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Nachts laufen: die Sicherheitsregeln

Nachts laufen: die Sicherheitsregeln

05 Feb. 2017

Courir de nuit : les règles de sécurité
Nachts laufen ist ein wachsender Trend und sehr beliebt. Manche tun es aus Freude, andere weil sie tagsüber keine Zeit zum Laufen haben. Und manche auch, um sich auf spezifische Wettkämpfe vorzubereiten. Egal aus welchen Gründen du nachts läufst – es ist unerlässlich, einige Regeln zu beachten, um Gefahren und mögliche Fallstricke zu vermeiden. Hier sind einige Regeln, die du einhalten solltest, damit das Laufen in der Nacht ein Vergnügen bleibt!

Sichtbar sein beim Nachtlauf

Nachts laufen"Es mag selbstverständlich klingen, aber man sieht noch zu viele Menschen, die nachts ohne Elemente hoher Sichtbarkeit laufen. Wähle zunächst Kleidung in leuchtenden Farben (Blau, Zitronengelb, rosa, Weiß…) und vermeide alle dunklen Farben und erst recht Schwarz. Du musst nicht von Kopf bis Fuß in Neongelb gekleidet sein. Aber es ist wichtig, zumindest einige Akzente zu setzen."

Du kannst auf deine Kleidung reflektierende Streifen anbringen, die sich zum Beispiel per Klettverschluss befestigen lassen. Du kannst auch eine leichte gelbe Neon-Jacke (eine Warnweste) anziehen, um gut sichtbar zu sein. Oder einfach gut sichtbare Running-Kleidung wählen. Du kannst dich auch mit Handschuhen mit hoher Sichtbarkeit oder einem Stirnband mit hoher Sichtbarkeit ausstatten. Ideal ist es, einige Highlights mit hoher Sichtbarkeit zu haben, um deine Silhouette abzuzeichnen und zum Beispiel das Auge eines Autofahrers auf dich zu lenken. Nachts laufen

Gut sehen beim Nachtlauf

Nachts laufenGenauso wichtig wie gesehen zu werden ist es, gut sehen zu können. Spare nicht an diesem Punkt und rüste dich mit einer guten, leistungsstarken Stirnlampe aus. Sie sorgt auch für deine Sichtbarkeit. Vor allem aber ist sie ein hervorragendes Hilfsmittel, um dich zu führen, Bodenhindernisse zu meiden, das Gelände und deine Umgebung einzuschätzen und Tiere zu verscheuchen! Manche Leute starten mit einer Taschenlampe in der Hand. Das ist zwar besser als nichts, aber nicht sehr effektiv. Dein Lichtstrahl bewegt sich im Rhythmus deiner Armbewegungen und das wird für dein Sehfeld unbequem sein. Außerdem wirst du auf Dauer beim Laufen behindert und aus dem Gleichgewicht gebracht. Ob bei einem Straßenlauf oder einem Trailrunning bei Nacht, ist die Stirnlampe, die du über einer Mütze oder einem Stirnband auf deiner Stirn trägst, wirklich ideal. Sie folgt deinem Blick, leuchtet weit und bietet dir das bestmögliche Sichtfeld.

Warm anziehen fürs Nachtlaufen

Unabhängig von der Jahreszeit gibt es nachts einen deutlichen Temperaturunterschied. Das Thermometer sinkt schnell. Das ist im Hochsommer weniger kritisch, wenn man etwas Kühle findet, aber auch Sommernächte können manchmal kalt sein. Plane auf jeden Fall geeignete Kleidung ein. Das reicht vom Thermounterwäsche bis zur winddichten Jacke. Entscheide dich dafür, dich angemessen zu bedecken, wenn du nach Sonnenuntergang laufen gehst. Das ist umso wichtiger, da du schwitzen wirst und es in einer kühlen Atmosphäre schwer haben wirst, die Feuchtigkeit abzuleiten. Wähle daher mehrere Kleidungsschichten für guten Schutz: eine warme und atmungsaktive Basisschicht, eine Wärmedämmschicht und eine weitere zum Schutz vor Wind und eventuellem Regen.

Wähle die richtige Strecke für das Laufen bei Nacht

Es ist wichtig, eine Strecke zu wählen, die du bereits tagsüber zurückgelegt hast. Bei Nacht verändern sich die Orientierungspunkte, und du kannst dich leicht verirren und die Orientierung verlieren. Wenn du eine Strecke kennst, kennst du auch die möglichen Fallen und zumindest die Schwierigkeiten. Informiere vor dem Start deine Nächsten über deine Route und die geschätzte Dauer. Starte nie ohne Handy. Tagsüber kann man es manchmal weglassen und trotzdem auf Leute treffen, wenn man sich verletzt. Aber nachts ist das deutlich unwahrscheinlicher! Beurteile auch die Gefahren einer Strecke. Ein und derselbe Ort birgt nachts ein anderes Gefahrenpotenzial als tagsüber. Ein Park, der dir tagsüber angenehm erscheint, kann nachts ganz anderen Aktivitäten dienen und für einen einzelnen Läufer potenziell gefährlich sein. Nachts laufen

Doppelte Aufmerksamkeit!

Auch wenn du alle Vorsichtsmaßnahmen getroffen hast – der Nachtlauf birgt größere Gefahren als der Tageslauf. Selbst gute Autofahrer können Schwierigkeiten haben, Abstände richtig einzuschätzen oder deine Bewegung zu beurteilen. Antizipiere daher und gehe nicht systematisch davon aus, dass du gesehen wirst. Tauche nicht unvermittelt vor Scheinwerfern auf, und auch wenn du etwas Zeit verlierst, plane an Kreuzungen und Einmündungen längere Wartezeiten ein. Achte schließlich auf Geräusche: Verzichte deshalb auf Kopfhörer mit Musik. Bleib aufmerksam gegenüber Geräuschen von Autos, Motorrädern, Fahrrädern und auch Fußgängern. Deine Wachsamkeit ist deine erste Sicherheitsgarantie, und du wirst eine Art zusätzlichen Sinn entwickeln, der dich vor jeder Gefahr warnt. Nachts laufen ist anders – manche mögen es, andere nicht. Aber wenn du dich für diese Art des Laufens entscheidest, wirst du auch Vorteile finden. Je nach Ort empfängt dich oft vollkommene Stille. Oder du fühlst dich mehr in Einklang mit der Natur (die Geräusche des Waldes bei Nacht). Wenn du vorsichtig und aufmerksam bist, wirst du ein anderes Vergnügen erleben als beim Tageslauf – und auch andere körperliche Empfindungen!

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