Pog de Montségur © Le Dahu Ariégeois[/caption]
Die Ariégeois-Pyrenäen beherbergen mehrere Schlösser aus dem Mittelalter, in denen der Katharismus praktiziert wurde. Diese Lehre, die in der Mitte des XII.ten Jahrhunderts im Abendland aufkam, verkündet die Trennung von Materiellem und Geistigem. Diese Evangelisten stellten die christliche Religion in einer völlig neuen und leicht verständlichen Form dar. Nicht nur weil sie die Landessprache sprachen, sondern auch weil sie in romanischer Sprache schrieben. Dies ermöglichte es, die Religion dem Großteil des Volkes zugänglich zu machen, da zu jener Zeit alle religiösen Schriften auf Latein verfasst waren.
Diese Bewegung erlebte eine sehr starke Mobilisierung im Süden Frankreichs und insbesondere im mittelalterlichen Midi. Genau in den Ariégeois-Pyrenäen nehme ich euch mit auf diese Familienwanderungen. In Form einer Schatzsuche für Groß und Klein macht ihr euch auf die Suche nach dem Schatz der Katharer. Ihr werdet einen geselligen Moment mit okzitanischem Klang erleben – mit einem mittelalterlichen Abend, der von echten Troubadouren gestaltet wird!
Das Geheimnis der Katharer
Die römische Kirche verurteilte die Katharer als Ketzer unter dem Vorwand, dass sie die Ideale Christi nicht respektierten. Im Jahr 1208 nahm der Papst die Angelegenheit des Midi in die Hand und rief einen heiligen Kreuzzug zur Ausrottung der Häretiker aus: „Im Namen Christi und des Glaubens! Tötet sie alle!".
Nach dem Fall von Carcassonne im August 1209 übernahm Simon de Montfort das Kommando über den Kreuzzug und machte daraus eine persönliche Angelegenheit. Die Grafen Raymond VI. von Toulouse und Raymond Roger de Foix stellten sich jedoch seiner Herrschaft entgegen. Daraufhin griff Simon de Montfort das Schloss von Foix an. Doch dieses war mit mächtigen Festungsmauern ausgestattet und widerstand der Invasion. Letztendlich gelang es Simon de Montfort trotz wechselnder Siege und Niederlagen nicht, den Katharismus zu überwinden…
Im Jahr 1232 richtete der Papst die Inquisition ein, um alle des Ketzertums verdächtigen Personen zu bestrafen. Darüber hinaus führten die Inquisitoren echte Verhöre unter Folter durch, um Geständnisse und Denunziationen zu erhalten. So brauchte es mehr als 200 Jahre, zwei Kreuzzüge und ein Inquisitionstribunal, um dem Katharismus endgültig ein Ende zu setzen.
Guillaume de Belibaste, der letzte verbrannte Katharer, sprach diese Worte: „In 700 Jahren wird der Katharismus aus meiner Asche wiedergeboren!". Heute tauchen die Narben der Vergangenheit wieder auf. Zwischen Überresten und Legenden ist die Geschichte lebendig…
Als Liebhaber des Gebirges und der Legenden meiner Heimat bin ich zum Spezialisten der Lokalgeschichte geworden, insbesondere was den Katharismus betrifft. Als Bergwanderführer teile ich diese Geschichten gerne beim Durchwandern der Pyrenäenpfade. Es war mir wichtig, das Label „Outdoor qualité Ariège Pyrénées" zu erhalten, das meine Qualitätsarbeit widerspiegelt, damit eure Wanderung unvergesslich wird.
Das Licht der Katharer (Schatzsuche)
Für diese erste 3-stündige Wanderung taucht ihr mitten ins Mittelalter ein!
Die von den Kreuzzügen und der Inquisition gejagten und massakrierten Katharer flüchteten auf den Pog von Montségur unter den Schutz der Faydit-Ritter (Ritter, denen ihr Besitz entzogen worden war). Anfang März 1244, vor der Kapitulation der Katharer und bevor die 200 Häretiker auf einem Scheiterhaufen verbrannt wurden, ermöglichte eine Flucht es, ihren Schatz zu verstecken. Doch was ist dieser Schatz? Er wurde nie gefunden – wagt das Abenteuer!
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Schatzsuche © Le Dahu Ariégeois[/caption]
In den Überresten eines Schlosses aus jener Epoche macht ihr euch mit einem GPS auf eine Schnitzeljagd. In Form eines Duells zwischen zwei Teams findet und entschlüsselt ihr die Rätsel vor den anderen, um die richtigen Schlüssel zum Schatz zu finden!
Bei dieser Gelegenheit lernt ihr, ein GPS zu benutzen, und es ist mir ein großes Vergnügen, dieses Spiel zu leiten und all mein Wissen einzubringen.
Die Troubadour-Wanderung in den Ariégeois-Pyrenäen
Um die Troubadoure zu treffen, müssen wir 4 Stunden auf den Kämmen des Prat d'Albis wandern, die eine beeindruckende Landschaft bieten. Unter dem durchdringenden Blick des Geiers und des Bartgeiers begegnet ihr der typischen Ariégeois-Viehwirtschaft. Die Gasconne, das Tarasconner Schaf und das majestätische Mérens-Pferd. Gönnt euch eine Pause, um Bergblumen zu riechen wie das Stern-Narzisse, die Glockenblume oder den Sauerklee.
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Pierrade im Herzen der Ariégeois-Pyrenäen © Le Dahu Ariégeois[/caption]
Dann lade ich euch mitten in einer Hochalm-Estive ein, in garantiert bergiger Atmosphäre zu biwakieren! Wir genießen gute regionale Produkte auf einer authentischen Pierrade.
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Troubadour beim Spielen der Chevrette de Puivert © Le Dahu Ariégeois[/caption]
Liebhaber und Neugierige traditioneller Musik sind willkommen bei dieser Wanderung in okzitanischen und Ariégeois-Farben. Im Rahmen eines musikalischen Abends, der von einer Gruppe von Troubadouren gestaltet wird, werden traditionelle Musikstücke und Lieder dargeboten. Zu jener Zeit zogen diese Persönlichkeiten von Schloss zu Schloss und spielten ihre melodischen Kompositionen, die die Liebe und die Natur feierten. Oft begleitet von Jongleuren und Feuerspuckern boten die Troubadoure wahre Musik- und Dichtungsschauspiele.
An diesem Abend könnt ihr authentische Instrumente entdecken, die maßgefertigt nachgebaut wurden, wie die Dreilochflöte, das Ttun Ttun (Saitentambourin) oder die Chevrette de Puivert. Dieses letztgenannte Instrument existiert übrigens weltweit nur in zwei Exemplaren. Mein Troubadour-Freund hat selbst eine identische Nachbildung angefertigt. Probiert euch an diesen uralten Instrumenten aus!
Macht einen Sprung in die Vergangenheit und kehrt in die Zeit des Mittelalters zurück, in der okzitanische Musik durch die Berge hallt. Zögert nicht, mich über meine Website zu kontaktieren, für alle weiteren Informationen und um eure nächste Wanderung zu buchen!
Bis bald, Denis Wohmann
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