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Wanderstöcke für Outdoor-Aktivitäten finden und auswählen

Wanderstöcke für Outdoor-Aktivitäten finden und auswählen

06 Sep. 2022

Trouver et choisir des bâtons pour son activité Outdoor

Du brauchst Wanderstöcke, Nordic-Walking-Stöcke oder Trail-Stöcke, weißt aber nicht, wo du anfangen sollst, um die richtigen für dich zu finden? Hier ist ein praktischer Leitfaden, der dir hilft, die richtigen Wanderstöcke für deine nächsten Touren zu wählen.

Aluminiumlegierung oder Carbon? Teleskopstöcke oder faltbare Stöcke? Angesichts der Vielzahl verschiedener Arten von Nordic-Walking-, Trail- und Wanderstöcken auf dem Markt ist es nicht immer einfach, sich zu entscheiden.

Um keinen Fehler zu machen und sicher die richtige Wahl zu treffen, ist es zunächst wichtig, sich gut über die verschiedenen Optionen, Besonderheiten und Eigenschaften zu informieren, die es gibt. Um dir bei deiner Überlegung zu helfen, haben wir ein kleines Merkblatt mit den wichtigsten Fragen und Punkten zusammengestellt, die dir bei der Wahl deiner Stöcke nützlich sein werden.

Wofür werde ich meine Stöcke nutzen?

Bevor du dich in den Kauf deiner Stöcke stürzt, solltest du dir zunächst überlegen, wofür du sie verwenden wirst. Hier sind die allerersten Fragen, die du dir stellen solltest:

  • Wanderstöcke – für welche Aktivität? Ok, das ist das Grundlegendste, aber es ist wichtig, diese Frage zu beantworten. Wanderstöcke unterscheiden sich von Nordic-Walking-Stöcken oder Trail-Stöcken. Jeder Sport hat seinen eigenen Stock. Die gute Nachricht ist jedoch: Je nach deinen Anforderungen, deinem Niveau und dem Gelände, auf dem du dich bewegst, kann es manchmal möglich sein, Stöcke zu wählen, die du für zwei verschiedene Aktivitäten nutzen kannst.

Um dir zu helfen, haben wir für jede Aktivität detaillierte Ratgeber erstellt. Triff die richtige Wahl für deine Stöcke – zum Wandern, für Trail oder für Nordic Walking – dank unserer Tipps.

  • Was ist mein Niveau? Ein Anfänger, der ab und zu am Sonntag auf wenig unebenem Gelände unterwegs ist, hat nicht die gleichen Anforderungen wie ein erfahrenerer Wanderer, der jede Woche aktiv ist und manchmal für mehrtägige Treks aufbricht. Dein Niveau und die Häufigkeit deiner Ausflüge bestimmen viele Dinge: die Wahl der Materialien, des Zubehörs und eine ganze Reihe von Faktoren, die den Endpreis beeinflussen. Das führt uns zur Frage des Budgets, die nicht lautet: „Wie viel bin ich bereit auszugeben?", sondern: „Wie viel muss ich ausgeben, um den Stock zu bekommen, der all meinen Bedürfnissen entspricht?".
  • Wer wird meine Stöcke benutzen? Diese Frage mag etwas seltsam erscheinen, ist es aber keineswegs. Wenn du verstellbare, teleskopische oder faltbare Stöcke wählst, kannst du sie beispielsweise problemlos verleihen, da es möglich ist, ihre Höhe an die Körpergröße der Person anzupassen, die sie benutzt. Wenn du also nicht regelmäßig das ganze Jahr über aktiv bist, aber dennoch in gute Stöcke investieren möchtest, könnte das Wissen, dass du sie nicht alleine nutzen wirst, dich in deiner Entscheidung bestärken und du zögerst weniger, etwas mehr auszugeben.
  • Auf welchem Gelände werde ich unterwegs sein und bei welchen Gelegenheiten? Die Antwort auf diese Frage hilft dir vor allem, dich bei der Wahl der Materialzusammensetzung deiner Stöcke und des Verstaususystems zu entscheiden. Du solltest so vorausschauend wie möglich sein. Kann es vorkommen, dass du im Regen unterwegs bist? Planst du, deine Stöcke im Schnee einzusetzen? Hast du Mehrtagestreks geplant, bei denen du deine Stöcke über lange Strecken tragen musst, ohne sie unbedingt zu benutzen? All das sind Punkte, die es unbedingt zu klären gilt, bevor du dich für neue Nordic-Walking-, Wander- oder Trail-Stöcke entscheidest.

