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Die Kunst, den Trekkingrucksack zu packen

Die Kunst, den Trekkingrucksack zu packen

06 Sep. 2015

L'art de faire son sac de trek
Cimalp Trekkingrucksack     Du hast dein Ziel für deinen nächsten Trek ausgewählt, du bist gedanklich und körperlich bereit … und dann kommt der Moment, wenige Tage vor der Abreise, an dem du deinen Trekkingrucksack. Wir sind uns alle einig, dass es manchmal ein bisschen stressig und frustrierend sein kann. Hier sind daher einige Tipps, die dir helfen, deinen Trekkingrucksack so optimal wie möglich zu packen. Wir gehen davon aus, dass du einen Trek mit Gepäck unternimmst – aber auch wenn du nur einen Tagesrucksack trägst, werden dir diese Tipps immer nützlich sein.

Den Trekkingrucksack richtig einstellen

Das Grundprinzip ist die Gewichtsverteilung. Damit die Träger deines Trekkingrucksacks die Schultern anlegen, ohne durch einen Hebeleffekt übermäßigen Druck auszuüben, muss die Last im Wesentlichen auf dem unteren Rücken und dem Becken getragen werden. So gehst du vor, um eine optimale Einstellung zu erzielen: • Den Rucksack vor der Einstellung befüllen. • Den Abstand zwischen den Trägern und dem Hüftgürtel des Rucksacks einstellen. Dafür stehen dir je nach Marke oder Rucksacktyp zwei Einstellmöglichkeiten zur Verfügung: o Klettverschluss-System: Ein Klettverschluss-Gurt lässt sich an einer Art graduiertem Brustschild einstellen und ermöglicht die Anpassung der Rückenhöhe. Dieser Gurt umschließt dabei die Träger. o System mit Rohr und Gleitschienen: Die Träger gleiten auf Schienen und werden auf die gewünschte Größe arretiert. Dieses System ermöglicht eine feine Einstellung und eine bessere Dämpfung der Rucksacklast. • Alle Gurte und Riemen des Trekkingrucksacks vollständig lockern. • Den Rucksack in Wanderkonfiguration anlegen, d. h. mit der geeigneten Kleidung und vor allem mit den richtigen Wanderschuhen. • Den Hüftgürtel um das Becken schließen. Dieser Teil muss den Großteil der Last tragen: Der Gurt sollte daher angepasst, aber nicht zu fest sein (du musst noch in der Lage sein, deinen Bauch um ein paar Zentimeter auszudehnen, ohne dabei ein Unbehagen zu spüren). • Anschließend die Länge der Träger einstellen. Sie sollten auf den Schultern aufliegen, damit der Rucksack gut auf dem Rücken sitzt, ohne dass der Druck an den Schultern zu stark ist. Idealerweise sollte man einen Finger unter den Träger schieben können, ohne zu viel Kraft aufzuwenden. • Jeder gute Trekkingrucksack verfügt über „Lastzugriemen": Diese kleinen Gurte befinden sich oben an den Trägern oder manchmal unten. Sie so einstellen, dass der Rucksack eng am Rücken anliegt. Darauf achten, nicht zu fest zu ziehen, da sonst die Schultern zu stark belastet werden. • Abschließend den Brustgurt einstellen, der dem Tragesystem mehr Stabilität verleiht. Diese Rucksackeinstellung kann manchmal knifflig sein: Es empfiehlt sich, sich von einer anderen Person helfen zu lassen und die Einstellung auf einer kurzen Wanderung zu testen und sie nach Empfinden anzupassen. Am Ende der Einstellung solltest du keine schmerzhaften oder unangenehmen Druckstellen mehr haben.

Das Befüllen des Trekkingrucksacks

Das richtige Packen des Trekkingrucksacks ist entscheidend für eine gute Gewichtsverteilung. Erste Regel: Lege deinen Rucksack auf den Boden, um ihn zu befüllen, und platziere die schwersten Gegenstände nahe am Rücken. Vermeide außerdem seitliche Ungleichgewichte, indem du keine zu schweren Lasten auf einer Seite platzierst. Denke schließlich an die Verwendung jedes Gegenstands: Dinge, die häufig herausgenommen werden müssen, sollten stets griffbereit bleiben. • Im Bodenfach: die leichtesten Gegenstände. Bei Trekkingrucksäcken mit direktem Zugang zum Bodenfach können hier auch Kleidungsstücke für den Tag oder Dinge verstaut werden, die man schnell zur Hand haben möchte. • Nahe am Rücken und oberhalb des Bodenfachs: die schwersten Gegenstände. • Im oberen Teil des Rucksacks und in den Seitentaschen: nützliche Gegenstände für den Tag, wobei das Gewicht gleichmäßig auf jede Seitentasche verteilt werden sollte. • Unterhalb der oberen Tasche: Schlüssel, Dokumente … leichte Dinge mit schnellem Zugriff. • In der oberen Tasche: empfindliche Gegenstände, die kein Gewicht vertragen. Schließlich gibt es immer Dinge, die man besser außen am Rucksack befestigt: Das sind in der Regel voluminöse und leichte Gegenstände wie eine Isomatte oder ein Schlafsackunterlagen. Achte darauf, sie gut zu befestigen, damit sie beim Gehen nicht schaukeln. Natürlich liegt es an dir, deine Last so weit wie möglich zu begrenzen: Unsere Tipps dazu findest du hier aber als allgemeine Regel solltest du beachten, dass die ideale Grenze, die nicht überschritten werden sollte, ein Viertel deines Körpergewichts beträgt.

Noch ein paar letzte Tipps und Tricks für das Packen des Trekkingrucksacks:

• Achte darauf, deine Sachen zu sortieren: ein Stoffbeutel für deine Kleidung, wasserdichte Beutel für Lebensmittel … • Nutze Vakuumbeutel – sie sind sehr praktisch und helfen dir, Volumen zu sparen. • Plane eine Regenschutzhülle ein, die deinen Rucksack vor Witterungseinflüssen schützt, auch wenn er als wasserdicht gilt: Es ist immer unangenehm, abends am Etappenort einen nassen Rucksack zu handhaben. • Verteile schließlich bei Gruppentouren gemeinsame Ausrüstung gleichmäßig und achte vor allem darauf, keine Dopplungen mitzunehmen. Wie du siehst, ist das Packen eines Rucksacks nicht kompliziert. Aber es ist sehr nützlich, die Grundprinzipien zu kennen und vor allem keine Fehler zu machen. Noch zu viele Menschen tragen ihren Rucksack so, wie sie ihn gekauft haben, ohne sich Gedanken über eine optimale Einstellung zu machen – und riskieren dabei unangenehme Schmerzen und Verletzungen. Diese Tipps sind natürlich allgemeine Regeln: Du musst deinen Trekkingrucksack an dein eigenes Empfinden anpassen und ihn nach und nach auf deinen Touren feinjustieren. So erreichst du ein angenehmes Tragekomfort – und vor allem ohne unnötige Schmerzen!

F.A.Q

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