Wenn ihr euch mit einer Wanderjacke ausrüsten möchtet, ist die Auswahl groß und kann manchmal verwirrend sein. Es gibt jedoch eine Möglichkeit, sich zurechtzufinden. Ihr könnt Wanderjacken anhand bestimmter Merkmale einordnen, Details identifizieren, die auf lange Sicht den Unterschied machen, und auf bestimmte wesentliche Parameter achten, um die Wanderjacke auszuwählen, die zu euch passt. Es gibt nämlich nicht die eine beste Wanderjacke, sondern verschiedene Modelle für verschiedene Klimazonen, Situationen oder Verwendungszwecke. Findet alle diese Informationen in diesem Kaufratgeber für Wanderjacken, um bald auf den Wegen loszuziehen!
Die verschiedenen Arten von Wanderjacken
Die Regenjacke
Eine Regenjacke ist wasserdicht und winddicht. Sie schützt euch vor Regen und Wind. Sie ist damit eine erste wirksame Barriere und sollte Wärmeverluste durch Wind verhindern. Außerdem muss sie atmungsaktiv sein, um Schweiß in Form von Wasserdampf abzuleiten.
Aber eine Regenjacke sollte wirklich optional sein und nur bei nachgewiesenem Regenrisiko mitgenommen werden. Sie ist weniger effektiv als andere Jacken für einen guten thermischen Schutz, wenn die Kälte im Vordergrund steht.
Heutzutage empfiehlt es sich bei Regenrisiko, lieber auf eine Softshell-Jacke zurückzugreifen, die einen guten Kompromiss darstellt.
Die Softshell-Jacke
Softshell bedeutet „weiche Schale", aber es ist vor allem der Begriff, der die kombinierte Wirkung dieser neuen technischen Jacken beschreibt, die das Duo aus fleece und Regenjacke ersetzen.
Einseitige Wetterlagen sind recht selten, und generell kann es im Laufe eines Tages morgens etwas frisch sein, nachmittags einen kleinen Schauer geben und abends wieder kälter werden. In diesen Fällen macht die Softshell-Jacke Wunder und rechtfertigt ihre Existenz vollauf. Sie bietet nämlich gleichzeitig winddichten Schutz und wasserabweisendes Verhalten, das einem leichten Regen 30 bis 40 Minuten, ja sogar eine Stunde, standhält.
Sie ist mit einem inneren fleece oder einer wärmenden membran gefüttert, die eine gute Wärmeisolierung bietet. Das ist die Wanderjacke schlechthin für die Übergangsjahreszeiten und wechselhafte Tage. Oft ist es das Allround-Modell, das unbedingt in den rucksack gesteckt werden muss!

Die ultrashell-Jacke
Die ultrashell-Jacken sind Jacken mit 3 Lagen, die oft doppelt so leicht und 8-mal atmungsaktiver sind als eine klassische Hard-Shell-Jacke. Sie ist gleichzeitig dehnbar, widerstandsfähig und mit feineren Poren ausgestattet, um die Luft besser durchzulassen, und verfügt über eine wasserdichte membran von 20.000 mm.
Das macht sie zu idealen Wanderjacken, um Unwettern zu trotzen und dabei perfekt geschützt zu sein, ohne eine klassische Hardshell-Jacke mitnehmen zu müssen, die etwas schwer und wenig praktisch ist.
Die extrawarme Jacke
Sie ist eindeutig dafür gemacht, euch vor den Bissen der Kälte zu schützen! Das 3D STRONG®-Gewebe ist widerstandsfähiger und leichter als ein fleece und bietet 2-mal mehr Dehnbarkeit als ein klassisches Stretch-Material. Es ist gleichzeitig eine Jacke, die schützt und auch eine perfekte Ergonomie des Textils gewährleistet, was Komfort und Leistung fördert. 2-mal wärmeisolierender als ein klassischer Fleece-Faden – das ist die perfekte Jacke für kalte frühe Morgenstunden oder die Höhenlagen.
Sie wird euch bei Minustemperaturen vollauf befriedigen, und die integrierte Hals- und Gesichtsmaske ist ein echtes Plus, um euch vor Wind und Schnee zu schützen.

Welche Details zählen beim Kauf?
Abgesehen davon, dass verschiedene Wanderjacken für unterschiedliche Kontexte und Situationen geeignet sind, solltet ihr beim Kauf eurer Wanderjacke auch auf bestimmte Parameter achten.
Das Gewicht
Das Gewicht ist ein weniger entscheidendes Kriterium als bei der Wahl der Wanderschuhe, muss aber dennoch berücksichtigt werden, da die Unterschiede von Modell zu Modell und von Marke zu Marke erheblich sein können.
Die Kapuze
Die Kapuze, ob abnehmbar oder fest, kann im Kragen verstaut werden. Sie ist unverzichtbar, um den Kopf vor Kälte und Wind zu schützen, da dies die am stärksten der Kälte ausgesetzte Körperstelle ist. Wenn ihr eine Wanderjacke für kalte oder kühle Jahreszeiten kauft, solltet ihr die Kapuze nicht außer Acht lassen.
Die Bündchen
Die Bündchen müssen verstellbar und anpassbar sein. Am besten eignet sich Klettverschluss, der eine feine Einstellung ermöglicht. Dieser sorgt für Komfort und verhindert Lufteinzug, der stets dem thermischen Komfort abträglich ist.
Die Taschen
Die Taschen sind essenziell für die Praktikabilität eurer Wanderjacke. Ihr müsst keine großen Volumina in euren Taschen transportieren, aber ihr braucht oft mehrere unterschiedliche Volumina an gut platzierten Stellen.
Die meisten Wanderjacken sind heute mit Reißverschlusstaschen ausgestattet, die große Sicherheit bieten. Es ist nicht notwendig, dass alle Taschen gezippt sind, aber mindestens eine davon muss es sein!
Der kordelzug an der Taille
Das ist oft ein Detail, das beim Kauf einer Wanderjacke vernachlässigt wird, aber dennoch den Unterschied machen kann. Das Vorhandensein eines Kordelzugs an der Taille garantiert euch eine gute Abdichtung und guten Komfort. Dies gilt insbesondere für Softshell-Jacken oder Übergangsjacken, die unbedingt einen haben sollten.
Die Kabeldurchführungen
Das ist eine neuere Anforderung, aber man kann nicht mehr leugnen, dass Menschen mit einem Smartphone oder einem iPod wandern gehen. Die Zugänglichkeit dazu muss daher erleichtert werden, insbesondere das Hören. Kabeldurchführungen für Kopfhörer sind daher auf Wanderjacken immer häufiger zu finden. Sie sind natürlich nicht unverzichtbar, aber ihre Anwesenheit kann in puncto Komfort und Praktikabilität eurer Jacke den Unterschied machen.
Der Kragen
Der Kragen ist ein Punkt, auf den man achten sollte, da er eine Reibungsquelle an einer recht empfindlichen Hautstelle ist und ein bevorzugter Eintrittspunkt für Regenwasser. Ein schlecht platzierter Druckknopf oder ein ungeeigneter Schnitt können schnell lästig werden. Denkt daran, wenn ihr eure Wanderjacke auswählt.
