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Eine IGN-Karte lesen: Leitfaden zur Orientierung im Gebirge

25 Mar. 2025

Lire une carte IGN : guide pour maîtriser l'orientation en montagne

Eine IGN-Karte zu lesen mag anfangs komplex erscheinen, aber mit etwas Übung und Praxis wirst du schnell sicher damit umgehen. Orientierungspunkte zu verstehen und zu wissen, wie man sie zur Orientierung nutzt, ist essenziell – besonders wenn du wenig bekannte Regionen erkundest. Hier sind einige wichtige Tipps, um das Lesen einer IGN-Karte zu erlernen, wichtige Informationen zu lokalisieren und dich im Gelände einfach zu orientieren.

Der Maßstab der IGN-Karte

Jede IGN-Karte wird von einem Maßstab begleitet, der das Verhältnis zwischen den Entfernungen auf der Karte und denen in der Realität darstellt. Zum Beispiel bedeutet ein Maßstab von 1:25.000, dass ein Zentimeter auf der Karte 250 Metern in der Realität entspricht. Die für das Wandern verwendeten IGN-Karten, wie jene der Serie Top 25, haben den Maßstab 1:25.000. Das bedeutet, dass 1 cm auf der Karte 250 Meter im Gelände entspricht, was dir eine genaue Messung der Entfernungen ermöglicht.

Das Beherrschen des Maßstabs ist grundlegend, um die Entfernungen bei deinen Wanderungen korrekt einschätzen zu können. Es hilft dir, deine Routen besser zu planen und die Zeit abzuschätzen, die du benötigst, um eine bestimmte Zone zu durchqueren.

Ein Mann liest eine Karte zur Orientierung mitten in der Natur

Eine IGN-Karte ausrichten

Ein Mann wandert in der Natur und orientiert sich mit einer Karte

IGN-Karten sind immer nach Norden ausgerichtet. Das bedeutet, dass der geografische Norden oben auf der Karte liegt, wenn du sie richtig hältst. Es ist jedoch wichtig zu wissen, dass der auf der Karte angegebene Norden der geografische Norden ist, der leicht vom magnetischen Norden (angezeigt durch einen Kompass) abweichen kann. Dieser Unterschied, die sogenannte magnetische Deklination, ist in der Regel gering, aber er ist wichtig, wenn du auf langen Strecken oder in der Nähe der Pole reist. Diese Information ist auf einem Diagramm neben der Kartenlegende angegeben.

Straßen, Pisten, Wege und markierte Routen erkennen

IGN-Karten sind mit nützlichen Informationen gefüllt, die dir bei der Orientierung helfen – darunter die verschiedenen Arten von Straßen, Wegen und anderen Routen. So erkennst du sie:

  • Hauptstraßen: Sie werden durch farbige durchgehende Linien dargestellt. Ihre Stärke variiert je nach Größe der Straße: Eine Autobahn ist am breitesten und eine kleine Gemeindestraße schmaler.
  • Fahrbare Pisten: Diese mit Fahrzeugen befahrbaren Pisten sind durch zwei gestrichelte Linien gekennzeichnet.
  • Wege: Wege sind in der Regel durch gestrichelte schwarze Linien dargestellt. Du findest auch markierte Routen wie Fernwanderwege (GR) oder kleine lokale Pfade, die durch rosa Linien gekennzeichnet sind. Der GR ist dicker als die anderen markierten Wege.

Diese Symbole ermöglichen es dir, auf der Karte einfach zu navigieren und die am besten geeigneten Wege für deine Aktivität zu finden, sei es Wandern, Trailrunning oder sogar Skibergsteigen.

Eine IGN-Karte lesen

Wie man Höhenlinien auf einer IGN-Karte liest

Höhenlinien zeigen die Höhenvariationen auf der Karte an. Sie werden in Hellbraun dargestellt. Jede Linie verbindet Punkte gleicher Höhe. Der Abstand zwischen zwei Höhenlinien beträgt in der Regel 10 Meter im Gebirge und 20 Meter im Flachland.

Anhand des Abstands der Höhenlinien kannst du leicht das Gefälle des Geländes bestimmen. Wenn die Linien weit auseinanderliegen, bedeutet das, dass das Gelände relativ flach ist. Sehr eng beieinanderliegende Linien hingegen deuten auf ein steileres Gefälle hin. Diese Informationen sind entscheidend, um die Schwierigkeit des Geländes einzuschätzen und Aufstiege sicher zu planen.