Nachdem du diese einleitenden Fragen beantwortet hast, kannst du zum Konkreten übergehen. Welche Legierung, welche Größe oder welches Klemmsystem soll es sein? Lass uns kurz gemeinsam die Merkmale dieser verschiedenen Elemente durchgehen.

Alustöcke oder Carbonstöcke: Welches Material für deine Stöcke wählen?

Um die richtige Materialzusammensetzung des Stockrohrs zu wählen, müssen verschiedene Faktoren berücksichtigt werden. Hier sind die wichtigsten Punkte, die dir bei deiner Entscheidung helfen. Falls das nicht ausreicht, hilft dir unser ausführlicher Artikel dabei, zwischen Aluminiumstöcken und Carbonstöcken zu wählen.

  • Die Aktivität, die du ausübst: Wie bereits erwähnt, hat jeder Sport seinen eigenen Stock. Je nach ausgeübter Aktivität ändert sich die ideale Zusammensetzung des Schafts.
  • Beim Wandern tendiert man dazu, Aluminium zu verwenden, das robuster als Carbon ist, widerstandsfähiger und langlebiger. Man kann Alustöcke auch bedenkenlos im Schnee einsetzen, zum Beispiel beim Skiwandern oder Schneeschuhwandern. Auch wenn Aluminium etwas schwerer als Carbon ist, bleibt es dennoch ein leichtes Material.
  • Beim Nordic Walking empfiehlt sich der Einsatz von Carbon, das noch leichter als Aluminium ist und vor allem Vibrationen deutlich besser absorbiert – was für diese Sportart entscheidend ist. Je höher der Carbonanteil in der Rohrzusammensetzung, desto besser.
  • Beim Trail sind Aluminium und Carbon zwei ausgezeichnete Optionen. Wie immer hängt alles von deinem Niveau und deinen Prioritäten ab. Wenn du die Leichtigkeit bevorzugst, dann wähle Carbon-Trailstöcke. Schließlich ist Trail ein Wettkampf, und je weniger Gewicht du tragen musst, desto leichter bist du, desto schneller kommst du voran und desto weniger ermüdest du. Wenn du robustere Stöcke bevorzugst, die Schläge, Kälte oder starken Druck besser aushalten, dann greife zu Aluminium.
  • Dein Niveau, das Gelände und der Anlass: Wie bei allen Sportausrüstungen gibt es keine absolute Regel für die Wahl idealer Stöcke. Wie bereits erwähnt, hängt es von vielen Faktoren ab, die von Person zu Person variieren. Grob gesagt sind die zwei wesentlichen Unterschiede, die man im Kopf behalten sollte, folgende: Aluminium ist widerstandsfähiger, Carbon leichter. Wenn du auf steilem, unebenem Gelände bei jedem Wetter unterwegs bist, ein kräftiges Körperbau hast und stark auftrittst, dann greife zu Aluminium. Wenn du eher auf Langstrecken in wenig hindernisreichem oder wenig abschüssigem Gelände unterwegs bist, deine Gelenke so gut wie möglich schonen und so leicht wie möglich sein möchtest, ist Carbon sicher die beste Option.

Teleskopstöcke, feste oder faltbare Stöcke: Welche wählen?

Einteilige, mehrteilige, faltbare, teleskopierbare, verstellbare oder nicht verstellbare Stöcke – die Optionen sind zahlreich, und es ist nicht immer einfach, sich zu entscheiden. Lass uns gemeinsam einen Überblick verschaffen, damit du die Option und das Verstaususystem wählen kannst, das am besten zu deiner Praxis passt. Weitere Informationen findest du auf unserer Seite zu einteiligen oder mehrteiligen, fixen, teleskopischen oder faltbaren Stöcken.

