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Wie man Wasser beim Wandern aufbereitet

Wie man Wasser beim Wandern aufbereitet

07 Mar. 2017

Comment purifier l'eau en randonnée
Es kommt nicht selten vor, dass man beim Wandern kein Wasser mehr hat. Keine Panik – es gibt Lösungen, um Trinkwasser zu gewinnen. Aber wie geht man vor, um Wasser aufzubereiten? Aufkochen? UV-Behandlung? Chemische Aufbereitungsmittel? Filter? Jede dieser Methoden zur Wasseraufbereitung beim Wandern hat ihre Vor- und Nachteile, die du nachfolgend im Detail findest.

Wie man Wasser beim Wandern aufbereitet: Wasser zum Kochen bringen

Das ist ein uraltes Verfahren: Wasser aufkochen, um die darin enthaltenen Mikroorganismen und Bakterien abzutöten. Die Methode ist unkompliziert und erfordert kein spezielles Material. Ein Feuer machen und das Wasser aufkochen genügt. Wenn du gleichzeitig kochen musst, kannst du zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Allerdings solltest du wissen, dass abgekochtes Wasser fade schmeckt. Abgesehen vom Geschmack ist das Wasser außerdem warm – nicht ideal, wenn du dich erfrischen möchtest, es sei denn, du wartest, bis es abgekühlt ist. Wie man Wasser beim Wandern aufbereitet Außerdem darf man nicht vergessen, dass der Siedepunkt von Wasser von der Höhe abhängt, auf der man sich befindet. Beim Wandern auf Meereshöhe genügt es, das Wasser eine Minute lang kochen zu lassen. Das reicht aus, um Bakterien abzutöten, da Wasser auf dieser Höhe bei 100 °C siedet. Je höher man steigt, desto niedriger ist die Siedetemperatur des Wassers. Bei diesen Temperaturen werden Bakterien jedoch nicht sofort abgetötet – sie benötigen eine längere Kochzeit. Auf 4500 Metern Höhe siedet Wasser bei 85 °C. Um das Wasser aufzubereiten, muss es daher mehrere Minuten lang gekocht werden, um die Mikroorganismen abzutöten. Bei einer Besteigung des Everests beginnt das Wasser bereits bei 70 °C zu sieden, was bedeutet, dass du das Wasser mindestens eine halbe Stunde lang kochen lassen musst.

Wie man Wasser beim Wandern aufbereitet: die UV-Aufbereitung

Heute gibt es sehr fortschrittliche Technologien zur Wasseraufbereitung. Tragbare UV-Lampen sind der Beweis dafür. Im Format eines Stifts sind diese Lampen sehr effektiv und praktisch. Es genügt, das Gerät einzuschalten und es in alle Richtungen im wassergefüllten Behälter zu bewegen – fertig. Für die Aufbereitung eines Liters Wasser reicht eine Behandlungsdauer von ein bis zwei Minuten. Der größte Vorteil dieser Wasseraufbereitungsmethode ist, dass das Gerät schnell, kompakt und leicht ist. Fast alle im Wasser enthaltenen Krankheitserreger werden bei diesem Verfahren eliminiert. Wie man Wasser beim Wandern aufbereitet Allerdings werden die Organismen nicht abgetötet – sie werden lediglich in einem Zustand fixiert, in dem sie sich nicht mehr vermehren können. Das ist auch der Grund, warum mit UV behandeltes Wasser nicht zu lange der Sonne ausgesetzt werden sollte. In diesem Fall ist eine Reaktivierung der Organismen möglich. Der Hauptnachteil der UV-Aufbereitung ist, dass das Verfahren nicht gegen chemische Schadstoffe wirksam ist. Außerdem sind tragbare UV-Lampen nicht für jeden Wanderer erschwinglich, da es sich noch um eine sehr kostspielige Technologie handelt.

Wie man Wasser beim Wandern aufbereitet: Filter aller Art

Filter können ebenfalls zur Wasseraufbereitung eingesetzt werden. Das Prinzip ist einfach: Das Wasser wird durch Filter mit kleinen Poren geleitet. So werden Partikel und Mikroorganismen zurückgehalten und das austretende Wasser ist rein und trinkbar. Es gibt verschiedene Filtertypen: Kartuschenfilter, Glasfaserfilter, Membranfilter, Keramikfilter usw. In der Regel ist die Filterbehandlung schnell. Die Behandlungsdauer variiert jedoch je nach Porengröße. Je kleiner die Poren, desto länger dauert die Behandlung. Es handelt sich jedoch um ein sehr effektives Verfahren: Fast alle Bakterien und Mikroorganismen werden von den Filtern zurückgehalten. Nach der Behandlung kann das Wasser direkt getrunken werden – ideal, wenn du dich erfrischen möchtest. Filter erfordern jedoch eine sehr sorgfältige Pflege. Da das Verfahren darauf beruht, Mikroorganismen im Filter zurückzuhalten, kann er sich zusetzen und die Entwicklung biologischer Kontaminanten begünstigen, wenn er nicht regelmäßig gereinigt wird. Wie man Wasser beim Wandern aufbereitet Der Nachteil dieser Filterbehandlung ist, dass sie selten alle Viren eliminiert. Um alle Viren aus dem Wasser zu entfernen, müssen die Poren sehr klein gewählt werden. Oder die Filterbehandlung muss mit einer chemischen Behandlung kombiniert werden.

Wie man Wasser beim Wandern aufbereitet: Reinigungstabletten

Es gibt auch ein chemisches Verfahren zur Wasseraufbereitung. Dabei wird eine Reinigungstablette in eine bestimmte Menge Wasser gegeben und gewartet, bis sie ihre Wirkung entfaltet. Die Vorteile sind zahlreich: Die Tabletten sind eine platzsparende und kostengünstige Lösung. Allerdings darf man nicht vergessen, dass sie nicht alle Mikroorganismen abtöten. Außerdem muss man eine gewisse Zeit warten, bis das Wasser aufbereitet ist. Diese Wartezeit beträgt je nach Marke der Tablette zwischen 30 Minuten und 2 Stunden.

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