Die weiteren Elemente der Legende zum Lesen einer IGN-Karte

Die Legende einer IGN-Karte liefert wichtige Informationen zum besseren Verständnis der verschiedenen Geländeelemente:

  • Wasser: Flüsse und Seen sind in Blau eingezeichnet. Gletscher im Hochgebirge werden ebenfalls in Blau mit Höhenlinien dargestellt.
  • Wälder: Wälder sind in Grün dargestellt, mit spezifischen Nuancen zur Unterscheidung der Vegetationstypen, wie Nadelbäume (Dreieckssymbol).
  • Unterkünfte und Hütten: Hütten werden durch ein kleines rosa Haus symbolisiert. Sie sind auch markiert, um anzuzeigen, ob sie bewirtschaftet sind oder nicht, anhand des Vorhandenseins einer Tür.
IGN-Karte

Das GPS-Gitter auf einer IGN-Karte nutzen

Neuere Karten sind häufig GPS-kompatibel. Sie enthalten ein Gitter, in der Regel mit einer Maschenweite von 1 km, mit Koordinaten am Rand. Dieses Gitter ermöglicht es dir, deine genaue Position auf der Karte zu bestimmen, selbst ohne GPS in der Hand.

Um das GPS-Gitter zu nutzen, musst du zunächst deine GPS-Koordinaten anzeigen. Eine Koordinate wie "30 T0695 420" gibt zum Beispiel an, dass du dich 420 Meter rechts des Referenzpunktes 695 auf der Karte befindest. So kannst du deine Position abschätzen, indem du eine vertikale und eine horizontale Linie auf der Karte einzeichnest, um deinen genauen Standort zu finden.

Einen Kompass zur Orientierung auf der Karte verwenden

Ein Kompass ist ein wertvolles Hilfsmittel zur Orientierung auf einer Karte. Um ihn zu verwenden, richtest du die Karte nach Norden aus und visierst dann einen markanten Orientierungspunkt (wie einen Gipfel oder eine Antenne) mit dem Kompass an. Danach kannst du eine Linie auf der Karte einzeichnen, um deine Position genau zu bestimmen.

Wenn du mehr Genauigkeit möchtest, kannst du die Triangulation mit dem Kompass verwenden, bei der du mehrere sichtbare Orientierungspunkte um dich herum nimmst, um deine genaue Position auf der Karte zu bestimmen.

Ein Wanderer holt seine IGN-Karte aus dem Rucksack

Wie macht man eine Triangulation mit Kompass?

Erstens: sich Zeit lassen. Eine gute Triangulation mit der Kompass erfordert etwas Aufmerksamkeit und Zeit. Sie ist nicht für Notsituationen geeignet, in denen Zeit drängt.

Zunächst muss man die Karte ausrichten. Sobald die Karte ausgerichtet ist, darf sie nicht mehr bewegt werden.
Dann sollte man sich die Zeit nehmen, die Landschaft zu beobachten und klar erkennbare Orientierungspunkte auszuwählen. Es braucht mindestens zwei, aber ein dritter sorgt für mehr Genauigkeit. Die Orientierungspunkte dürfen nicht in derselben Richtung liegen, da die Messung sonst ungenau und sehr unsicher wird. Wähle Orientierungspunkte, die weit genug voneinander entfernt sind.

Du kannst einen Kirchturm, einen Gipfel oder eine Bergspitze, einen Funkmast oder einen Wasserturm wählen. Man muss in der Lage sein, diese Punkte auch auf der Karte zu finden, ohne sich zu irren. Zum Beispiel einen Gipfel nicht mit einem anderen verwechseln.

Triangulation mit Kompass

Nimm dann eine Peilung zum ersten Orientierungspunkt vor: das heißt, ohne die Karte zu bewegen, aber indem du den Kompass auf den Punkt ausrichtest, nutze die gerade Kante des Kompasses als Unterlage und zeichne die Linie ein, die vom Orientierungspunkt ausgeht. Die Karte und die Magnetnadel des Kompasses bleiben selbstverständlich nach Norden ausgerichtet.

Führe dann denselben Vorgang durch, indem du auf den zweiten Orientierungspunkt und anschließend eventuell auf den dritten visierst. Verlängere danach die auf deiner Karte skizzierten Linien. Der Punkt oder die Zone, an dem sich diese Linien schneiden, ist der Ort, an dem du dich befindest!

Zögere nicht, dies in einer bekannten Zone zu üben. Man sollte nicht warten, bis man sich in einer kritischen Situation befindet, um diese Übung zu testen. Du kannst es sogar von deiner Wohnung oder dem Garten deines Hauses aus machen oder bei einer Wanderung, die du oft unternimmst.

F.A.Q

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