  • Einteilig oder mehrteilig? Wanderstöcke können aus einem einzigen Segment oder aus mehreren Segmenten bestehen.
  • Einteilige Stöcke: Beim Nordic Walking ist es unmöglich, ohne seine Stöcke zu praktizieren – man benutzt sie zwingend vom Anfang bis zum Ende der Tour. Man muss sie also nicht wirklich verstauen (und folglich weder falten noch einziehen) in seinem Rucksack. Das ist ein Pluspunkt, denn Nordic-Walking-Stöcke müssen einteilig sein. Warum? Weil einteilige Stöcke den kraftvollen und geradlinigen Schwung bieten, den der Geher braucht, und weil sie Vibrationen besser reduzieren als mehrteilige Stöcke. Der Schaft besteht daher aus einem einzigen Segment, und die Länge bleibt unveränderlich. Der Stock ist außerdem weniger anfällig, da seine Struktur weniger komplex ist.
  • Mehrteilige Stöcke: Beim Wandern und beim Trail greift man lieber auf faltbare oder teleskopierbare Stöcke zurück, also auf solche, die aus mehreren Segmenten bestehen, die ineinandergesteckt, herausgezogen oder ineinandergeschoben werden. Warum? Weil es vorkommen kann, dass du deine Stöcke für schwierige Passagen, in der Ebene oder bei sanftem Gefälle (insbesondere beim Trail) in deinem Rucksack verstauen musst, was nur mit mehrteiligen Stöcken möglich ist. Außerdem wirst du beim Wandern während deiner Touren sicher auch die Länge deiner Stöcke anpassen müssen, zum Beispiel beim Querhang, beim Auf- oder Abstieg. Es ist daher notwendig, dass du mit teleskopischen oder verstellbaren zerlegbaren Stöcken ausgestattet bist.
  • Faltbar oder teleskopierbar? Auch das Verstaususystem der mehrteiligen Stöcke sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Es beeinflusst die Handhabung der Stöcke, aber auch ihr Gewicht und ihre Sperrigkeit.
  • Teleskopstöcke: Diese werden am häufigsten beim Wandern eingesetzt. Ihre Länge ist zwingend verstellbar, was unerlässlich ist, um die Stöcke während der gesamten Wanderung auf der richtigen Höhe zu halten. Man kann sie auch beim Trail einsetzen, aber Achtung: Sie sind oft etwas schwerer als ihre faltbaren Pendants. Es gibt zwei Arten von Klemmsystemen für Teleskopstöcke: Schraub- oder Clipverschluss. Mit Clipverschluss stellt man die Stöcke schneller und handlicher ein – das System ist auch zuverlässiger, aber etwas teurer. Das Schraubsystem ist günstiger, aber weniger zuverlässig und deutlich unpraktischer.
  • Faltbare Stöcke: Dieses Verstaususystem ist besonders beim Trail beliebt, aber auch beim Wandern. Allerdings schließt man nicht aus, dass faltbare Stöcke fragiler sein können als Teleskopstöcke, was für manche Wanderer ein K.O.-Kriterium darstellen kann. Extrem einfach und schnell zu falten und zu entfalten, stellen sie eine erhebliche Zeitersparnis dar, vor allem während eines Rennens. Sie sind in der Regel auch leichter als Teleskopstöcke und weniger sperrig. Je mehr Segmente vorhanden sind, desto kompakter ist der Platzbedarf, wenn die Stöcke zusammengefaltet sind. Zerlegbare Stöcke können verstellbar sein oder nicht. Wenn du die Länge deiner Stöcke anpassen musst, achte daher unbedingt darauf, dass dies möglich ist.
Stöcke für deine Outdoor-Aktivität finden und wählen

Welche Griffe wählen?

Sobald du die für deine Bedürfnisse am besten geeignete Legierung und das passende Verstaususystem gewählt hast, kannst du dich – wenn möglich – der Wahl des Griffes widmen. Auch wenn man sich an fast jeden Griff gewöhnen kann, riskiert ein Griff, der nicht zu deiner Körperform passt oder den du nicht bequem genug findest, auf Dauer Schmerzen zu verursachen. Und ein einfaches Unbehagen zu Beginn einer Tour kann sich sehr schnell zu einer erheblichen Beeinträchtigung entwickeln. Deshalb ist die Wahl des Griffes nicht nur eine Kleinigkeit.

