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Mit dem Hund wandern – der Ratgeber mit Alice und Helly!

Mit dem Hund wandern – der Ratgeber mit Alice und Helly!

01 Feb. 2023

Du möchtest mit deinem Hund wandern, hast aber viele Fragen? Zwischen Ausrüstung und Verboten für Hunde an bestimmten Orten kann es kompliziert wirken. Aber keine Panik: Alice, eine erfahrene Wanderin, und Helly, ihre treue Malinoise, sind da, um euch zu führen. Als gebürtige Nordalpenerin und nach einer ersten langen Erfahrung im Hunde-Wandern mit einer Golden-Retriever-Hündin über 16 Jahre, erkundet sie nun die Gipfel in allen Alpenmassiven mit ihrer wunderbaren Helly. Von der Familienwanderung bis zur anspruchsvollen Alpinwanderung mit geeigneter Ausrüstung teilt sie die wesentlichen Informationen, um diese Aktivität mit eurem Vierbeiner zu beginnen! Wandern mit dem Hund

Richtig mit dem Hund wandern

Wo kann man mit seinem Hund wandern?

Es ist einfach: In den Alpen gibt es zwei Regeln, die man sich merken muss:
  • das Kerngebiet der Nationalparks, von denen es 11 gibt, wie die Vanoise oder der Mercantour, ist für Hunde ausdrücklich verboten. Die Randzone, also der Bereich rund um das Kerngebiet der Parks, ist jedoch erlaubt!
  • Naturschutzgebiete haben spezifische Regelungen. Entweder verbieten sie die Anwesenheit unserer Haustiere ausdrücklich, oder sie erlauben sie an der Leine.
Zur Überprüfung sollte man idealerweise auf seinem Smartphone eine interaktive Karte vom Typ IGN haben – Visorando, Osmand, Fatmap usw. – mit der ihr die Grenzen der Parks und damit die zu meidenden Stellen einsehen könnt. Im Internet findet man außerdem bei Zweifeln stets hilfreiche Hinweise. Abgesehen davon sind die Möglichkeiten schier unendlich! Wir schaffen es, jedes Wochenende an einem anderen Ort zu wandern, ohne irgendwelche Schwierigkeiten. Wandern mit dem HundWandern mit dem Hund: eine Anleitung Ausrüstung zum Wandern mit dem Hund

Wie geht man mit Herden und Herdenschutzhunden um?

Während der Alpweidensaison, also von Juni bis September, kann man unvermittelt auf Herden und Herdenschutzhunde treffen. Sie sind durch ihre imposante Größe beeindruckend und haben oft einen schlechten Ruf. Man sollte jedoch im Hinterkopf behalten, dass die Zahl der Unfälle marginal bleibt, wenn man sich richtig verhält: sich von der geschützten Herde entfernen, ruhig bleiben und keine großen Gesten machen. Es ist einfacher, wenn euer Hund, wie Helly, sozialverträglich oder sogar schüchtern gegenüber Artgenossen ist. Man geht durch, ohne jemals anzuhalten, spricht mit ihnen in einer sanften Stimme, um unsere Freundlichkeit zu signalisieren, und meistens läuft es ganz gut! Manchmal kommt es vor, dass man ein Stück weit mit Bellen und Knurren verfolgt wird, aber wir wurden noch nie angegriffen, obwohl wir ihnen sehr häufig begegnen. Wenn euer Hund jedoch reaktiv ist, empfehlen wir euch dringend, die Tourismusbüros zu befragen, die manchmal über die Anwesenheit von Herden informiert sind, da die Begegnung dann schwieriger zu handhaben sein könnte.

Welche Ausrüstung braucht man zum Wandern mit dem Hund?

