Patagonien, das sich zwischen Chile und Argentinien erstreckt, beherbergt das drittgrößte Eisfeld der Welt – nach der Antarktis und Grönland. Einige dieser Gletscher lassen sich für ein unvergessliches Erlebnis beobachten. Hier erfahrt ihr, wie ihr die Gletscher Patagoniens entdecken könnt und dabei diese einzigartige Umgebung respektiert, die zunehmend dem Klimawandel ausgesetzt ist.

Die Gletscher Patagoniens besuchen
Das Wandern
Die einfachste Möglichkeit, die Gletscher Patagoniens zu entdecken, ist das Wandern. Die bekanntesten Gletscher befinden sich oft in Nationalparks, die zahlreiche Wanderwege bieten, um sie vom Ufer aus zu bewundern. Ein Spaziergang, der dazu einlädt, das Schmelzen des Eises am Ende des australischen Winters zu beobachten. Ob beim Wandern oder bei Ausflügen – es ist entscheidend, mit dem Klima angepasster Kleidung aufzubrechen.
Die Gletscherexkursion
Zahlreiche Reiseveranstalter bieten die Möglichkeit, auf den Gletschern Chiles oder Argentiniens zu laufen – ein magisches Erlebnis. Dabei werdet ihr von einem erfahrenen Guide begleitet. Mit Steigeisen und Helmen ausgerüstet, erkundet ihr die Gletscheroberfläche und könnt sogar in bestimmte Hohlräume eintreten.
Das Boot und das Kajak
Die dritte Möglichkeit, die Gletscher Patagoniens zu entdecken, ist eine Bootsfahrt oder eine Kajakexkursion auf den eiskalten Seen, in denen die Gletscher liegen. Die erste Option ermöglicht es, sich sicher der riesigen Eiswand zu nähern. Die zweite erlaubt es, nah an den Eisbergen zu navigieren, die auf der Seeoberfläche treiben.
Die Gletscher Chiles entdecken

Der Grey
Eingebettet im Herzen des Nationalparks Torres del Paine liegt der Grey-Gletscher auf dem Grey-See, dessen Wasser aus seiner Schmelze stammt. Es gibt viele Möglichkeiten, ihn zu beobachten – die einfachste ist, eine Wanderung im Park zu nutzen, um seinen Aussichtspunkt zu erreichen. Wer sportlich ist, bekommt vom John-Garner-Pass einen außergewöhnlichen Blick auf die Weite des Gletschers.
Der Balmaceda und Serrano
Die Gletscher Balmaceda und Serrano befinden sich im Nationalpark Bernardo O'Higgins. Um sie zu beobachten, muss man ein Boot ab Puerto Natales nehmen und den Fjord Esperanza mit seinen Seelöwenkolonien durchqueren. Vor Ort lässt sich dann der Gletscher Balmaceda mit seinem gefrorenen Wasserfall entdecken sowie der Gletscher Serrano nach einem Spaziergang am Seeufer.
Der Pia
Der Gletscher Pia liegt im Nordwesten des legendären Beagle-Kanals und ist der längste Gletscher der südlichen Hemisphäre – einer der wenigen, die vom Klimawandel bisher weitgehend verschont geblieben sind. Um dieses Eismonster zu entdecken, muss man eine echte Expedition einplanen. In der Regel ist eine mehrtägige Kreuzfahrt zwischen Patagonien und Feuerland erforderlich.
Die Gletscher Argentiniens entdecken
Der Perito Moreno
Als wahres Wahrzeichen des argentinischen Patagoniens ist der Perito Moreno der bekannteste Gletscher des Nationalparks Los Glaciares. Mit einer Fläche von 254 km2 ist er der drittgrößte Gletscher Argentiniens und der einzige, der sich kontinuierlich vorwärtsbewegt. Leicht zugänglich, bietet er vom angelegten Wanderweg am gegenüberliegenden Ufer einen atemberaubenden Ausblick. Darüber hinaus sind Bootstouren und Exkursionen auf dem Gletscher ebenfalls möglich.

Der Upsala und der Viedma
In der Nähe des Perito Moreno sind die Gletscher Upsala und Viedma einen Besuch wert. Der erste ist mit 870 km2 der größte argentinische Gletscher, und seine Oberfläche ist so eben, dass das Militär dort regelmäßig Übungen abhält. Der zweite ermöglicht eine Gletscherexkursion, die weit weniger touristisch ist als die des Perito Moreno – mit ebenso beeindruckenden Landschaften. Leider schmelzen beide Gletscher seit Beginn der 2000er Jahre immer schneller.
Mit mehr als 26.000 Gletschern in Chile und 14.000 in Argentinien ist Patagonien heute eine Region, die durch den Temperaturanstieg bedroht ist. Die Gletscher schmelzen immer früher, immer schneller und haben Schwierigkeiten, sich im Winter neu zu bilden. Um sie zu schützen, ist es unbedingt erforderlich, sich dieses Problems bewusst zu werden und gegen den Klimawandel zu handeln.