Nach Möglichkeit empfehlen wir dir, Griffe aus Kunststoff oder Gummi zu meiden, da sie steif sind und zum Schwitzen neigen. Man kann diesem Phänomen entgegenwirken, indem man Handschuhe trägt, aber diese können dir warm werden. Ergonomischer und damit bequemer sind Griffe aus Kork und Schaumstoff, die zudem schweißhemmend, widerstandsfähiger und damit langlebiger sind.

Welche Schlaufen wählen?

Die Wahl der Schlaufen geht recht schnell. Beim Wandern reicht eine einfache Schlaufe, für mehr Komfort kannst du eine gepolsterte wählen. Beim Nordic Walking ist eine Handschlaufe vom Typ Gauntlet unerlässlich, die du um Handgelenk und Daumen legst, ähnlich wie beim Anziehen eines Fausthandschuhs. Wenn die Schlaufe abnehmbar ist, ist das noch besser. So kannst du dich leichter vom Stock lösen, um beispielsweise deine Trinkflasche zu greifen. Beim Trail können die Schlaufen sowohl einfach als auch gauntletartig sein. Mit einfachen Schlaufen kannst du deine Hand an verschiedenen Positionen platzieren, zum Beispiel am Pommel oder unterhalb des Griffes. Gauntlet-Schlaufen ermöglichen mehr Entspannung. Es liegt an dir zu entscheiden, welcher Schlaufentyp am besten zu dir passt.

Welche Spitzen wählen?

Die Spitze ist eines der wichtigsten Elemente deiner Stöcke, da sie der einzige Kontaktpunkt zwischen deinen Stöcken und dem Boden ist. Von ihr hängt deine Bodenhaftung und damit ein Teil deiner Stabilität ab. In der Regel aus Stahl gefertigt, können Spitzen auch aus Wolframkarbid bestehen – einem Material, das deutlich widerstandsfähiger und damit deutlich langlebiger als Stahl ist. Auch wenn der Kaufpreis höher ist: Wenn du deine Stöcke öfter als einmal alle zwei Monate nutzt, wirst du deine Wolframspitzen schnell amortisiert haben.

Es ist auch möglich, deine Spitzen mit austauschbaren Aufsätzen zu versehen, die je nach Gelände oder Aktivität variieren. Beim Nordic Walking zum Beispiel verwendet man abgeschrägte Aufsätze, die spezifisch für diesen Sport sind und aus Gummi oder besser aus Karbid bestehen können. Oder wenn du den Lärm dämpfen möchtest, der durch das Aufprallen deiner Spitzen auf dem Asphalt entsteht (und gleichzeitig deine Spitzen schonen möchtest), kannst du einen Kunststoffaufsatz hinzufügen.

Schließlich sind auch die Teller je nach Aktivität und Gelände austauschbar. Wenn du in der Sommersaison wandern gehst, verwendest du kleine Teller, die sogenannten „Sommerteller". Wenn du mit Schneeschuhen wandern oder Skitouren machen möchtest, musst du sie gegen „Winterteller" austauschen. Diese sind breiter und verhindern, dass deine Stöcke zu tief in den Schnee einsinken.

Welche Größe wählen?

So, jetzt bist du absolut sicher und weißt endlich, welchen Stock du wählen möchtest – den, der wirklich zu dir passt! Du hast alle erdenklichen Optionen geprüft und abgewogen, um schließlich zu entscheiden, welchen Stock du kaufen wirst. Jetzt ist es Zeit für den letzten Schritt: die richtige Größe deiner Stöcke wählen! Nichts einfacher als das. Multipliziere einfach deine Körpergröße in Zentimetern mit 0,68, um eine Vorstellung von der idealen Höhe deiner künftigen Stöcke zu bekommen. Sobald du einen Stock in der Hand hast, musst du sicherstellen, dass er die richtige Länge hat. Trage dabei die gleichen Schuhe, die du beim Einsatz der Stöcke tragen wirst, halte einen der Stöcke in der Hand, stehe aufrecht und halte den Stock senkrecht zum Boden. In dieser Position bilden dein Ellenbogen und dein Unterarm einen rechten Winkel von 90°, wenn der Stock die richtige Größe hat.

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