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Du bist bestens vorbereitet für den UTMB®, und die einzige verbleibende Unbekannte ist das Wetter in Chamonix im August. Genaue Vorhersagen sind Monate im Voraus unmöglich, aber anhand historischer Daten der Region lassen sich verlässliche Trends ableiten und Temperaturunterschiede je nach Höhenlage einkalkulieren.
Der betroffene Zeitraum
Die HOKA UTMB Mont-Weiß®-Woche findet jedes Jahr in der letzten Augustwoche statt, wobei das Hauptrennen am Freitagnachmittag gestartet wird. Es gilt also, genau dieses Zeitfenster aus meteorologischer Sicht zu analysieren.
Die Durchschnittstemperaturen
Im Talboden verzeichnet Chamonix in der letzten Augustwoche eine durchschnittliche Höchsttemperatur von etwa 26 °C bei einem Tagesmittel von rund 21 °C. Bei den Tiefstwerten werden nachts durchschnittlich 10 °C gemessen, wobei das Thermometer in manchen Jahren auf knapp 6 °C fällt.
Diese Werte gelten für das Tal. Auf der Strecke muss mit deutlich niedrigeren Temperaturen in der Höhe gerechnet werden – mit einem Temperaturabfall von etwa 6,5 °C pro 1.000 Höhenmeter. Beim Start der Ausgabe 2025 sagten die Prognosen rund 12 bis 19 °C im Talboden voraus, 4 bis 9 °C auf etwa 2.000 m und nur 1 bis 6 °C auf rund 2.500 m: Der Unterschied zwischen dem Start in Chamonix und den höchsten Punkten der Strecke ist beträchtlich.
Bewölkung und Regenrisiko

Im Durchschnitt zeigt sich die letzte Augustwoche in Chamonix eher sonnig mit einigen Wolkenfeldern, und historisch gesehen regnet es nur an einem einzigen Tag in der Woche, selten kontinuierlich.
Diese Statistiken sind mit Vorsicht zu genießen: Im Hochgebirge ist jedes Szenario möglich. Bereite deine Pflichtausrüstung am besten immer so vor, dass du von schlechtem Wetter ausgehst, selbst wenn die Durchschnittswerte günstig sind.
Zwei aufeinanderfolgende, wetterbedingt beeinträchtigte Ausgaben
Die letzten beiden Ausgaben zeigen besser als jede Statistik, warum man sich nicht auf Durchschnittswerte verlassen darf.
2025 fand das Rennen unter fast ununterbrochenem Regen über mehrere Tage hinweg statt, mit gefühlten Temperaturen von bis zu -7 °C in der Höhe. Die Organisation musste einen Teil der Strecke nach Courmayeur umleiten.
Im Jahr 2026 führte ein für das Startfenster um 17:45 Uhr angekündigtes Unwetter dazu, dass die Organisation den Start um zwei Stunden verschob und die Strecke in letzter Minute anpasste. Der TDS®, der am Montag ausgetragen wurde, hatte bereits eine Nacht mit kaltem Regen, Temperaturen nahe 0 °C an den Pässen und eine Ausfallquote von fast 45 % erlebt.
In zwei aufeinanderfolgenden Jahren hat das Wetterszenario somit das Rennen selbst verändert. Das ist das stärkste Argument für eine Ausrüstung, die für den Ernstfall ausgelegt ist – und nicht für den Durchschnitt.
Wo kann man das Wetter vor dem Rennen in Echtzeit verfolgen?
Historische Trends helfen zwar, deine Ausrüstung im Vorfeld vorzubereiten, sie ersetzen jedoch keine kurzfristige Vorhersage. Konsultiere in den Tagen vor deinem Start den Météo-France-Bericht für das Chamonix-Tal, der jeden Morgen von einem lokalen Meteorologen begutachtet und nach Höhenlagen aufgeschlüsselt wird, sowie die offiziellen UTMB®-Vorhersagen, die in den Tagen vor den Rennen online gestellt werden.
Nützlicher Richtwert: Die Wetterberichte sind erst 72 Stunden vor dem Ereignis wirklich verlässlich nutzbar. Darüber hinaus sinkt die Zuverlässigkeit von Météo-France rapide.
Häufig gestellte Fragen
Wie ist das Wetter normalerweise während des UTMB®?
Die letzte Augustwoche in Chamonix ist im Durchschnitt mild, mit Tagestemperaturen um 21 °C und wenig Regen. Allerdings sind die Abweichungen von Jahr zu Jahr erheblich: Die letzten beiden Ausgaben waren so stark beeinträchtigt, dass die Streckenführung angepasst werden musste.
Mit welchen Temperaturen muss man in der Höhe auf der Strecke rechnen?
Rechne mit etwa 6,5 °C weniger pro 1.000 Höhenmeter im Vergleich zum Tal. Auf den Pässen können die Temperaturen um den Gefrierpunkt liegen – bei Wind liegt die gefühlte Temperatur noch deutlich darunter, wie es 2025 der Fall war.
Kann das Rennen wetterbedingt geändert oder verschoben werden?
Ja, und das kommt regelmäßig vor. Die Strecke wurde 2025 umgeleitet, und 2026 wurde der Start um zwei Stunden verschoben, verbunden mit einer kurzfristigen Streckenänderung. Solche Entscheidungen gibt die Organisation in den Stunden vor dem Start bekannt.
Muss man mit Regen oder Schnee rechnen?
Regen ist jederzeit möglich, und bei niedrigen Temperaturen ist auf den höchstgelegenen Abschnitten auch Schnee nicht ausgeschlossen. Aus diesem Grund umfasst die von der Organisation vorgeschriebene Pflichtausrüstung wasserdichte und warme Bekleidung – unabhängig vom gemeldeten Wetter am Start.