15 °C und extrem sonnige Tage, an denen man oft im T-Shirt unterwegs ist. Für das Trekking empfehlen wir die klassische Ausrüstung: Feste Bergschuhe mit hohem Schaft, eine funktionale Hose, ein funktionales Funktionsunterhemd oder T-Shirt, ergänzt durch einen Fleece-Pullover und vor allem eine zuverlässige Jacke mit hoher Wasserdichtigkeit und Atmungsaktivität (meist im Rucksackboden griffbereit). Für den Gipfelanstieg raten wir neben der Standard-Gletscherausrüstung (steigeisenfeste Stiefel, 12-Zacker-Steigeisen, Klettergurt mit Zubehör, 2 funktionale Eisgeräte und Helm) zu einer Kombination aus Jacke und Hose vom Typ Hardshell für optimalen Kälteschutz.

Cimalp: Welche Produkte aus unserem Sortiment nutzt du üblicherweise beim Trekking?

Stéphane:

Ich selbst bin mit eurer Hose Stretch 3D Intrepide + unterwegs. Sie vereint Leichtigkeit, Bewegungsfreiheit und ist schnelltrocknend. An kühleren Tagen kombiniere ich sie mit einer Leggings für ein Plus an Wärme. Der Schnitt ist körpernah, durch den Stretchanteil aber extrem bequem. Zudem trage ich eure 3-Lagen-Softshell-Jacke Dynamic 2 – sie hat mich auf zahlreichen Trekkings über zwei Saisons nie im Stich gelassen. Die Membran arbeitet extrem effizient und atmungsaktiv, während das Innenfutter aus Fleece zuverlässig wärmt. Perfekt für die Morgen- und Abendstunden. Besonders gelungen ist die abnehmbare Kapuze, die perfekt mit der Jacke abschließt. Ein absoluter Verlasswert.

Für Hochtouren und anspruchsvolles Gelände empfehle ich als Hose unsere Softshell-Linie (Modell LAOS4) und als Oberschicht eine Jacke aus der Ultrashell-Reihe (Modell VINSON). Hochentwickelte Produkte, kompromisslos ausgelegt auf den intensiven Einsatz.

Cimalp: Welche Projekte stehen bei dir in der kommenden Saison an, Stéphane?

Stéphane:

Um unsere Gebietskenntnis der Cordillera Vilcanota weiter zu vertiefen, planen wir in wenigen Monaten zwei neue Erkundungstouren: Eine führt zum Gipfel des Ninaparaco (5.807 m), dem Südgipfel der Pico-Tres-Gruppe bzw. Jatun Pampa, die andere dient der Erkundung einer Trekking-Zustiegsroute direkt aus dem Amazonasbecken in diese Gebirgsgruppe.

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