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Wie schützt man sich vor dem Zika-Virus auf Reise?

Wie schützt man sich vor dem Zika-Virus auf Reise?

28 Sep. 2016

Comment se protéger face au virus Zika en voyage ?

Die Ausbreitung des Zika-Virus hat in den letzten Monaten weltweit stark zugenommen, und immer mehr Regionen sind betroffen. Auf Reise sind wir anfälliger für Stiche der Überträgermücken (Klima, Outdoor-Aktivitäten...). Sehen wir uns an, wie man sich auf Reise vor dem Zika-Virus schützt, und beleuchten wir die gesundheitlichen Risiken genauer.

Zika-Virus auf Reise

Was ist das Zika-Virus?

Dieses Virus wird durch Stiche von Mücken der Gattung Aedes aegypti sowie durch Asiatische Tigermücken übertragen, die auch Dengue- und Chikungunya-Viren in sich tragen können. Eine direkte Übertragung von Mensch zu Mensch findet nicht statt.

Das Zika-Virus wurde erstmals 1947 bei einem Affen in Uganda nachgewiesen. Es wurde nach einem Wald südlich der ugandischen Hauptstadt benannt. Beim Menschen wurde das Virus ab 1952 in Uganda und Tansania isoliert.

Der erste größere Ausbruch wird auf das Jahr 2007 auf den Yap-Inseln in Mikronesien datiert. In Französisch-Polynesien traf eine Epidemie 2013/2014 rund 32.000 Menschen. 2014 und 2015 breitete sich das Virus in Neukaledonien aus. Heute zirkuliert der Virusstamm in Amerika, Afrika sowie in Asien und Europa. Das Institut Pasteur spricht für Südamerika von einer „beispiellosen“ Epidemie.

Hier sind einige wichtige gesundheitliche Merkmale:

  • In den meisten Fällen (rund 70 %) verläuft die Infektion symptomlos.
  • Ansonsten äußern sich die Symptome grippeähnlich – Fieber, Kopfschmerzen, Gliederschmerzen – begleitet von Hautausschlägen.
  • Das Virus kann zudem von einer Bindehautentzündung, Schmerzen hinter den Augen sowie Schwellungen an Händen oder Füßen begleitet sein.
  • Es können neurologische Komplikationen auftreten, die ein Guillain-Barré-Syndrom auslösen können
  • Bislang gibt es keine dokumentierten Todesfälle durch Zika.

Die größte Gefahr des Virus besteht darin, dass es Fehlbildungen beim Fötus infizierter Schwangerer verursachen kann. Eine mit dem Zika-Virus infizierte Schwangere kann Kinder mit Mikrozephalie zur Welt bringen: Die Babys werden mit einem zu geringen Kopfumfang (unter 33 Zentimetern) und – sofern sie überleben – irreversiblen geistigen Behinderungen geboren.

Zika-Virus auf Reise

Es liegt auf der Hand, dass ein solches Virus nicht auf die leichte Schulter genommen werden sollte – auch wenn natürlich kein Grund zur Panik besteht. Es gibt gezielte Vorsichtsmaßnahmen, um sich optimal zu schützen. Vor allem dann, wenn man auf Reise mit dem Zika-Virus in einem stark betroffenen Land konfrontiert sein könnte.

Welche Vorsichtsmaßnahmen schützen auf Reise vor dem Zika-Virus?

Wenn du in ein fremdes Land reist, unabhängig von der Region: Informiere dich vorab, wie stark das Reiseland vom Virus betroffen ist. Generell kommen diese Mücken in fast allen warmen Regionen vor, aber auch in weniger tropischen Gebieten (Europa, Nordamerika...).

Wichtig zu wissen: Diese Mückenarten stechen überwiegend tagsüber und nicht nachts. Nachtaktive Mücken tragen das Virus meist nicht in sich. Das bedeutet nicht, dass man ihnen am Abend nicht begegnen kann, es ist jedoch deutlich unwahrscheinlicher.

Die wichtigste Vorsichtsmaßnahme ist, sich von stehenden Gewässern sowie Fluss- und Uferzonen fernzuhalten. Sei besonders wachsam in der Nähe von Wasserbecken oder Gegenständen, in denen sich seit Tagen Wasser sammelt. In manchen Klimazonen sieht man häufig Eimer, Autoreifen oder Fässer, die tagelang mit Wasser gefüllt im Freien stehen.

Natürlich sollte man sich auch mit Insektenschutzmitteln ausstatten. Du kannst handelsübliche Sprays und Lotionen verwenden. In vielen tropischen Ländern gibt es zudem ätherische Zitrusöle, die ebenfalls recht wirksam sind.

Zika-Virus auf Reise

Der beste Schutz besteht jedoch darin, sich zu bedecken. Wenn du auf Reise bist und dich in einem Risikogebiet aufhältst: schütze dich! Trage lange Hosen und langärmlige Hemden. Wähle dabei leichte Funktionskleidung, um beweglich zu bleiben. Verzichte bei Wasseraktivitäten auf Flüssen, bei Wanderungen im Wald oder in ländlichen Regionen auf T-Shirt und ultrakurze Shorts. Je weniger Haut du unbedeckt lässt, desto geringer ist das Risiko von Stichen.

Setze schließlich auf insektenabweisende Kleidung. Heute gibt es hochwirksame und unbedenkliche Textilien: Hemden, Hosen und Bermudas sind mit einem natürlichen Repellent gegen Mücken imprägniert – Chitin, das aus Krebstieren gewonnen wird. Es wirkt umweltfreundlich, geruchlos und absolut sicher für deine Gesundheit. Ein äußerst effektiver Erstschutz gegen das Zika-Virus auf Reise. Und extrem unkompliziert: Kleidung anziehen und den ganzen Tag geschützt sein!

Egal welches Land man bereist: Vorsicht vor Mückenstichen ist heute Pflicht. Außer in kalten Ländern ist das Risiko mehr oder weniger überall präsent. Natürlich sollte das niemanden davon abhalten, auf Reise zu gehen und seinen Aufenthalt voll auszukosten. Doch informiert zu sein und wachsam zu bleiben, ist der beste Weg. Es ist ganz einfach, sich auf Reise vor dem Zika-Virus zu schützen: Es wäre fahrlässig, das zu vernachlässigen und gesundheitliche Folgen zu riskieren.

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