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Technische Wanderbekleidung: Was du wissen musst

Technische Wanderbekleidung: Was du wissen musst

06 Sep. 2022

Das Wandern erfordert das Tragen von geeigneter Kleidung für diese Aktivität. Heute wird Wanderkleidung aus Materialien entwickelt, die aus intelligenten Fasern bestehen und gleichzeitig guten Schutz, gute Atmungsaktivität und gutes Bewegungsmanagement bieten. Um den Überblick zu behalten, erklären wir dir alles, was du über funktionale Wanderkleidung wissen musst.

Wasserdichtigkeit und Widerstandsfähigkeit funktionaler Kleidungsstücke

Bevor du deine Wanderkleidung kaufst, solltest du mehrere Kriterien berücksichtigen, wie z. B. die Wasserdichtigkeit und Strapazierfähigkeit deiner Kleidungsstücke. Sie ermöglichen es dir, dich an alle Situationen anzupassen.

Heute ermöglichen Membranen wie Gore-Tex® mehreren Tagen Unwetter problemlos standzuhalten. Die Konstruktion ihrer Membran verhindert das Eindringen von Wasser, lässt jedoch Körperfeuchtigkeit nach außen entweichen. Diese Technik vereint Wasserdichtigkeit, Atmungsaktivität und winddichten Schutz.

Andere Kleidungsstücke sind mit einer wasserabweisenden Behandlung ausgestattet und eignen sich ideal für Aktivitäten bei schönem Wetter. Ihr Gewebe ist so konstruiert, dass Wasser daran abperlt. Sie halten leichtem Regen stand, haben jedoch ihre Grenzen und sind nicht für starke Regengüsse geeignet.

Atmungsaktivität und winddichter Effekt funktionaler Kleidungsstücke

Im Wind kann der Körper schnell auskühlen. Kleidung mit winddichtem Effekt verhindert den Verlust der vom Körper erzeugten Wärme. Ihre Membran macht sie gleichzeitig wasserdicht und winddicht. So ist man sowohl vor Wind als auch vor Regen optimal geschützt.

Je wasserdichter ein Kleidungsstück ist, desto weniger atmungsaktiv ist es. Es ist daher wichtig, einen Kompromiss zwischen beidem zu finden. Dazu lässt sich der Atmungsaktivitätsgrad des Gewebes mit zwei Messverfahren bestimmen:

  • Der MVTR oder Wasserdampfdurchlässigkeitswert: Dies ist die Menge Wasser (in Dampfform), die ein Gewebe in 24 Stunden durchlässt. Je höher der Wert, desto atmungsaktiver das Gewebe. Eine Jacke gilt ab einem MVTR von 10.000 als atmungsaktiv.
  • Der RET (Resistance Evaporative Transfert) misst den Widerstand, den ein Gewebe der Feuchtigkeitsabgabe entgegensetzt. Je niedriger der Wert, desto atmungsaktiver das Kleidungsstück. Ein RET unter 6 gilt als sehr atmungsaktiv; zwischen 6 und 12 als atmungsaktiv; zwischen 12 und 20 als wenig atmungsaktiv; über 20 als nicht atmungsaktiv.

Das Drei-Lagen-System

Beim Wandern verwendet man üblicherweise das Drei-Lagen-System. Die erste Schicht leitet Schweiß ab und hält trocken. Sie besteht in der Regel aus funktionaler Unterwäsche. Die zweite Schicht sorgt durch ein Fleece oder eine Daunenjacke für Wärme. Die dritte Schicht schützt schließlich vor den Elementen. Dafür verwendet man in der Regel eine wasserabweisende oder wasserdichte, winddichte Jacke.

Softshell-Jacken bilden eine Ausnahme beim Drei-Lagen-System. Ihre Technologie erlaubt es, sie sowohl als Zwischenschicht als auch als Außenschicht zu verwenden. Die Softshell hat viele Vorteile: Sie ist warm, winddicht, atmungsaktiver als klassische Außenschichten… Sie hält dank ihrer Wasserabweisung auch leichten Schauern stand, ist jedoch nicht wasserdicht.

Funktionale Kleidung zu wählen ermöglicht es dir, unter guten Bedingungen und sicher zu Wandern. Klima, Jahreszeit und Wetter sind wichtige Faktoren bei der Auswahl deiner Ausrüstung. Wer wandert, besonders in den Bergen, muss sich mit wasserdichter, atmungsaktiver, winddichter und auf die Aktivität abgestimmter Kleidung ausrüsten.

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