
Die ökologischen Auswirkungen von Textilien und Plastik
Textilverschwendung
Jedes Jahr steigt die Zahl der weltweit produzierten Kleidungsstücke weiter an – insbesondere getrieben durch das Wachstum der Fast-Fashion. Die Produktionsphase ist hochgradig umweltbelastend und verursacht nicht weniger als 2 % der weltweiten Treibhausgasemissionen. Der übermäßige Textilkonsum führt zudem zu enormen Abfallmengen.
Die Umweltverschmutzung durch Plastik
Im Jahr 2020 wurden weltweit mehr als 367 Millionen Tonnen Plastik produziert. Eine alarmierende Zahl, wenn man bedenkt, dass der Großteil davon letztlich in den Ozeanen landet. Dennoch steigt die Plastikproduktion kontinuierlich an, da es massenhaft zur Herstellung von synthetischen Fasern wie Polyester verwendet wird. Laut der Organisation Textile Exchange machte dieser im Jahr 2020 rund 52 % der weltweiten Bekleidungsproduktion aus.
Die Herstellung von Kleidung aus recyceltem Plastik
Um weiterhin Kleidung zu produzieren und gleichzeitig die Umweltbelastung zu senken, hat sich das Recycling als echte Lösung etabliert. Am einfachsten zu recyceln ist dabei PET (Polyethylenterephthalat). Es wird überwiegend für Wasserflaschen verwendet, gesammelt, gereinigt, zerkleinert und zu Flocken verarbeitet. Diese werden anschließend zu Granulat geschmolzen und wie Wolle versponnen. Das Endprodukt namens rPET dient schließlich der Herstellung von Stoffen.

©Cyrille Quintard
Die Vorteile von Kleidung aus recyceltem Kunststoff
Die Vorteile von recyceltem Polyester
Die Herstellung von recyceltem Polyester ermöglicht es, die Umweltbelastung erheblich zu reduzieren. Ein zweites Leben für Plastik schont nicht nur natürliche Ressourcen und fossile Energien, sondern wirkt auch der Verschmutzung von Böden, Ozeanen und der Atmosphäre entgegen. Recycelter Polyester verhindert, dass Plastik unter CO2-Ausstoß verbrannt wird oder in den Mägen von Walen landet. Zudem entstehen bei der Produktion 40 % weniger Treibhausgase als bei neu hergestelltem Polyester.
Die Eigenschaften von Kleidung aus recyceltem Kunststoff
Kleidung aus rPET-Kunststoff besitzt exakt die gleichen Eigenschaften wie solche aus klassischem Polyester. Sie ist genauso widerstandsfähig, leicht, komfortabel und wirtschaftlich wie herkömmliche Textilien, verursacht dabei aber deutlich weniger Umweltbelastung. Sie eignet sich sowohl für den Alltag als auch für den Sport. Der Kauf von Kleidung aus recyceltem Kunststoff bedeutet somit eine Investition in hochwertige Funktionstextilien bei gleichzeitig besserem ökologischem Gewissen.
Recycelte Fasern im Dienste der Textilindustrie
Heute beginnt die Textilindustrie, ökologische Verantwortung zu übernehmen. Für Cimalp ist die ökologische Wende ein zentrales Anliegen. Das französische Unternehmen aus dem Département Drôme bietet umweltgerecht entwickelte Bekleidung aus schadstofffreien Stoffen (PFC-frei) an. Weitere Produkte sind durch REPREVE zertifiziert, was den Einsatz von 100 % recycelten Fasern garantiert. Zudem wurde die synthetische Daune CIMALOFT® entwickelt, die zu 37 % aus Maisfasern und zu 63 % aus recyceltem Polyester besteht. Ein starkes Engagement, das Naturliebhabern besonders am Herzen liegt.
Seit der Pandemie ist weltweit ein echtes Umweltbewusstsein erwacht. Eine nachhaltigere Modeindustrie zeichnet sich ab – etwa durch den gezielten Ausbau der Produktion von Kleidung aus recyceltem Plastik, die deutlich umweltfreundlicher ist.