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Bei funktionalen Langstreckenrennen, insbesondere bei Ultras, ermöglichen dir die Stöcke eine deutlich höhere Effizienz. Lass uns gemeinsam schauen, wie du den Einsatz deiner Stöcke beim Trail am besten nutzen kannst.

Bei anspruchsvollen Wettkämpfen, insbesondere auf Geländen mit vielen Höhenunterschieden (positiv oder negativ), werden dir Trailrunning-Stöcke sehr nützlich sein! Beim Aufstieg schonen sie die Beine, indem sie eine willkommene zusätzliche Stütze bieten, die mehr Kraft verleiht, wertvolle Energie spart, weniger ermüdet und damit ausdauernder macht. Beim Abstieg wirken sie als Bremsen und Stabilisatoren, reduzieren aber auch Stöße und Belastungen der Gelenke und entlasten die Oberschenkel erheblich. Auf steilem, unebenem oder hindernisreichem Gelände bieten sie große Unterstützung und verbessern das Gleichgewicht, indem sie den Läufer bei diesen funktionalen Passagen absichern. Zusammenfassend: Trailrunning-Stöcke sind wertvolle Begleiter bei langen und anspruchsvollen Rennen – für alle, die ihre Leistung und Ausdauer steigern möchten.
Achtung: Bevor du mit deinen Stöcken im Wettkampf loslegst, ist es wichtig, dich vorab gut zu trainieren – denn wenn du nicht daran gewöhnt bist, können Trail-Stöcke dich eher behindern und verlangsamen als dir helfen.
Stöcke beim Aufstieg einsetzen
Beim Aufstieg gibt es drei verschiedene funktionale Schubtechniken, die je nach Steigung und vor allem nach deinem Gefühl gewählt werden.
- Der Wechselschub: Bei mittleren Anstiegen, also bei einer Steigung zwischen 10 und 20 %, bewegt man sich im Wechselschritt vorwärts (rechter Arm / linkes Bein, linker Arm / rechtes Bein), wobei die Stöcke nach hinten geneigt werden – das heißt, der Griff wird vor der Spitze eingesetzt, da der Stock sonst bremst. In diesem Fall helfen die Stöcke, mehr Kraft und Rhythmus zu gewinnen, sie bieten ein gutes Körpergleichgewicht und unterstützen vor allem einen flüssigen und dynamischen Schritt mit einer kraftvollen Bewegung. Du wirst schnell gehen und ein hohes Schritttempo halten.
- Der simultane Schub: Wenn die Steigung wirklich steil ist (mehr als 20 %), kannst du deine Stöcke gleichzeitig vor dir einsetzen, um einen kräftigen Impuls zu erzeugen und dich „in einem Zug hochzuziehen". Setze beide Stöcke gleichzeitig und stemme dich mit der Kraft der Arme hoch, während du mehrere schnelle kleine Schritte während des Schubs machst. Indem du beide Stöcke gleichzeitig einsetzt, verdoppelst du deine Kraft durch den Doppelschub.
- Der gemischte Schub: Wenn die Steigung eher sanft ist, kannst du mit oder ohne Stöcke laufen. Achtung: Mit Stöcken zu laufen ist nicht einfach und erfordert viel Training. Du kannst deine Stöcke abwechselnd mit einigen Millisekunden Abstand zwischen den Stöcken einsetzen – das ist mit dem bloßen Auge kaum erkennbar, da natürlich alles beschleunigt ist. Oder wenn du dich schonen möchtest, kannst du deine Stöcke immer abwechselnd setzen, mehr oder weniger alle drei Schritte.
Stöcke beim Abstieg einsetzen
Beim Abstieg entlasten die Stöcke die Oberschenkel und Knie erheblich. Sie bieten mehr Balance (besonders bei glattem oder steilem Gelände) und helfen dem Läufer, über Hindernisse zu springen oder Elemente leichter zu überqueren. Achte jedoch darauf, deine Stöcke nicht in Hindernissen wie Felsen zu verklemmen, da du sonst stürzen könntest. Stell außerdem sicher, dass deine Stöcke stabil genug sind, um das höhere Gewicht im Vergleich zum Aufstieg zu tragen – und stütze dich nicht zu sehr darauf, um das Bruchrisiko zu verringern.
Wenn die Höhe deiner Stöcke (einfach und schnell) verstellbar ist, kannst du sie leicht erhöhen, bevor du dich in einen langen Abstieg stürzt.
Wenn du deine Stöcke nicht benutzt
Es wird Passagen und Momente im Rennen geben, in denen du deine Stöcke nicht benutzt. Du kannst sie ruhig ausgefahren in der Hand halten, aber achte in diesem Fall darauf, sie mit der Spitze nach vorne zu halten! Ein Unfall passiert schnell! Denk an die Läufer hinter dir, besonders zu Beginn des Rennens, die du nicht siehst.
Wenn du gefaltete Mehrsegment-Stöcke hast, kannst du sie zusammengefaltet in der Hand halten, in deinen Trail-Rucksack verstauen oder an deinem Gürtel befestigen.
Was den Einsatz von Stöcken beim Trail betrifft, gibt es absolut kein Geheimnis: Du musst einfach ausreichend trainieren. Also, auf geht's!