Du träumst von fernen und exotischen Trekking-Abenteuern, willst diesen Sommer aber nicht ins Ausland? Frankreich steckt voller Routen, um der Natur nah zu sein! Über die bekannten großen Fernwanderwege wie den GR20 hinaus lassen sich auch sehr originelle Mini-Treks von 3–4 Tagen bis zu einer Woche zusammenstellen. Hier sind einige Vorschläge für Orte und Regionen, die es zu entdecken gilt – ganz ohne Auslandsreise!
Die Umrundung des Lac d'Annecy über die Gipfel
Hier ist eine Route auf Almterrassen, bei der das Auge sowohl das Juwel des Lac d'Annecy als auch herrliche Gipfel über 4000 Meter genießen kann.
Für diesen Trek ab Annecy (mit Ankunft in Menthon-Saint-Bernard, von wo ein Bus zurück nach Annecy fährt) sollte man etwa eine knappe Woche einplanen.
Es gibt mehrere Varianten dieser Seerunde, die einfachste lautet: Annecy – Massif du Semnoz (Refuge du Semnoz) – Col de Leschaux – Col du Solier – Refuge du Roc des Boeufs – Col de la Bornette – Blanc Plat – Refuge de la Combe – Col de la Forclaz – Pré Vérel – Sommet de la Tournette – Chalets d'Aulps – Lanfonnais – Col de Bluffy – Menthon-Saint-Bernard.
Dieser Mini-Trek ist anspruchsvoll, ohne zu sehr ins Technische zu gehen – der Aufwand lohnt sich jedoch, denn die Region ist von außerordentlicher Schönheit und dabei sehr zugänglich.
Die Umrundung des Mont Viso im Queyras
Der Mont Viso, der auf 3841 Meter aufragt, ist einer der ikonischen Gipfel auf der italienischen Seite der Alpen. Genau an der Grenze zwischen Frankreich und Italien lässt sich eine sehr attraktive Runde für eine etwa 6-tägige Umrundung abstecken. Spektakuläre Felslandschaften und traumhafte Bergseen werden deine Tour bereichern! Zudem bieten zahlreiche Pfade viele Varianten und Optionen in dieser Region, die sich hervorragend für Reisen zu Fuß eignet.
Eine mögliche Routenidee: Start in L'Echalp, Umrundung des Viso über die Hütten Jervis, Granero, Viso, Quintino Sella, Valente und schließlich Agnel. Die Vielzahl an Hütten entlang der Route ermöglicht es, die Etappen flexibel an das eigene Niveau oder den Wunsch anzupassen, mehr Zeit in der Region zu verbringen.
Die Tour der Fiz-Kette
Diese Kette beeindruckender Gipfel liegt nur wenige Kilometer vom Massif du Mont-Blanc entfernt. Hier warten schöne Felsnadeln und das Désert de Platé – ein prächtiger, abgeschiedener und wenig besuchter Ort.
Für eine 3- bis 4-tägige Runde kann man von Sixt-Fer-à-Cheval aufbrechen, dann über die Refuge de la Sales, den Col de Portette, die Refuge de Platé, weiter zur Tête de Lindars und zu den schönen Schornsteinen von Monthieu, bevor man in der Refuge de Varan Rast macht und schließlich die Tête Pelouse entdeckt. Natürlich gibt es auch Möglichkeiten für längere Touren – aber schon diese Route gibt einen schönen Eindruck von der noch wenig bekannten Fiz-Kette.
Das Massif des Grandes Rousses
Von Chamrousse aus ist die Entdeckung der Grandes Rousses ein echtes Wandervergnügen – mit grünen Hochplateaus und spektakulären Passagen. Dieser Mini-Trek von rund 6 bis 7 Tagen basiert hauptsächlich auf dem GR 549, bietet aber zahlreiche mögliche Varianten.
Ein Vorschlag für eine Route: Chamrousse – Refuge Jean Collet – Lacs Robert über den Col de la Pra – Rivier d'Allemond – Les Roncières über den Col de la Mine de Fer – Pas de la Coche – Gîtes de Pourchery oder de l'Enversin-d'Oz – Refuge de la Fare (2 300 m) über den Plan du Cerf und den Lac Carrelet – Lac du Milieu – La Grave.
Es gibt viele Möglichkeiten in diesem Massiv, und egal für welche Route du dich entscheidest – eine sportliche Woche voller Staunen ist dir gewiss!
Die Tour des Pic Carlit
Der Pic Carlit ist der höchste Punkt der Pyrénées-Orientales und bietet in der Umgebung Pfade, die es ermöglichen, die Region in 4 Tagen zu erkunden.
Dafür kann man von Latour-de-Carol aufbrechen und über die Refuge und den Lac des Bouillouses wandern. Wer mag, kann auch bis zu den Hütten Camporelle oder des Bésines vorstoßen. Die Besteigung des Carlit ist natürlich ein Highlight für einen Tag unterwegs: Der Ausblick ist schlichtweg grandios. Darüber hinaus garantiert die Region im Sommer viel Sonnenschein sowie nahegelegene Strände zum Entspannen nach mehreren Wandertagen!
Entdeckung des Mont Lozère!
Der Mont Lozère erhebt sich auf 1 699 Meter über die Region der Grands Causses und der Cevennen. Zwischen Landschaften, die dem Massif Central würdig sind, und südlichen Einflüssen bietet er ein großartiges Spielfeld für Wanderer, die weite Räume lieben!
Für eine rund 4-tägige Entdeckungstour kann man von Florac aufbrechen und dem Weg vom Signal des Laubies zum Pic de Cassini folgen, vorbei am Col de Finiels direkt am Gipfel des Mont Lozère. Das Wetter ist in der Region gelegentlich launisch, entsprechende Kleidung sollte eingeplant werden. Im Sommer dürfte die Tour jedoch idyllisch werden: zwischen kleinen Weilern, Granitchaos und Hochalm-Weiden.

Egal wohin es geht – diesen Sommer gibt es jede Menge Möglichkeiten, in Frankreich abzuschalten und wilde Ecken für mehrtägige Wanderungen zu entdecken. Das Wichtigste ist, sich vorher richtig vorzubereiten und sich je nach besuchter Region entsprechend auszurüsten. Die
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