Um mit seinem Hund wandern zu gehen, verwendet man hauptsächlich diese zwei Geschirre, wie bei Helly:
  • ein leichtes Canicross-Geschirr, ideal für kurze und einfache Ausflüge
  • ein Y-Geschirr mit einem Rückengriff für lange und potenziell technische Wanderungen, nützlich zum Beispiel beim Hochhelfen über einen Felsabsatz!
Wenn man mehrere Tage auf Trek unterwegs ist, trägt sie ein Packsattelgeschirr, d. h. zwei Satteltaschen, mit denen sie ihr Wasser und einen Teil ihres Futters tragen kann, um uns zu entlasten. Sie hat außerdem faltbare Wasser- und Futternäpfe sowie eine Kinderdaune, wenn die Temperaturen unter null fallen! Im Winter, wenn ihr Angst vor den Auswirkungen des Schnees auf euren Vierbeiner habt, gibt es Fettsalben zum Schutz der Pfotenballen, um mögliche Erfrierungen zu verhindern. Billige Hundeschuhe sind nicht empfehlenswert: Sie können das Gegenteil von dem bewirken, was ihr euch erhofft. Denn wenn sie nicht wasserdicht sind und nicht richtig sitzen, läuft euer Hund mit Eisklumpen an den Pfoten! Für kälteempfindliche Hunde gibt es wasserdichte Mäntel, die aber bei langen Wanderungen manchmal die Bewegungsfreiheit einschränken können. Helly hat keine spezifische Schneeausrüstung und kann 8 bis 10 Stunden im Schnee bleiben, ohne große Schwierigkeiten. Der Umgang mit Kälte und Schnee ist letztlich von Hund zu Hund verschieden.

Wie man die Anstrengung seines Hundes managt

den Aufwand seines Hundes beim Wandern managen

Das Höhenprofil

Mit einem Welpen muss man es langsam angehen: Man steigert den Höhenunterschied schrittweise, um zukünftige Gesundheitsprobleme zu vermeiden, denn sie befinden sich noch im Wachstum! Und was bedeutet das konkret? Am besten beginnt man, wenn man zusammen – Mensch und Hund – noch Anfänger ist, mit Wanderungen bei 200/300 Metern positivem Höhenunterschied und beobachtet das Verhalten des Hundes sowie seinen Erschöpfungsgrad während des Ausflugs. Dann steigert man im Laufe der Monate den Höhenunterschied und die Kilometerzahl.

Das Wassermanagement

Man sollte bedenken, dass ein Hund im Sommer mehr trinkt als im Winter. Es ist notwendig, ihm einen ausreichenden Wasservorrat einzuplanen: mindestens 1 L bei kurzen Ausflügen, bis zu 2 bis 3 L bei langen Wanderungen. Manche lassen ihre Hunde aus Bächen und Seen trinken, die sie auf dem Weg kreuzen. Aber manchmal findet man gar keine Wasserquelle oder sie sind ausgetrocknet, daher ist es besser, stets vorausschauend zu planen.

Die Höhe

Seid vorsichtig mit der Höhe, wenn ihr eines Tages mit eurem Hund die 3000-Meter-Marke überschreiten möchtet. Wie beim Menschen kann Sauerstoffmangel ihnen Schwierigkeiten bereiten, wenn sie nicht genug Ausdauer haben, aber auch weil sie wie wir an Höhenkrankheit leiden können. Der Unterschied ist, dass sie Schwierigkeiten haben, es im Voraus anzuzeigen. Man muss daher auf jede ungewöhnliche Verhaltensänderung des Hundes aufmerksam sein. Aber das bedeutet nicht, dass es zu vermeiden ist: Wir haben bereits rund zwanzig Wanderungen auf über 3000 Metern Höhe mit Helly unternommen. Die Panoramen sind atemberaubend und das Teilen dieser Gipfel mit ihr macht es umso schöner! Unser Ziel für 2023 ist es übrigens, sie beim Hunde-Bergsteigen die 4000-m-Marke überschreiten zu lassen.  

Wie bleibt man sicher?

An der Leine oder frei?

