Ein langer Trek erfordert Organisation und eine gezielte Vorbereitung. Um mit einem Minimum an Kleidung ein Maximum an Funktionalität zu erzielen, setzt man am besten auf technische und vielseitige Bekleidung. Sie passt sich jeder Situation an – bei Sonnenschein ebenso wie bei Widrigkeiten wie Regen oder Wind. Entdecke, welche Wanderbekleidung du für einen langen Trek einpacken solltest.
Das Drei-Lagen-System für den Oberkörper
Wie bei einer Tagestour ist das Drei-Lagen-System auch beim Trekking dein bester Verbündeter. Es lässt sich flexibel an das Wetter anpassen; im Vergleich zu einer kurzen Wanderung ändert sich vor allem die Wahl der Materialien.
Der Base Layer transportiert Feuchtigkeit ab und reguliert die Körperwärme. Für mehrtägiges Wandern sind Kleidungsstücke aus Merinowolle die beste Wahl. Sie bietet den Vorteil eines hervorragenden Feuchtigkeitsmanagements und verhindert die Entstehung unangenehmer Gerüche. Du kannst sie daher problemlos mehrere Tage lang tragen.
Die Wahl der isolierenden zweiten Schicht hängt von deiner Umgebung und dem vorherrschenden Klima ab. Wir empfehlen je nach Temperatur ein unterschiedlich leichtes Fleece. Es spendet nahezu sofortige Wärme. Alternativ kannst du eine Daunenjacke wählen – ideal bei sehr niedrigen Temperaturen, jedoch bei intensiver Anstrengung weniger geeignet.
Bei deiner Jacke solltest du dich am besten für eine Hardshell entscheiden. Dank ihrer Membran, die sowohl wasserdicht als auch winddicht ist, bietet sie dir hervorragenden Schutz vor den Elementen. Die Softshell bietet zwar viele Vorteile, ist für einen langen Trek mit plötzlichen Regenschauern jedoch weniger ratsam. Auf mehrtägigen Touren – besonders im Gebirge – lässt sich das Wetter kaum zuverlässig vorhersagen. Mit einer Regenjacke bist du stets optimal geschützt.
Wanderhosen für einen langen Trek
Mehrere Wanderhosen mitzunehmen, ist bei einer mehrtägigen Wandertour absolut sinnvoll. Wir empfehlen dir, mindestens zwei Hosen einzupacken. Du kannst beispielsweise eine robuste, ausreichend warme Hose wählen und dazu eine leichtere mitnehmen, die sich etwa in Shorts verwandeln lässt. So bist du für alle Bedingungen gerüstet. Deine Wahl hängt natürlich von der Jahreszeit, dem Klima und dem Zielgebiet deiner Wanderung ab.
Die Hose muss mindestens drei Kriterien erfüllen: Robustheit, wasserabweisende Eigenschaften und Atmungsaktivität. Wenn dein Trek etwas funktionaler bzw. anspruchsvoller ist, sind Verstärkungen an bestimmten Stellen von Vorteil. Eine wasserabweisende Behandlung, um Feuchtigkeit zuverlässig standzuhalten, ist ebenfalls unerlässlich (wenn du mit schlechtem Wetter rechnest, kannst du zusätzlich immer noch eine Regen-Überhose einpacken). Belüftungsreißverschlüsse ermöglichen es dir schließlich, die Atmungsaktivität deiner Hose deutlich zu verbessern.
Beim Material empfehlen wir für einen langen Trek synthetische Fasern. Sie trocknen schneller, bieten eine höhere Dichtigkeit und schützen besser vor Kälte. Wenn du mehrere Tage unterwegs bist, ist es selbst im Sommer morgens oder abends oft kühl und feucht – eine passende Hose ist daher unverzichtbar. Behalte immer im Hinterkopf: Deine Trekkingkleidung muss möglichst vielseitig einsetzbar sein.
Fussschutz und unverzichtbares Zubehör
Spezielle Wandersocken sind dringend zu empfehlen, um optimal geschützt zu sein. Sie verhindern ein schlechtes Feuchtigkeitsmanagement und die Bildung von Blasen. Socken aus Baumwolle sind daher tabu. Bei deinen Wanderschuhen solltest du eher hohe Schuhe oder Mid-Cut-Modelle gegenüber Halbschuhen bevorzugen. Sie eignen sich besser für Situationen, in denen der Halt des Knöchels besonders wichtig ist (lange Treks, technisches Gelände, schwere Rucksäcke …).
Vergiss nicht, passende Accessoires mitzunehmen. Im Sommer oder wenn es warm ist, eignen sich ein Hut oder eine Kappe. Im Winter oder bei Kälte sind Mütze und Schlauchschal unverzichtbar. Nimm zum Schutz immer eine Sonnenbrille mit und setze im Hochgebirge auf Modelle mit seitlichen Schutzblenden.
Wanderbekleidung für einen langen Trek muss strapazierfähig, vielseitig und für jede Situation gerüstet sein. Neben der Kleidung, die du trägst, und Wechselkleidung kannst du ein spezielles Outfit für das Biwak mitnehmen. Wähle möglichst leichte Kleidung, um dich auf deiner gesamten Wandertour nicht unnötig zu belasten.