Wind kann beim Wandern schnell zum Sicherheitsrisiko werden, wenn die Ausrüstung nicht stimmt. Je stärker der Wind, desto höher der Chill-Faktor (Windchill-Effekt). Schon leichte Böen lassen die gefühlte Temperatur spürbar sinken. Moderne Wanderbekleidung ist daher standardmäßig mit winddichten Eigenschaften konstruiert, um die Körperkerntemperatur stabil zu halten. In diesem Artikel erfährst du alles über winddichte Bekleidung für das Wandern.
Schutzfunktion winddichter Bekleidung beim Wandern
Damit ein Textil winddicht funktioniert, benötigt es eine besonders dichte Webstruktur oder eine funktionelle Membran. Moderne Wanderbekleidung setzt auf hocheffiziente Membransysteme, die zuverlässig vor Windchill schützen. Im klassischen 3-Lagen-System übernimmt die äußere Schicht (Third Layer) diese winddichte Schutzfunktion und sollte daher sorgfältig gewählt werden.
Bei starkem Wind sind folgende Faktoren entscheidend:
- Schütze exponierte Körperpartien wie Kopf und Hände besonders sorgfältig, da hierüber die meiste Wärme verloren geht.
- Eine Mütze oder warme Kappe schützt den Kopf effektiv vor Kälte. Den besten Schutz bietet jedoch eine winddichte Kapuze an deiner Jacke. Empfehlenswert ist eine 3-Punkt-verstellbare Kapuze für optimalen Sitz.
- Achte darauf, die Abschlüsse an Ärmelbündchen und Saum sauber einzustellen, damit kein Wind eindringen kann.
- Klassische Windjacken sind extrem leicht. Sie sind mit einer 100 % winddichten Membran ausgestattet, bieten maximale Atmungsaktivität, sind jedoch in der Regel nicht vollständig wasserdicht.
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Die Auswahl von Softshell-Bekleidung
Im Gegensatz zu einer reinen Windjacke bietet eine Softshelljacke ein deutlich besseres Mikroklima und optimierte Wärmeregulierung. Softshells werden flexibel als Midlayer oder Außenschicht eingesetzt. Sie vereinen Wärmeleistung, Tragekomfort, Isolierung, wasserabweisenden Schutz sowie Winddichtigkeit mit hoher Bewegungsfreiheit. Softshellhosen bieten identische Funktionseigenschaften mit zuverlässigem Schutz vor Wind und Kälte.
Wenn du eine zuverlässig winddichte Softshelljacke suchst, empfiehlt sich ein Modell mit integrierter Membran. Diese kommt beispielsweise in Kollektionen von Cimalp oder bei Produkten mit Windstopper®-Technologie zum Einsatz. Diese von Gore-Tex® entwickelte Technologie kombiniert Atmungsaktivität mit absolutem Windschutz. Die Windstopper®-Membran ist zwischen Außen- und Innenstoff laminiert und äußerst strapazierfähig. Bei anhaltendem Regen auf Tour stößt eine Softshell jedoch an ihre Grenzen: Sie ist zwar dauerhaft wasserabweisend imprägniert, aber nicht vollständig wasserdicht.
Die Auswahl von Hardshell-Bekleidung
Winddichte Wetterschutzkleidung basiert meist auf Hardshell-Materialien. Jacken und Hosen dieser Kategorie sind absolut wasserdicht und bieten kompromisslosen Schutz vor widrigen Witterungsbedingungen (Regen, Schnee, Graupel und Sturm). Eine funktionelle Hardshelljacke mit Membran ist 100 % winddicht und 100 % wasserdicht (erhältlich als 2-, 2,5- oder 3-Lagen-Konstruktion).
Die Hardshelljacke ist die optimale Wahl bei wechselhaften Wetterbedingungen. Sie ist leicht und lässt sich kompakt im Rucksack verstauen. Da sie als dritte Schicht über einer isolierenden Zwischenschicht getragen wird, muss sie selbst keine Wärmeleistung erbringen. Hardshell-Bekleidung ist atmungsaktiv, erreicht jedoch nicht die Dampfdurchlässigkeit einer Softshell.
Die Wahl winddichter Bekleidung richtet sich maßgeblich nach der benötigten Atmungsaktivität. Neben den Membrandaten dient der RET-Wert als Maß für den Wasserdampfdurchgangswiderstand. Eine funktionelle Jacke, die winddicht und zugleich wasserdicht ist, liegt typischerweise bei einem RET-Wert zwischen 6 und 12. Niedrigere Werte bedeuten höhere Atmungsaktivität bei geringerem Wetterschutz, höhere Werte bieten maximalen Nässeschutz bei reduzierter Dampfdurchlässigkeit.