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Wie du die richtige Trailrunning-Jacke wählst: der komplette Guide

Wie du die richtige Trailrunning-Jacke wählst: der komplette Guide

31 Mar. 2025

Comment choisir sa veste de trail : le guide complet

Beim Trail können sich die Wetterbedingungen schnell ändern, weshalb ein angemessener Schutz unerlässlich ist. Ob Windschutz, Regenabwehr oder Kälteschutz – Du musst eine geeignete Trail-Jacke wählen. In diesem Artikel erklären wir, wie man die richtige Trail-Jacke auswählt. 

Das Wichtigste im Überblick: 

  • Die Wahl einer Jacke hängt von der Trail-Dauer und dem Wetter ab.
  • Wasserdichtigkeit und Atmungsaktivität sind entscheidende Kriterien bei der Wahl der Trail-Jacke.
  • Eine leichte und kompakte Jacke ist ideal für kurze Trails, während eine robuste und schützende Jacke für Ultra-Trails geeignet ist.
  • Bestimmte Details wie der Schnitt der Jacke, ihre Kapuze oder ihr Gewicht machen den Unterschied.

Die richtige Jacke je nach Trail-Typ und Jahreszeit

Die Dauer des Trails hilft Läufern bei der Wahl ihrer Trailrunning-Jacken. Für einen kurzen Trail von zwei bis drei Stunden empfiehlt sich eine ultraleichte Jacke. Bei schnellen Strecken liegt der Fokus auf Leichtigkeit und Atmungsaktivität. Für einen langen Trail von mehr als drei Stunden sind Schutz und Widerstandsfähigkeit vorzuziehen. Eine wasserdichte und winddichte Jacke ist dann ideal, um schwierigen Bedingungen zu trotzen.

Zwei Trailläufer in warmer Jacke

Bei kaltem und trockenem Wetter empfehlen wir das Drei-Lagen-Prinzip. Die Trail-Jacke sollte eine leichte Isolierung bieten, um eine gute Körperwärme zu erhalten, ohne zu voluminös zu sein. Sie sollte außerdem winddicht sein und eine verstellbare Kapuze für besseren Schutz besitzen. Wenn Du planst, nachts oder früh morgens zu laufen, ist die richtige Wahl einer Trail-Stirnlampe ebenso wichtig für Deine Sicherheit auf der Strecke.

Bei warmem und feuchtem Wetter empfehlen wir eine ultraleichte Jacke mit Belüftungszonen, um die Luftzirkulation zu maximieren. Sie kann wasserabweisend sein, um gegen Spritzwasser zu schützen, und aus funktionalen Materialien gefertigt sein, die schnell trocknen und Feuchtigkeit ableiten. 

Ein Mann läuft auf einem Pfad in der Natur in Trailrunning-Hose und Trailrunning-Jacke

Wasserdichtigkeit und Atmungsaktivität der Trail-Jacke

Wasserdichtigkeit und Schmerber-Index

Wasserdichtigkeit und Atmungsaktivität sind beim Trail essenziell. Sie beeinflussen den Komfort direkt, besonders bei Rennen unter wechselnden Wetterbedingungen. Um die richtige Trail-Jacke zu wählen, muss man ein Modell finden, das gute Wasserdichtigkeit bietet und gleichzeitig eine gewisse Atmungsaktivität gewährleistet. Dafür wurden Membranen wie Gore-Tex oder Ultrashell entwickelt.

Der Schmerber-Index misst die Wasserdichtigkeit einer Trail-Jacke. Er wird in Millimetern ausgedrückt und misst die Fähigkeit einer Jacke, dem Eindringen von Wasser zu widerstehen. Ein Index von 10.000 mm bedeutet, dass der Stoff dem Druck einer 10.000 mm hohen Wassersäule standhält. 

