Die Wanderjacke gehört im Sommer wie im Winter zur wichtigsten Ausrüstung für Bergtouren. Sie garantiert verlässlichen Schutz. Bei der Vielzahl an Modellen ist jedes auf einen bestimmten Einsatzbereich ausgelegt. Cimalp erklärt dir, welche Wanderjacke die richtige für dich ist.
Das Wichtigste auf einen Blick:
- Die Wanderjacke schützt vor Wind, Regen und Schnee.
- Die Wahl der Wanderjacke hängt vom Wetter und der Art der Tour ab.
- Die Hardshell ist ideal für widriges Wetter und extreme Bedingungen.
- Die Softshell ist perfekt für dynamische Aktivitäten bei gemäßigtem Wetter.
Die Funktion der Wanderjacke
Die Wanderjacke ist Teil des Drei-Schichten-Prinzips. Nachdem du überlegt hast, welches T-Shirt zum Wandern oder welches Fleece infrage kommt, gilt die Aufmerksamkeit der schützenden Außenschicht.
Als zweite oder dritte Schicht getragen, muss dich die Wanderjacke vor den Elementen schützen und deinen Anforderungen gerecht werden. Sie ist wirksam gegen Wind, Regen und Schnee, schützt aber auch vor Abrieb durch Fels oder Gestrüpp. Bei schweißtreibenden Touren muss sie Feuchtigkeit effektiv ableiten; im Wintereinsatz muss sie zudem ausreichend wärmen.
Wie deutlich wird, ist sie ein Kleidungsstück mit vielseitigen Eigenschaften. Eine Wanderjacke muss wasserdicht, winddicht, atmungsaktiv und isolierend sein. Um deinen Bedürfnissen optimal gerecht zu werden, kannst du zwischen zwei Haupttypen wählen: Hardshell vs. Softshell.

Die wasserdichte Hardshell-Jacke
Die Hardshell-Jacke ist der Maßstab für zuverlässigen Wetterschutz. Sie verhindert das Eindringen von Wasser und gewährleistet gleichzeitig einen zuverlässigen Feuchtigkeitstransport. Sie kommt bei langen Bergtouren oder in Gebieten mit unbeständigem Wetter zum Einsatz. Ideal bei Regen und Schnee.
Wasserdichte Jacken bieten zahlreiche Vorteile. Ihre Hauptfunktion ist ihre Wasserdichtigkeit dank einer Membran wie Gore-Tex, die zuverlässig vor Regen und Schnee schützt. Zudem ist sie eine winddichte Jacke, leicht konstruiert und widerstandsfähig gegen raue Bedingungen.
Als Nachteil gilt, dass Hardshells aufgrund ihrer Membran nicht die atmungsaktivsten Jacken sind. Das macht sich besonders bei intensiver Anstrengung bemerkbar. Sie bieten keine thermische Isolation und wärmen daher nicht von selbst. Zudem ist das Material steifer und bietet weniger Elastizität und Tragekomfort.
Bei starkem Dauerregen können auch andere Lösungen wie Regencapes genutzt werden. Sie decken den Körper großflächig ab, sind kompakt und absolut wasserdicht – allerdings deutlich weniger atmungsaktiv.

Die Softshell-Jacke
Die Softshell-Jacke ist die ideale Wahl für bewegungsintensive Aktivitäten. Sie besitzt wasserabweisende Eigenschaften, sodass leichter Regen an der Oberfläche abperlt. Diese Jacke eignet sich für gemäßigtes, stabiles Wetter oder für kürzere Touren.
Genau wie Hardshells bieten auch Softshell-Jacken viele Vorteile. Zunächst handelt es sich um atmungsaktive Bekleidung, die Schweiß perfekt ableitet und sich somit bestens für intensive Aktivitäten eignet. Diese Jacken sind komfortabel und bieten hervorragende Bewegungsfreiheit. Zudem sind sie winddicht und wasserabweisend. Schließlich sorgt ihr Fleece-Futter oder isolierendes Innenmaterial für eine gute Wärmeisolation.
Trotz aller Vorteile bringt eine Softshell-Wanderjacke auch Einschränkungen mit sich. Ihr Schwachpunkt liegt in der begrenzten Wasserdichtigkeit, da sie starkem Regen nicht standhält. Sie bieten auch weniger Wetterschutz, da sie gegenüber Hardshells winddurchlässiger sind. Schließlich sind sie bei wechselhaftem Wetter weniger vielseitig.

Wander-Daunenjacken
Neben Hardshell- und Softshell-Modellen sind auch Wander-Daunenjacken auf den Pfaden sehr gefragt. Meist als zweite Schicht getragen, sind diese Jacken ideal bei trocken-kaltem Wetter und in der Höhe.
Daunenjacken überzeugen durch ihre Vielseitigkeit. Sie sind leicht, klein verpackbar und isolierend und eignen sich daher für viele Aktivitäten. Vor allem bieten sie mit natürlicher Daune oder Synthetik eine exzellente Wärmeleistung. Du kannst sie daher perfekt als Ergänzung zu deiner Hardshell nutzen.
Andererseits sind Daunenjacken eher empfindliche Jacken, die weniger resistent gegen Risse oder Abrieb sind. Modelle mit natürlicher Daune verlieren bei hoher Feuchtigkeit ihre isolierende Wirkung, während Jacken mit Synthetik-Füllung schwerer und weniger komprimierbar sind.
Wähle deine Wanderjacke passend zu den spezifischen Bedingungen deiner Tour. Hardshell-Jacken sind ideal bei Schlechtwetter oder auf langen Etappen, während Softshell-Jacken bei aktiven Touren und gemäßigtem Wetter punkten. Bei Bedarf lassen sich beide kombinieren: So wanderst du komfortabel und bist gegen plötzliche Schauer optimal geschützt.