Wenn es eine spezifische Regelung wie Leinenpflicht gibt, muss man sich daran halten. Sonst kann das Bußgeld saftig ausfallen! Es wird oft zu Beginn des Weges auf Schildern angekündigt, die eine Präfektur- oder Gemeindeverfügungsnummer enthalten. Ansonsten gibt es keine Pflicht, und es liegt an euch, das Rückruftraining zu üben, damit ihr entspannt ohne Leine spazieren und die Tier- und Pflanzenwelt nicht stören könnt! Ihr werdet oft Steinböcke, Murmeltiere, Gämsen und andere Arten begegnen, die Ruhe brauchen. Auch wenn viele Hunde einen Jagd- oder Spielinstinkt haben und hinter ihnen herrennen wollen, ist es durchaus möglich, ihnen beizubringen, diesen Impuls sofort zu stoppen. Außerdem werdet ihr selbst wahrscheinlich froh sein, dieses Naturschauspiel beobachten zu können. Steinböcke sind oft sehr neugierig auf ruhige Hunde und kommen gerne näher, um euch zu beobachten! wandern mit dem HundWandern mit dem Hund

Wie verhält man sich einem Wolf oder Bären gegenüber?

Keine Panik – es ist äußerst selten, und es gilt als Glücksfall, einem solchen Tier in den Bergen zu begegnen. Eine Begegnung von Angesicht zu Angesicht mit diesen Arten wäre also außergewöhnlich. Sollte es dazu kommen, muss man ruhig bleiben und vermeiden zu laufen, dabei sowohl das Tier als auch den eigenen Hund im Auge behalten. In 30 Jahren in den Bergen bin ich nur einmal einem grauen Wolf auf einem Gletscher in den Nordalpen begegnet: Wir waren allein mit Helly, 200 Meter von ihm entfernt, und es lief sehr gut! Er hatte uns schon längst bemerkt und wir stellten keine Bedrohung für ihn dar – wir blieben regungslos stehen. Er zog also 10 Minuten lang sein Wolfsleben weiter, bevor er uns in aller Ruhe dabei zusehen ließ, wie er den gesamten Gletscher hinaufstieg.

Sommer, Herbst, Winter, Frühling: Die Fallen, die es jede Saison zu vermeiden gilt!

Im Sommer kann die Hitze manchmal erdrückend sein. Es ist daher wichtig, gut an die Flüssigkeitsversorgung des Hundes zu denken: Er kann nämlich einen Hitzschlag bekommen. Sehr früh morgens aufzubrechen ermöglicht es, hohe Temperaturen zu vermeiden, da man beim Abstieg wahrscheinlich schon unterwegs ist, wenn die Sonne ihren Höchststand erreicht. Die Anstrengung ist dadurch deutlich moderater. Im Herbst ist die Hauptjagdsaison. Man muss für die Sicherheit unserer Hunde wachsam sein, da immer noch zu viele Unfälle sie betreffen. Ein fluoreszierendes Geschirr und eine Glocke sind sehr praktisch, damit sie gut sichtbar sind! Im Winter, wenn ihr Anfänger seid, ist es besser, Schneeschuhe zu bevorzugen! Es wird einfacher sein, euren Hund zu managen. Skibergsteigen macht viel Spaß, muss aber erlernt werden – Vorsicht vor den sehr scharfen Kanten, die euren Hund ernsthaft verletzen können: Man bringt dem Tier bei, hinter einem zu bleiben und nie vorauszugehen. Im Frühling kehren die schönen Tage zurück und der Schnee taut. Vorsicht in der Zeit April/Mai mit den vielen Altschneefeldern, die – wie für Menschen – sehr gefährlich sein können, wenn man sie ohne besondere Aufmerksamkeit begeht. Man muss lernen, sie ruhig mit seinem Hund zu überqueren, der sich der möglichen Rutschgefahr in der Regel nicht bewusst ist.

Jetzt warten die Gipfel nur noch auf euch und euren treuen Begleiter! Und um den Abenteuern von Alice und Helly zu folgen, geht es hier entlang.

die Abenteuer von Alice und HellyWandern mit dem Hund: die Abenteuer von Alice und Helly

 

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