Wasserdichtigkeit einer Trail-Jacke: 

  • 5.000 bis 10.000 mm: leichter bis moderater Schutz, ideal bei leichtem oder intermittierendem Regen.
  • 10.000 bis 20.000 mm: moderater bis hoher Schutz, geeignet für starken Regen und feuchte Bedingungen.
  • Mehr als 20.000 mm: sehr hohe Wasserdichtigkeit, geeignet für extreme Bedingungen.
Eine Frau in wasserdichter Trail-Jacke

Atmungsaktivität, MVTR und RET

Atmungsaktivität ist die Fähigkeit eines Stoffes, Wasserdampf und Schweiß, die der Körper bei Anstrengung erzeugt, abzuleiten. Sie verhindert ein Unbehaglichkeitsgefühl während der Belastung. Die Atmungsaktivität einer Trail-Jacke kann durch den MVTR und den RET bewertet werden.

Der MVTR (Moisture Vapor Transmission Rate) misst die Menge an Wasserdampf, die ein Stoff innerhalb von 24 Stunden ableiten kann, ausgedrückt in Gramm pro Quadratmeter. Ein hoher Wert bedeutet eine bessere Atmungsaktivität.

Atmungsaktivität (MVTR) einer Trail-Jacke: 

  • 5.000 bis 10.000 g/m²/24h: moderate Aktivität bei gemäßigten Bedingungen.
  • 10.000 bis 20.000 g/m²/24h: geeignet für intensive Belastungen mit effektivem Schweißmanagement.
  • Mehr als 20.000 g/m²/24h: sehr atmungsaktiv, ideal für Langstreckenrennen oder Bedingungen mit hoher Hitze und Feuchtigkeit.

Der RET (Resistance Evaporative Transfer) misst den Widerstand, den ein Stoff dem Abtransport von Wasserdampf entgegensetzt. Ein niedriger RET-Wert weist auf eine bessere Atmungsaktivität hin.

Atmungsaktivität (RET) einer Trail-Jacke: 

  • Weniger als 6: sehr atmungsaktiv, perfekt für intensive Aktivitäten.
  • Zwischen 6 und 12: geeignet für atmungsaktive Kleidung bei moderaten Bedingungen.
  • Zwischen 12 und 20: begrenzte Atmungsaktivität.
  • Mehr als 20: Stoff gilt als nicht atmungsaktiv.
Eine Trailläuferin im Gebirge schaut auf ihre Sportuhr

Die weiteren Kriterien für die Wahl der Trail-Jacke

Weitere Faktoren helfen bei der Wahl der richtigen Trail-Jacke. Ein Stretchgewebe verbessert den Komfort und die Bewegungsfreiheit, besonders bei langen oder funktionalen Strecken. Der Schnitt der Jacke sollte zu Deiner Körperform passen und gleichzeitig große Bewegungsfreiheit ermöglichen.

Eine verstellbare Kapuze bietet guten Schutz und passt sich wechselnden Bedingungen an. Sie muss tief genug sein, um Dich vor Regen zu schützen, aber flexibel genug, um Dein Sichtfeld nicht einzuschränken. Ein Modell mit elastischer Verstellung oder einem Kordelsystem hält sie auch bei starkem Wind an Ort und Stelle. 

Bei einem Rennen zählt jedes Gramm. Für einen kurzen Trail empfiehlt sich eine Jacke zwischen 100 und 200 g. Sie sollte so leicht wie möglich sein und dabei ein Mindestmaß an Schutz bieten. Für einen Ultra-Trail benötigst Du eine robustere Jacke zwischen 200 und 350 g. Diese bietet guten Schutz und bleibt dabei leicht und kompakt. Ebenso wichtig ist die richtige Wahl des Trail-Rucksacks, um den Komfort zu optimieren und unnötiges Gewicht zu vermeiden.

Einige Ultra-Trails stellen spezifische Anforderungen an die Ausrüstung. Während jedes Rennen seine eigenen Kriterien hat, muss die Trail-Jacke in der Regel eine wasserdichte und atmungsaktive Membran (10.000 Schmerber und RET unter 13), eine integrierte oder befestigte Kapuze besitzen und darf außerhalb der Belüftungszonen keine nicht-wasserdichten Gewebeabschnitte aufweisen. 

Die richtige Trail-Jacke hängt von der Renndauer und den Wetterbedingungen ab. Leichtigkeit, Wasserdichtigkeit und Atmungsaktivität sind die wichtigsten Kriterien. Wähle in jedem Fall ein Modell, das zu Deiner Praxis passt, um bei Deinen Ausflügen Schutz und Komfort zu vereinen. 

F.A.Q

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