Zum Inhalt springen
  • Bergausverkauf: bis zum 18/08

  • Kostenloser Versand ab 75 €

  • Kostenlose Rücksendung 30 Tage

Kontaktiere uns
Startseite Der Cimalp Blog

Was ist die akute Bergkrankheit und wie vermeidet man sie?

Was ist die akute Bergkrankheit und wie vermeidet man sie?

25 Aug. 2015

Qu’est-ce que le mal aigu des montagnes et comment l’éviter ?

Jeder kann eines Tages mit der akuten Bergkrankheit (häufig als AMS abgekürzt) konfrontiert werden. Wenig bekannt in der breiten Öffentlichkeit und manchmal auch unter Wanderern, ist es essenziell, ihre Symptome und Risiken zu kennen, um sich wirksam davor zu schützen. Es ist hier nicht der Ort für tiefgehende medizinische Erklärungen oder theoretische Ausführungen, sondern vielmehr darum, die Grundzüge, Risiken und die wesentlichen „Alarmsignale" sowie Grundprinzipien aufzuzeigen, die umgesetzt werden sollten, um diese Beschwerden und ihre Folgen zu vermeiden.

die Bergkrankheit

Was ist die AMS?

Mit zunehmender Höhe sinkt der Luftdruck, und daher sind bei gleichem Volumen weniger Sauerstoffmoleküle in der Luft verfügbar. Angesichts dieses Sauerstoffmangels versucht der menschliche Körper zu kompensieren, indem er schneller atmet, die Herzfrequenz erhöht und mehr rote Blutkörperchen produziert – das ist die Akklimatisationsphase.

Die akute Bergkrankheit ist das Zeichen einer unvollständigen oder partiellen Akklimatisation des menschlichen Körpers an die Höhe.

Die entscheidenden Schlüsselfaktoren sind:

  • Die Aufstiegsgeschwindigkeit
  • Die erreichte Höhe
  • Die Aufenthaltsdauer
  • Die individuelle Empfindlichkeit (Alter, besondere Schwächen, Vorgeschichte)

Die Anzeichen und progressiven Symptome sind leichte, dann stärkere Kopfschmerzen, Verdauungsstörungen, Schläfrigkeit, Desorientiertheit, Schwindel, Stress, Reizbarkeit, Atembeschwerden und/oder neurologische Störungen.

Es ist essenziell zu wissen, dass diese Symptome absolut nicht progressiv und/oder chronologisch verlaufen und keiner Treppenlogik folgen: Das ist übrigens eine der größten Gefahren dieser Beschwerden!

Mögliche Komplikationen

Das HAPE (Höhenlungenödem) tritt oft in den frühen Morgenstunden auf, in der Regel 3 oder 4 Tage nach der Ankunft in der Höhe. Es beginnt mit einem trockenen Husten (der natürlich auf etwas anderes zurückgeführt wird: Bronchitis, Schnupfen usw.), dann füllen sich die Bronchien. Wenn man beginnt, einen rosafarbenen Schaum abzuhusten, muss man wirklich schnell handeln, denn man ertrinkt von innen (das Blut beginnt, die Lungenbläschen zu durchdringen). Man muss dann den Rettungsdienst rufen oder so schnell wie möglich an Höhe verlieren. Die Rettungskräfte werden Sauerstoff, eine Druckkammer oder eine Dexamethason-Injektion einsetzen.

Das HACE (Höhenhirnödem) betrifft das Gehirn und hat unmittelbare Auswirkungen auf das Verhalten (Schwindel, Erbrechen, Kopfschmerzen, „merkwürdiges" Verhalten).

In der Höhe muss man wachsam und reaktionsschnell gegenüber jedem ungewöhnlichen Verhalten sein, das seltsam erscheinen kann (und das häufig durch Sturz oder unangemessenes Verhalten zum Unfall führen kann). Die Behandlung ist oft dieselbe wie beim HAPE.

Lokalisierte Ödeme können gelegentlich ebenfalls auftreten (Knöchel, Hände, Gesicht), sind aber seltener.

Wie lässt sich die akute Bergkrankheit vermeiden?

Die wesentliche Regel lautet: nicht zu schnell zu hoch steigen. Idealerweise sollte man ab 3000 m zwischen zwei aufeinanderfolgenden Nächten nicht mehr als 400 Höhenmeter aufsteigen (zwischen den beiden Nächten kann man jedoch einen Pass überqueren, der mehr als 400 Höhenmeter höher liegt).

Individuelle Faktoren sind ebenfalls zu berücksichtigen: Es ist anerkannt, dass Stress, Kälte und Müdigkeit verschlimmernde Faktoren sind.

Eine gute Flüssigkeitszufuhr ist in der Akklimatisationsphase ebenfalls essenziell.

Wenn man nicht akklimatisiert ist, sollte man Alkohol, Muskelrelaxantien und Schlafmittel meiden, da diese eine dämpfende Wirkung auf die Belüftung haben und die Auswirkungen der AMS damit verstärken.

Das individuelle Verhalten ist selbstverständlich ausschlaggebend. Da Geschwindigkeit und immer mehr leisten in Mode sind, nimmt sich zum Beispiel am Mont Weiß absolut niemand die Zeit zur Akklimatisation! Und manche sind sogar versucht, die Leistungen medienwirksamer Sportler nachzuahmen! Zudem können die Urlaubsdauer, das Wetterfenster und die Kosten einer Expedition dazu verleiten, schneller als vernünftig aufzusteigen.

Einige allgemeine Ratschläge

In einer Wandergruppe in der Höhe muss zunächst sichergestellt werden, dass jeder die Symptome der AMS erkennen kann. Der Fehler besteht häufig darin, die Anzeichen der AMS auf etwas anderes zurückzuführen: Kopfschmerzen = Sonne, Schwindel = Ohrenschmalzpfropfen, Übelkeit = Essen, merkwürdiges Verhalten = „komischer Typ"… was manchmal zutreffen kann, aber nicht immer!

  • Auf seine Weggefährten achten
  • Viel trinken
  • Bescheiden bleiben und auf seinen Körper achten
  • Die Symptome nicht verbergen in der Hoffnung, dass es „von selbst vergeht"
  • Akklimatisation ist eine Frage der Zeit
  • Wissen, wann man verzichten oder sein Programm anpassen muss
  • Mit geeignetem Wanderausrüstung ausrüsten

Natürlich ist dieser Artikel nur eine „Weckruf" zu einem manchmal gefährlichen Thema und kritischen Situationen. Zögere nicht, dich beim medizinischen Fachpersonal, bei Bergspezialisten und Bergführern zu informieren, um Fragen zu stellen oder adäquate Informationen zu deinem Gesundheits- und Fitnesszustand sowie zu deinem Reiseziel oder der geplanten Besteigung zu erhalten.

F.A.Q

Wir begleiten dich,
Schritt für Schritt.

Brauchst du Hilfe?

Unser Expertenteam mit Sitz in Valence in der Drôme antwortet dir schnell per E-Mail oder Telefon – von der Produktberatung bis zur Verfolgung deiner Bestellung.

Sind Sie am richtigen Ort?

Wähle dein Lieferland