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Wandern im Park Torres del Paine: Tipps und Organisation

Wandern im Park Torres del Paine: Tipps und Organisation

15 Nov. 2022

Randonnée dans le parc Torres del Paine : conseils et organisation

Im chilenischen Teil Patagoniens gelegen, ist der Nationalpark Torres del Paine ein echtes Paradies für Wanderer. Das UNESCO-Biosphärenreservat besticht durch markante Granitberge, türkisfarbene Gletscherseen und gewaltige Eisfelder. Die beste Reisezeit ist der Südsommer (Dezember bis Februar) mit Temperaturen zwischen 3 und 15 °C. Wir zeigen dir, wie du dein Wandern und Trekking im Torres del Paine optimal planst.

Wandern im Nationalpark Torres del Paine

Wanderroute richtig planen

Anreise nach Torres del Paine

Torres del Paine ist von Puerto Natales aus erreichbar. Die südchilenische Kleinstadt dient als zentraler Ausgangspunkt für alle Trekker; täglich verkehren Linienbusse in den Park. Die Fahrt dauert etwa zwei bis drei Stunden. Nach Entrichtung des Eintritts an der Laguna Amarga startet die Tour entweder im Osten des Parks ab Las Torres oder im Westen an der Guardería Pudeto.

Die passende Wanderroute wählen

Um den Nationalpark zu erkunden, bieten sich drei Optionen an: Die erste Möglichkeit sind ausgedehnte Tagestouren zu markanten Aussichtspunkten. Die zweite ist der legendäre W-Trek – der Favorit der meisten Wanderer, um die Highlights in vier bis fünf Tagen zu erleben. Die dritte Option ist der anspruchsvollere O-Circuit: Er schließt den W-Trek ein und umrundet zusätzlich das gesamte Bergmassiv für ein tiefes Eintauchen in acht bis zehn Tagen.

Die optimale Trekking-Richtung wählen

Vor dem Start musst du die Gehrichtung deines Treks festlegen. Der W-Trek kann von Ost nach West oder umgekehrt gelaufen werden. Der technische Anspruch ist in beiden Richtungen vergleichbar. Die erste Variante startet direkt mit dem Highlight der berühmten Granittürme (Torres del Paine), während die zweite Route über den malerischen Pehoé-See zum Grey-Gletscher führt.

Wandern im Nationalpark Torres del Paine

Aussichtspunkte, die du nicht verpassen solltest

Torres del Paine bietet eine beeindruckende landschaftliche Vielfalt. Auf dem W-Trek erwarten dich der Grey-Gletscher mit seinen treibenden Eisbergen, das Valle del Francés mit seinem natürlichen Felsen-Amphitheater sowie die weltberühmten Torres del Paine und Cuernos del Paine. Der O-Rundkurs führt zusätzlich am Dickson-See, dem Los-Perros-Gletscher und dem John-Garner-Pass vorbei – mit spektakulärem Panoramablick über das gesamte Inlandeis des Grey-Gletschers.

Perfekte Vorbereitung für das Trekking im Nationalpark Torres del Paine

Wetter und Klimabedingungen

Die größte Herausforderung in Torres del Paine sind nicht die Höhenmeter, sondern das unberechenbare Wetter. In Patagonien wechseln die Bedingungen extrem schnell – oft erlebt man alle vier Jahreszeiten an einem einzigen Tag. Während die meisten Wanderer den Südsommer bevorzugen, sind Touren auch im Winter möglich. Für dieses anspruchsvolle Wintererlebnis ist ein lokaler Guide jedoch Pflicht.

Die unverzichtbare Ausrüstung

Für Trekkingtouren in Patagonien ist hochwertige Ausrüstung elementar. Aufgrund des wechselhaften Wetters und Sturmböen von teils über 100 km/h solltest du konsequent auf das 3-Lagen-Prinzip beim Wandern setzen und eine absolut wasserdichte und winddichte Hardshell-Jacke tragen. Feste Wanderschuhe, Trekkingstöcke, Mütze, Handschuhe und funktionale Thermounterwäsche gehören ebenfalls fest ins Gepäck.

Unterkünfte rechtzeitig buchen

Für ein Trekking in Torres del Paine ist die Vorabreservierung aller Unterkünfte zwingend erforderlich – oft mehrere Wochen oder Monate im Voraus. Zwei Anbieter bewirtschaften den Park: Las Torres (ehemals Fantastico Sur) im Osten und Vertice Travel im Westen. Sie bieten Camping-Stellplätze ab ca. 10 Euro oder Hüttenübernachtungen im Refugio zwischen 30 und 80 Euro an.

Verpflegungsplanung

Vor dem Start in den Nationalpark empfiehlt es sich, Proviant in Puerto Natales einzukaufen. Einige Refugios im Park bieten einfache Grundnahrungsmittel an, allerdings zu sehr hohen Preisen. Für alle, die den Komfort einer warmen Mahlzeit schätzen, halten die Hütten auch warme Gerichte bereit. Wasserstellen zur Auffüllung gibt es im gesamten Parkgelände. Ob du nur wenige Stunden Zeit hast oder mehrere Wochen: Wandern im Nationalpark Torres del Paine ist der beste Weg, Patagonien intensiv zu erleben.

Wandern im Nationalpark Torres del Paine

Obwohl der Park im Südsommer stark frequentiert ist, gibt es verschiedene Routenoptionen, um die grandiose Landschaft abseits der Massen zu genießen.

Bilder von Monica Volpin auf Pixabay und Coraline Mercier.

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