Wandern – Wie verwendet man eine IGN-Karte beim Wandern?
IGN-Karten sind für die meisten Wanderer wie Schatzkarten – ein echtes Rätsel. Wir verraten euch die wichtigsten Schritte, um eine IGN-Karte zu lesen und eure Wanderung erfolgreich zu meistern.

Schritt 1 – Maßstab und Legende verstehen
Auf den IGN-Karten, die vom Institut National de l'Information Géographique et forestière herausgegeben werden, liefert die Titelseite bereits erste Informationen. Titel, Thema, Maßstab sowie bei manchen die GPS-Kompatibilität sind dort angegeben. Je nach Maßstab sind die Karteninformationen mehr oder weniger detailliert.
Bei Wanderkarten ist der Maßstab meist 1: 25 000. Diese Genauigkeit ermöglicht es, die Beschaffenheit und Details des Geländes anzugeben: Pfade, Wasserläufe, Verkehrswege sowie das Relief.
Auf der Website des Instituts wird der Maßstab folgendermaßen definiert: "Es handelt sich um das Verkleinerungsverhältnis zwischen der kartografischen Darstellung und dem Gelände." Dieses Konzept ermöglicht es, die auf der Karte gemessene Länge auf die tatsächliche Länge im Gelände zu übertragen. Für ein konkretes Beispiel schaut in das Video mit dem Bergbegleiter Florian Olivier, der euch dort auch weitere Erklärungen zu folgenden Themen gibt:
- die Höhenlinien,
- die Höhenpunkte,
- die Symbole der Legende usw.
Schritt 2 – Die eigene Position auf der Karte bestimmen
Beim Wandern mit einer IGN-Karte ist es wichtig, die eigene Position auf der topografischen Karte zu kennen.
Um sich korrekt zu orientieren, müsst ihr eure Beobachtungsfähigkeit einsetzen und euch auf die umliegenden Elemente verlassen: Wasserläufe, Gipfel, Wege oder Pfade, Gebäude und andere menschliche Bauwerke.
Ausführlichere Beispiele findet ihr im Video unten.

Schritt 3 – Die IGN-Karte richtig ausrichten
Um die Karte im Gelände richtig einzusetzen, lernt, sie auszurichten – eine Übung, die gar nicht so kompliziert ist. Zumal auf einer IGN-Karte der eingezeichnete Norden dem rechten oder linken Rand der Karte entspricht.
Dann stehen den Wanderern zwei Möglichkeiten offen:
- Oder man hat einen Kompass: Richtet einen Meridian (schwarze Linie auf der Karte) an der Kompassnadel aus.
- Entweder man kennt seine Position: Sucht auf der Karte einen leicht identifizierbaren Geländepunkt, wie einen Kirchturm, ein Gebäude oder einen Berg. Dreht dann die Karte so, dass sie auf den gewählten Punkt zeigt. Für mehr Zuverlässigkeit könnt ihr die Ausrichtung kontrollieren, indem ihr einen weiteren Referenzpunkt anpeilt.
Weitere Erklärungen findet ihr im Video. Entdeckt auch, wie ihr euch darauf vorbereiten könnt, bei Regen zu wandern.
Fotos ©Cyrille Quintard ©Focus-Outdoor