Die Berge sind ein magischer Ort, bleiben aber eine wilde Umgebung mit ihrem Teil an Risiken. Auch wenn alle Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden, ist der Aktive nicht vor einem Zwischenfall gefeit. Hier einige Hinweise zu den Erste-Hilfe-Maßnahmen, um sich bestmöglich auf das Unvorhergesehene vorzubereiten.
Vorbereitung eines Bergausflugs
Vor dem Aufbruch zur Wanderung oder zum Bergsteigen sind mehrere Punkte zu beachten:
nicht alleine aufbrechen und die Route an die eigenen körperlichen und konditionellen Fähigkeiten anpassen
das notwendige Sicherheits- und Überlebensausrüstung für die ausgeübte Aktivität mitbringen (Helm, Klettergurt, ausreichende Wasser- und Nahrungsmenge)
eine nahestehende Person über die geplante Route informieren, gegebenenfalls auch über den Fortschritt, und sie nach der Rückkehr ebenfalls informieren
eine Notfallreserve einplanen: ein Erste-Hilfe-Set im Rucksack, eine Rettungsdecke, Medikamente
ein funktionsfähiges Kommunikationsmittel bei sich tragen: aufgeladenes Mobiltelefon, Notsignalbake
die grundlegenden Erstversorgungsmaßnahmen kennen (Wunden desinfizieren und verbinden) und idealerweise Erste-Hilfe-Griffe beherrschen.
Diese letzte Phase ist nicht zwingend erforderlich, wird aber dringend empfohlen. Die Kenntnis der Erste-Hilfe-Maßnahmen kann sowohl in den Bergen als auch in der Stadt nützlich sein, sowohl in der Freizeitgestaltung als auch im Berufsleben.
Erste-Hilfe-Ausbildung für die Berge
In Frankreich bieten mehrere zugelassene Organisationen der Bevölkerung Erste-Hilfe-Kurse an. Feuerwehrleute oder Verbände wie das Rote Kreuz oder der Zivilschutz verleihen anschließend das Zertifikat für Prävention und zivilen Rettungsdienst der Stufe 1 (PSC1). Die Basisausbildung in Erster Hilfe dauert einen Tag und ermöglicht es, Personen in Not besser zu unterstützen im Falle von
Unwohlsein oder sogar Bewusstlosigkeit
Wunden, Verbrennungen oder Blutungen
Verlegung der Atemwege
Herzstillstand
Verletzungen aller Art
Das PSC1 vermittelt die richtigen Reflexe, um Verletzte im Notfall zu unterstützen und anschließend die Rettungskräfte zu alarmieren. Während der gesamten Ausbildung finden theoretische Austausche sowie praktische Übungen statt.
Diese Erstausbildung kann durch eine jährliche Auffrischung im Rahmen einer Weiterbildung ergänzt werden.
Vorgehensweise bei einem Zwischenfall in den Bergen
Durch lebensrettende Maßnahmen können viele kritische Situationen vermieden und Leben gerettet werden.
Erste Reflexe bei einem Unfall in den Bergen:
sich vor weiteren Gefahren in Sicherheit bringen, um dem Verletzten oder Opfer helfen zu können, dabei wenn möglich für die Rettungskräfte sichtbar bleiben
abschirmen und Erste-Hilfe-Maßnahmen durchführen
den Notruf 112 alarmieren, die Einsatzzentrale der Rettungskräfte, und die Anweisungen befolgen
Im Winter bleiben die Hinweise dieselben, mit einigen Besonderheiten je nach Wetterbedingungen.
Hört auf die Ratschläge von Fred Souchon, Rettungsgendarm beim Peloton de Gendarmerie de Haute Montagne (PGHM) in Chamonix:
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