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Die richtigen Wandersocken wählen

06 Sep. 2022

Bien choisir ses chaussettes

Gute Schuhe zum Wandern allein reichen nicht: Auch die Socken müssen passen. Sehen wir uns gemeinsam an, wie du die richtigen Socken zum Wandern auswählst.

Du hast dir Zeit genommen, um die besten Schuhe zum Wandern für deine Erfahrung und deine Touren zu finden: Schuhe, die bequem sind und Blasen und Scheuerstellen vermeiden helfen. Doch all die Mühe ist fast umsonst, wenn du nicht auch passende Socken dazu wählst. Ohne geeignete Socken drohen immer wieder Blasen und Druckstellen. Wie bequem, strapazierfähig, dick, warm oder hoch sollten sie sein? Wir gehen die wichtigsten Kriterien durch, damit du die richtigen Socken findest, deine Touren genießen und das Blasenrisiko verringern kannst.

Trage auf Tour ausschließlich saubere und intakte Socken; meide ausgeleierte oder abgetragene Modelle. Der gesamte Fuß muss geschützt sein, damit die Haut nicht direkt am Schuh scheuert, und die Socke darf keine Falten werfen, die Blasen begünstigen. Wähle Socken mit stabilem Sitz, die sich ergonomisch an den Fuß anpassen, ohne einzuschnüren. Achte zudem auf einen exzellenten Feuchtigkeitstransport, um deine Füße dauerhaft trocken zu halten.

Entdecke auch unsere Auswahl der besten Socken zum Wandern.

Die Materialwahl

Vom Material deiner Socken zum Wandern hängen wichtige Eigenschaften ab: Atmungsaktivität, Trocknungszeit, Wärmeleistung und sogar der Schutz vor Blasen. Für Socken zum Wandern werden viele verschiedene Materialien verwendet. Selten bestehen sie jedoch aus nur einer Faser; meist werden zwei unterschiedliche Materialien kombiniert. Hier ein Überblick über die verfügbaren Materialien:

  • Merinowolle: Sie wird vor allem gewählt, weil sie gegen Kälte isoliert. Je höher der Anteil an Merinowolle in deinen Socken, desto wärmer sind sie. Überhitzen musst du deshalb nicht befürchten, denn das Material ist auch temperaturregulierend. Merinowolle eignet sich für empfindliche Haut, ist elastisch und kratzt nicht wie herkömmliche Wolle. Sie ist bequem, weich und seidig. Als Naturfaser verringert sie zudem das Risiko unangenehmer Gerüche. Im Vergleich zu synthetischen Materialien ist sie allerdings weniger strapazierfähig, teurer, verformt sich leichter und leitet Schweiß weniger gut ab.
  • Synthetische Fasern: Um den Feuchtigkeitstransport zu verbessern, haben verschiedene Hersteller im Laufe der Jahre synthetische Fasern entwickelt. Dazu zählen Acryl, Nylon, Elasthan und Polyester. Sie leiten Schweiß besser ab als Wolle, sind strapazierfähiger, schützen gut vor Kälte und trocknen schnell. Ein wesentlicher Nachteil synthetischer Materialien ist allerdings, dass sie unangenehme Gerüche begünstigen. Eine antibakterielle Behandlung kann dem entgegenwirken. Synthetische Fasern sind zwar widerstandsfähiger als Wolle und leiten Schweiß besser ab, Wolle hält jedoch wärmer. Daher kann es sinnvoll sein, Merinowolle mit synthetischen Fasern zu kombinieren.
  • Baumwolle: Beim Wandern hat Baumwolle mehr Nachteile als Vorteile und ist daher kaum zu empfehlen. Sie ist zwar ein natürliches und recht bequemes Material und begünstigt unangenehme Gerüche weniger. Sie isoliert jedoch schlecht gegen Kälte, kann scheuern und leitet vor allem Feuchtigkeit kaum ab. Stattdessen nimmt sie Feuchtigkeit auf und trocknet sehr langsam. Nasse Füße und Feuchtigkeit begünstigen Druckstellen, Blasen und sogar Pilzinfektionen. Deshalb sollte Baumwolle möglichst mit anderen Materialien kombiniert werden. Grundsätzlich empfehlen wir sie nur für kurze, einfache Wanderungen im Sommer.

Die Wahl der Schafthöhe

So wie es Schuhe in verschiedenen Schafthöhen gibt – niedrig, mittelhoch und hoch –, gibt es auch Socken in drei Höhen. Und tatsächlich passt jede Sockenhöhe zu einer Schuhhöhe. Einfacher geht es kaum! Achte bei der Wahl darauf, dass die Socken etwas über den Schaft deiner Schuhe hinausragen. So liegt deine Haut nicht direkt am Schuh an und Reibung wird vermieden. Wähle daher Socken, die mindestens so hoch sind wie deine Schuhe. Zu niedrigen oder mittelhohen Schuhen kannst du auch höhere Socken tragen, wenn du mehr Schutz und Wärme möchtest. Entscheidend sind vor allem die geplante Tour und die Außentemperatur.

