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Hautreizungen sind der Albtraum jedes Trailrunners. Während eines Rennens können Reibung, Schweiß oder ungeeignetes Equipment Scheuerstellen verursachen. Bestimmte Körperstellen wie der Bereich zwischen den Oberschenkeln, die Brustwarzen oder die Achseln sind beim Trailrunning besonders anfällig für Reizungen. Es ist jedoch möglich, ihnen vorzubeugen.
Warum begünstigt Trailrunning Hautreizungen?
Mehrere Faktoren sind für Reizungen beim Trailrunning verantwortlich. Feuchtigkeit (Schweiß oder Regen) macht die Haut anfälliger. Beim Trocknen hinterlässt der Schweiß Salzkristalle mit abrasiver Wirkung. Schließlich erzeugen wiederholte Bewegungen und anhaltende Reibung permanente Mikrotraumata. Zusammen vervielfachen diese drei Faktoren das Reizungsrisiko.
Es gibt zwei Arten von Reizungen, die beim Trailrunning oft gemeinsam auftreten. Die häufigste ist die mechanische Reizung. Sie wird durch wiederholte Reibung der Haut oder der Textilien verursacht. Sie beginnt mit einer Erwärmung, die sich zu einer Rötung oder oberflächlichen Verbrennung entwickelt.
Die zweite ist die chemische Reizung. Diesmal sind Reizstoffe verantwortlich. Das Salz des Schweißes trocknet die Haut aus und greift sie an, während Bakterien, die sich bei Feuchtigkeit vermehren, die Entzündung verstärken. Die Haut wird dann sehr empfindlich.

Welche Maßnahmen helfen, Hautreizungen beim Trailrunning vorzubeugen?
Die chemische Barriere
Die Verwendung von Antireib-Creme oder Vaseline ist bei Langdistanz-Trails oder in feuchten Bedingungen fast unverzichtbar. Vor dem Rennen auftragen auf die empfindlichen Stellen. Du kannst sie auf die Achseln, Oberschenkel, Füße, Leistenfalten oder den Schritt auftragen.
Anti-Reibungs-Creme und Vaseline bilden eine Schutzbarriere zwischen Haut und Kleidung. Sie reduzieren Reibung, begrenzen den abrasiven Effekt des Salzes und verhindern sogar die Entstehung von Blasen beim Trailrunning.
Die Wahl des Textils
Trailrunning-Kleidung muss technisch, leicht und atmungsaktiv sein, um Reibung zu minimieren. Cimalp bietet zum Beispiel Trail-T-Shirts oder Trail-Shorts an, die aus hydrophoben Fasern gefertigt sind. Materialien wie Polyester oder Polyamid sind bekannt dafür, Schweiß gut abzuleiten und Feuchtigkeit zu reduzieren.
Auch Flachnähte (Flatlock) helfen, Reibungszonen zu minimieren. Es empfiehlt sich, bei allen Kleidungsstücken mit Hautkontakt auf Flachnähte zu setzen. Ein Detail, das beim Auswählen der Trail-shorts, des t-shirts oder der Unterwäsche nicht vernachlässigt werden sollte.

Die funktionale Unterwäsche
Viele Trailrunner stehen mit der Kombination aus Boxershorts und Tights an der Startlinie. Das ist tatsächlich ein sehr guter Trick, um Oberschenkelreizungen zu vermeiden. Trail-Boxershorts und -Slips sind atmungsaktiv und leiten Schweiß ab. Die Tights reduzieren Reibung zwischen den Oberschenkeln. Zusammen begrenzen sie sowohl Feuchtigkeit als auch Haut-an-Haut-Kontakt – besonders gefürchtet bei langen Läufen.
Der Schutz empfindlicher Stellen
Empfindliche Stellen lassen sich leicht durch spezielle Pflaster (blasenvorbeugende Art) oder Klebeband (Taping) schützen. Bei langen oder anspruchsvollen Trails solltest du sie vor dem Start auf die Brustwarzen, Füße oder Leistenfalten kleben. So vermeidest du ganz einfach die reibungsbedingten Reizungen.
Welche Fehler sollte man vermeiden?
Es gibt mehrere Fehler, die man vermeiden sollte, um das Risiko von Hautreizungen beim Trailrunning zu minimieren. Zunächst das Tragen von Baumwolle, die Feuchtigkeit speichert und sehr langsam trocknet. Wer Kleidung aus Baumwolle trägt, riskiert, in Feuchtigkeit zu maceieren und stärkeren Reibungen ausgesetzt zu sein.
Mit neuer Ausrüstung an einem Rennen teilzunehmen ist eine sehr schlechte Idee. Neue Kleidung, Schuhe oder Rucksäcke sind noch nicht an deine Körperform angepasst und können Reibungsstellen erzeugen. Du solltest deine Ausrüstung daher vorab testen.

Im gleichen Sinne kann ein schlecht sitzender Rucksack verrutschen und Reizungen an den Schultern, Schlüsselbeinen oder dem unteren Rücken verursachen. Zu eng geschnallt komprimiert er den Körper. Zu locker geschnallt erzeugt er unerwünschte Bewegungen. Er muss daher perfekt angepasst und bequem sein.
Der häufigste Fehler ist, ein kleines Unbehagen zu ignorieren. Dieses kann sich jedoch in eine Verbrennung oder eine Blase verwandeln. Bei Beschwerden sofort handeln. Passe deine Kleidung oder Ausrüstung an oder trage etwas Creme auf. Ein kurzer Stopp, der dir wertvolle Minuten einsparen kann.
Hautreizungen beim Trailrunning sind oft auf einfache Fehler zurückzuführen. Damit du entspannt auf die Trails gehen kannst, wähle die richtigen Textilien, schütze die empfindlichen Stellen deines Körpers und teste deine Ausrüstung gut im Voraus. So bist du sicher, unter den besten Bedingungen zu laufen.
Bildnachweis: Delphine Daniélou