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Welche Ausrüstung für einen Trek in den Anden (Peru, Chile usw.)?

Welche Ausrüstung für einen Trek in den Anden (Peru, Chile usw.)?

11 Feb. 2013

Die Anden, die längste Gebirgskette der Welt (8.000 km), erstrecken sich über 7 Länder. Man unterscheidet drei Hauptregionen: die südlichen, die zentralen und die nördlichen Anden. Je nach Höhe deines Treks entdeckst du beeindruckende Landschaften mit einer einzigartigen Flora an den Hängen und auf den Hochebenen.

Aufgrund der enormen Ausdehnung der Gebirgskette, der Höhenlage, Exposition und des Einflusses pazifischer Meeresströmungen vereinen die Anden zahlreiche Klimazonen. Damit du die passende Ausrüstung für das jeweilige Wetter wählst, findest du hier praxisnahe Bekleidungstipps für dein Trekking in den Anden.

Das unberechenbare Klima der Anden

Beeinflusst durch den Pazifik im Westen und kontinentales Klima im Osten herrscht in den südlichen Anden ein kühles und feuchtes Klima, während es in Zentralchile eher mediterran ist. Je näher du den Hochebenen kommst, desto extremer werden die Temperaturschwankungen: Das Klima wird kälter, mit einer Jahresdurchschnittstemperatur von maximal 6 °C in der Puna. In der Sonne werden 20 bis 30 °C erreicht, nachts können die Temperaturen auf bis zu -10 °C fallen.

Die Anden

Während die Niederschläge im südlichen Teil ergiebig sind, fällt im Bereich der zentralen Anden eher sporadisch Regen.

Die beste Reisezeit für ein Trekking in den Anden ist die Trockenzeit von Februar bis Mitte April.

Die richtige Kleidung für ein Trekking in den Anden

Das Zwiebelprinzip (funktionale Schichten)

Tagsüber brennt die Sonne, während es im Schatten schnell kühl wird. Habe deshalb immer etwas Passendes zum Überziehen griffbereit – sowohl als Schutz gegen die Kälte als auch gegen die Sonne.

Ich empfehle dir das Zwiebelprinzip (funktionale Schichten). Das bedeutet, 3 Kleidungsschichten übereinander zu tragen. So kannst du dein Outfit flexibel an das jeweilige Temperaturempfinden anpassen.

  • Erste Schicht

Wähle als erste Schicht atmungsaktive Funktionsunterwäsche aus Materialien wie Seide oder Bambusfaser für eine sofortige Wärmeisolation. Bambusfaser reduziert zudem auf natürliche Weise die Geruchsbildung.

Aus dem Sortiment der CimAlp Funktionsunterwäsche empfehle ich für Kälteempfindliche die Modelle WARM und EXTRA-WARM für den Einsatz bis zu -30 °C.

Trage tagsüber bevorzugt T-Shirts, Hemden oder Poloshirts mit langen Ärmeln, um dich vor der Sonne zu schützen.

  • Zweite Schicht

Als zweite Schicht wählst du am besten einen Pullover aus Merinowolle, falls du abends schnell frierst, oder ein einfaches warmes Sweatshirt bzw. Fleece zur Kälteisolation. Bevorzuge Modelle mit Reißverschluss, um die Belüftung flexibel zu regulieren. Entdecke unsere Modelle hier.

  •  Dritte Schicht

Für Schutz vor Wind und Niederschlägen wählst du eine winddichte Jacke vom Typ Softshell oder eine robuste Hardshell mit wasserdichter Membran und Fleecestoff für die Wärmeisolation.

Temperaturschwankungen einplanen

In einer Region mit sehr wechselhaftem Wetter empfehle ich praktische Zip-off-Hosen, die sich in Shorts verwandeln lassen. Und für Abenteurer, die den Dschungel durchqueren: Trage Anti-Mücken-Kleidung für tropische Wanderungen.

Schütze deinen Kopf je nach Temperatur mit einer warmen Mütze und/oder einer Kappe vor Kälte und Sonneneinstrahlung.

Um dich vor den Gefahren der Sonne zu schützen, solltest du stets passende Sonnencreme und eine gute Sonnenbrille dabeihaben – die UV-Strahlung ist in den Bergen deutlich aggressiver als am Meer.

3 Kriterien für die Wahl deiner Schuhe

Das Gewicht deiner Wanderschuhe

Je leichter deine Schuhe, desto leichter fällt das Gehen. Man geht davon aus, dass ein schweres Paar Schuhe etwa fünf Pfund Mehrgewicht im Rucksack entspricht. Hersteller optimieren dieses Detail kontinuierlich, um leichte Produkte zu entwickeln, ohne Abstriche bei Halt und technischen Anforderungen zu machen.

Wasserdichtigkeit

Feuchtigkeit ist beim Trekking einer der größten Feinde. Hier sind ein paar Tipps, um deine Füße trocken zu halten: Setze auf atmungsaktive und wasserdichte Materialien. Sie leiten Feuchtigkeit nach außen ab und verhindern gleichzeitig das Eindringen von Nässe. Wähle bevorzugt Modelle mit geschlossener Balgzunge, die den Schuhoberteil komplett abschließt.

Die Quersteifigkeit

Auf unebenem Terrain sollten deine Wanderschuhe deine Füße sowie die Knöchel schützen, um ein Umknicken zu verhindern. Ideal ist ein hoher Schaft, der für jede Art von Gelände geeignet ist. Seine hohe Schnürung garantiert hohe Stabilität und optimalen Halt.

  • Längssteifigkeit

Es ist wichtig, dass der Stiefel ein Überbeugen deiner Füße verhindert, wenn dein gesamtes Gewicht auf den Zehen oder der Ferse lastet. Gleichzeitig muss er über eine hohe Längsflexibilität verfügen, damit die Füße unter hoher Belastung nicht durchdrücken.

  • Fußgewölbestütze

Der Schuh sollte das Fußgewölbe stützen, damit der Fuß bei starker Belastung nicht durchdrückt. Ein gebogener Schaft zwischen Zwischensohle und Innensohle bietet der Fußsohle zusätzlichen Halt.

Die Wandersocken

Wandersocken müssen dieselben Aufgaben erfüllen wie normale Socken, dabei aber deutlich leistungsfähiger sein. Ziel ist es, die Reibung zwischen Fuß und Stiefel zu minimieren, die Belastung der Füße zu verringern und das Blasenrisiko zu senken.

Sie bestehen aus einer zusätzlichen Polsterschicht für einen besseren Schutz vor Stößen, Schrammen und Schürfwunden. Letztere schützen deine Füße zudem vor schädigenden Einflüssen beim Gehen, wie etwa Feuchtigkeit. Außerdem ermöglichen die Socken eine bessere Thermoregulation, indem sie überschüssige Wärme ableiten und Feuchtigkeit von der Hautoberfläche abtransportieren.

 

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