Für welchen Trailrunning-Lauf du dich auch entscheidest: Eine Jacke wirst du wahrscheinlich brauchen. Selbst wenn du sie während des Wettkampfs nicht trägst, kann sie dir beim Aufwärmen dienen und sollte bei schlechtem Wetter griffbereit sein. Die Trailrunning-Jacke ist deshalb eine wichtige Wahl: Sie muss dich zuverlässig schützen, ohne deinen natürlichen Laufstil einzuschränken.
Trail-Jacke: die verschiedenen Jackentypen im Überblick
Im Grunde gibt es so viele Jacken für den Trail wie Wetterbedingungen. Das mag zugespitzt klingen, trifft den Kern der Sache aber ziemlich genau. Es liegt an dir, anhand der Wettervorhersage für den jeweiligen Tag und des Terrains (welche Region, welche Jahreszeit und welche Höhenlage) zu entscheiden, welche Trail-Jacke du in deinen Rucksack packst. Tatsächlich solltest du dir eine Auswahl an Jacken zulegen, um für jede Wetterlage gerüstet zu sein.
Wenn du das ganze Jahr über und in unterschiedlichsten Regionen Trailrunning betreibst, brauchst du die komplette Ausrüstung. Passe die Auswahl an deine Läufe an. Läufst du beispielsweise nur in niedriger Höhe und bei mildem Klima, kannst du auf eine sehr warme Jacke verzichten. Auf die winddichte Jacke und die wasserdichte Jacke solltest du dagegen kaum verzichten.
Trailrunning-Jacke: die winddichte Jacke
Diese Jacke packst du vermutlich vorsichtshalber in deinen Rucksack. Selbst wenn gutes Wetter angesagt ist, kann dich in der Höhe ein kühler Windstoß oder auch ein kurzer Regenschauer überraschen. Bei einem leichten Schauer kann dich die winddichte Jacke schützen. Auch beim Aufwärmen oder nach dem Trailrunning ist sie praktisch, damit du nicht zu sehr auskühlst.
Wähle sie besonders leicht und kompakt verstaubar. So hast du sie immer griffbereit und kannst sie problemlos im Rucksack verstauen. Reflektierende Details können dir bei Dämmerung zusätzliche Sicherheit bieten. Für den Nässeschutz ist eine DWR-Behandlung (dauerhaft wasserabweisend) wichtig. Sie soll je nach Regenintensität mindestens 30 Minuten bis 1 Stunde Schutz vor eindringender Nässe bieten.

Trailrunning-Jacke: die wasserdichte Jacke
Wenn Regen angesagt ist, solltest du eine wasserdichte Jacke mitnehmen. Wichtig ist dabei eine gute wasserdichte Jacke. Wenn du stundenlang läufst und der Regen bis an den Körper dringt, ist das nicht nur unangenehm: Du kühlst aus, deine Muskeln arbeiten weniger effizient und das Verletzungsrisiko steigt. Wähle eine Jacke mit einer Wassersäule von 10 000 mm Schmerber. Sie bietet wirksamen Schutz bei starkem, anhaltendem Regen.
Ideal ist eine Jacke, die Wasserdichtigkeit und Atmungsaktivität verbindet und dir gute Bewegungsfreiheit bietet. Ihr Gewebe sollte eine leichte, elastische Membran mit feinen Poren haben, die Luft besser durchlassen und zugleich widerstandsfähiger sind.
Trail-Jacke: die warme Jacke
Für kältere Phasen oder Wettkämpfe in großer Höhe solltest du eine Jacke gegen Kälte einplanen. Wähle sie sorgfältig: Sie muss dich wirksam schützen, ohne deine Anstrengung oder dein Vorankommen zu behindern. Achte auf eine Jacke, die dir Bewegungsfreiheit lässt und dich nicht einengt.
Zweiter entscheidender Punkt: die Atmungsaktivität. Sie ist essenziell, denn auch bei Kälte kommst du beim Laufen ins Schwitzen und dir wird warm. Wenn deine Jacke die Körperwärme und den Schweiß nicht nach außen entweichen lässt, entsteht schnell ein extrem unangenehmer Sauna-Effekt.

Wichtig ist die Wahl einer Jacke, die diese verschiedenen Eigenschaften vereint und gleichzeitig über Stretch-Gewebe verfügt. Vernachlässige auch nicht die Strapazierfähigkeit des Materials. Der Trail führt dich oft mitten in die Natur und deine Jacke muss Felskontakt sowie dem Scheuern an Ästen oder dichter Vegetation standhalten können.
Plane daher verschiedene Modelle ein, lege sie vor dem Trail ins Auto und wähle die passende Jacke je nach den aktuellen Bedingungen aus. Verzichte keinesfalls darauf, eine Jacke mitzunehmen – das wäre in jedem Fall ein fataler Fehler. Die meisten leichten Jacken wiegen heute fast nichts mehr und lassen sich mühelos in jedes Gelände mitnehmen!