Die Wahl der Materialstärke

Wie dick deine Socken zum Wandern sein sollten, hängt vom Gelände und der geplanten Tour ab, aber auch von der Außentemperatur und den Eigenschaften deiner Schuhe.

Kurz gesagt: Bei gleichem Material gilt: Je dicker die Socken, desto bequemer sind sie und desto besser isolieren sie gegen Kälte. Allerdings kommst du darin auch eher ins Schwitzen.

Wenn du bei Kälte oder sogar im Schnee wandern gehst, wähle hohe, dicke Socken mit einem eher hohen Anteil an Merinowolle. Bei warmem Wetter solltest du zu dicke Socken vermeiden, in denen du leicht schwitzt. Zu dünn sollten sie aber auch nicht sein, besonders im Gebirge, wo die Füße häufiger gegen den Schuh stoßen. Generell erhöhen zu dünne Socken das Risiko von Reibung. Im Sommer eignen sich daher mitteldicke Socken mit hoher Atmungsaktivität und gutem Feuchtigkeitstransport.

Socken zum Wandern auswählenSocken zum Wandern auswählenSocken zum Wandern auswählen

Details, die den Unterschied machen

Material, Höhe und Dicke deiner Socken zum Wandern sind wichtige Auswahlkriterien. Doch das ist nicht alles. Eine Socke zum Wandern ist aufwendiger konstruiert, als du vielleicht denkst. Beim Kauf solltest du auch auf weitere Details achten. Hier ein kurzer Überblick:

  • Der Tragekomfort: Die Socken sollten möglichst bequem sein und Druckstellen weitgehend vermeiden. Was bei der Anprobe oder in den ersten Minuten kaum stört, kann beim Wandern schnell zu Blasen oder anhaltenden Schmerzen führen. Deshalb sind flache Nähte wichtig, besonders an den Zehen. Außerdem sollte der Schaft dehnbar sein, damit er die Wade nicht einschnürt.

Wähle nach Möglichkeit Socken, die zur Form deiner Füße passen. Dabei spielen die Stellung der Zehen, das Fußgewölbe sowie die Breite und das Volumen des Fußes eine Rolle. Es gibt auch Paare mit jeweils einer Socke für den linken und den rechten Fuß. Sie passen sich der Fußform noch besser an, sind aber weniger langlebig: Weil du sie nicht tauschen kannst, werden immer dieselben Stellen belastet.

  • Der Halt: Die Wade darf nicht eingeschnürt werden, unter anderem damit die Durchblutung nicht beeinträchtigt wird. Die Socke sollte aber auch nicht herunterrutschen oder sich unter den Zehen zusammenschieben. Deshalb haben viele Socken Stützbänder an verschiedenen Stellen des Fußes. Wie gut sie sitzen, hängt auch vom Material und von der richtigen Größe ab. Sockengrößen zum Wandern werden meist als Größenbereiche angegeben. Liegt deine genaue Schuhgröße zwischen zwei Bereichen, wähle den kleineren.
  • Die Verstärkungen: Je häufiger du unterwegs bist und je steiler und felsiger das Gelände ist, desto wichtiger sind hochwertige Verstärkungen an deinen Socken. Sie erhöhen die Haltbarkeit, verbessern den Schutz des Fußes und verringern das Blasenrisiko. Verstärkte Zonen befinden sich vor allem an der Ferse, die beim Aufstieg besonders belastet wird (je höher der Schuhschaft, desto höher sollte auch diese Verstärkung reichen), und an den Zehen. Dort beugen sie Druckstellen vor und dämpfen Stöße gegen den Schuh, besonders beim Abstieg. Auch ein geeignetes, eher dickes und weiches Material wie Polsterfleece oder Frotteeschlingen dämpft Stöße deutlich und verringert Reibung und Druckstellen.
  • Belüftungszonen: Mesh-Einsätze sind unverzichtbar, um Hitze und Feuchtigkeit aus der Socke entweichen zu lassen (das senkt das Risiko von Blasen und Geruchsbildung).
  • Doppellagige Anti-Blasen-Socken: Diese Socken bestehen aus zwei übereinanderliegenden Stoffschichten. So entsteht die Reibung zwischen den Stoffschichten statt zwischen deinem Fuß und der Socke. Nicht schlecht, oder?
  • Wasserdichte, atmungsaktive Socken: Dank technischer Entwicklung gibt es inzwischen eine wasserdichte und atmungsaktive Membran für Socken zum Wandern. Solche Socken kannst du bei Regen mit nicht wasserdichten Schuhen tragen. Wir empfehlen, sie im Rucksack mitzunehmen und nur bei Regen anzuziehen: Sie sind recht steif und trotz ihrer Membran weniger atmungsaktiv als normale Socken.

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