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Der UTMB® entstand nicht aus einer Marketingstrategie, sondern aus einer einfachen Idee: das Mont-Weiß-Massiv zu Fuß in einer einzigen Etappe durch Frankreich, Italien und die Schweiz zu umrunden. Mehr als zwanzig Jahre später ist aus dieser Idee das prestigeträchtigste Trail-Rennen der Welt und der Name einer weltweiten Serie geworden. So fing alles an.
2003: Die Geburtsstunde des UTMB®

Der UTMB® wurde von Catherine und Michel Poletti gegründet, einem laufbegeisterten Ehepaar aus Chamonix. Zusammen mit weiteren freiwilligen Helfern ließen sie einen 1999 eingestellten Staffellauf rund um den Mont-Weiß als Einzelrennen wieder aufleben: eine vollständige Umrundung des Massivs, zu absolvieren mit teilweiser Autonomie und in unter 46 Stunden.
Die erste Ausgabe startete am 30. August 2003 in Chamonix. Die Organisatoren hatten mit etwa 300 Startern gerechnet. Am Ende standen 722 Läufer am Start. Die Wetterbedingungen dieser Premiere waren extrem: Nur 67 Läufer – weniger als 10 % des Feldes – beendeten die komplette Umrundung des Massivs innerhalb des Zeitlimits. Das Signal war eindeutig: Die Ausfallquote sollte zu einem der Markenzeichen des Rennens werden.
Ein Rennen wird zur Rennfamilie
Angesichts des Erfolgs erweiterte die Organisation die historische Strecke schrittweise um weitere Formate, damit mehr Läufer unabhängig von ihrem Leistungsniveau das Mont-Weiß-Massiv erleben können: die CCC® (Courmayeur–Champex–Chamonix, ca. 100 km), die TDS® (Sur les Traces des Ducs de Savoie durch das Beaufortain), die OCC (Orsières–Champex–Chamonix, Kurzformat), die PTL (Petite Trotte à Léon, eine Team-Challenge über ca. 300 km ohne Rangliste) und die MCC (Martigny-Combe nach Chamonix). Heute vereint diese Rennwoche rund 10.000 Läufer aus aller Welt allein rund um das Mont-Weiß-Massiv.
Vom lokalen Rennen zur weltweiten Serie

Im Mai 2021 schloss sich die UTMB Group mit der IRONMAN Group zusammen, um die UTMB World Series ins Leben zu rufen – eine internationale Rennserie von Qualifikationsläufen über mehrere Kontinente hinweg. Die Teilnahme an einem dieser Läufe ermöglicht das Sammeln von Running Stones, die zur Teilnahme an der Auslosung für die Rennwoche in Chamonix berechtigen, dem globalen Finale der Serie. Diese neue Dimension hat den UTMB® grundlegend verändert: Aus einem lokalen Rennen wurde ein weltweites Qualifikationssystem, wobei der Mont-Weißen das Flaggschiff-Rennen bleibt.
Dieser Schritt stieß in der Trail-Szene nicht nur auf Zustimmung, da manche Läufer und Veranstalter die Konzentration des internationalen Kalenders in den Händen eines einzigen Akteurs kritisierten. Dennoch hat sich das Modell innerhalb weniger Saisons durchgesetzt.
Was die Geschichte des UTMB® geprägt hat
Zwei Jahrzehnte nach der Premiere hat der UTMB® eine Legende geschaffen – geprägt von regelmäßig verbesserten Rekorden, einer Siegerliste mit den größten Namen der weltweiten Trail-Szene und stets geschärften Sicherheitsstandards nach Austragungen unter widrigsten Bedingungen. Es ist zugleich die Geschichte einer funktionalen und anspruchsvollen Strecke, die ihrer ursprünglichen DNA immer treu geblieben ist: Eigenverantwortung und Respekt vor den Bergen.
Häufig gestellte Fragen
Wer hat den UTMB® gegründet?
Der UTMB® wurde 2003 von Catherine und Michel Poletti, einem Ehepaar aus Chamonix, mit der Unterstützung weiterer laufbegeisterter Helfer ins Leben gerufen.
In welchem Jahr fand der erste UTMB® statt?
Die erste Ausgabe fand am 30. August 2003 statt. Von 722 gestarteten Teilnehmern erreichten lediglich 67 Läufer das Ziel des kompletten Kurses innerhalb der vorgegebenen Frist.
Warum fand die Ausgabe 2020 nicht statt?
Die Ausgabe 2020 wurde aufgrund der COVID-19-Pandemie abgesagt. Es ist die einzige Absage in der Geschichte des Rennens.