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Nordic-Walking-Stöcke

06 Sep. 2022

Bâtons de marche nordique

Damit Du Nordic Walking optimal ausüben und von den vielen Vorteilen dieser Outdoor-Aktivität profitieren kannst, brauchst Du die richtigen Stöcke. Sehen wir uns ihre wichtigsten Merkmale an.

Stöcke für Nordic Walking

Nordic Walking findet meist auf flachem oder zumindest wenig unebenem Gelände in gleichmäßigem Tempo statt. Für diesen vielseitigen Sport brauchst Du nur wenig Ausrüstung: gute Kleidung, passende Schuhe und geeignete Stöcke. Die Stöcke sind dabei unverzichtbar – ohne sie wäre es kein Nordic Walking, sondern sportliches Gehen. Doch was zeichnet diese besonderen Stöcke aus? Was unterscheidet sie von Stöcken zum Wandern oder für trailrunning? Welche Materialien, Aufsätze, Griffe und Zubehörteile sind für diese Outdoor-Aktivität wichtig? Hier erfährst Du alles Wissenswerte über Nordic-Walking-Stöcke!

Nordic-Walking-Stöcke richtig verwenden

Nordic Walking ist ohne Stöcke nicht möglich. Durch ihren Einsatz wird daraus ein Ganzkörpersport, der 90 % der Körpermuskulatur beansprucht und sich für Menschen fast jeden Alters und Fitnessniveaus eignet. Gegenüber dem sportlichen Gehen ohne Stöcke bietet Nordic Walking zahlreiche Vorteile. Sehen wir uns an, was der Stockeinsatz bringt und welche positiven Wirkungen dieser Sport im Freien hat.

  • Mit Stöcken werden fast alle Muskeln des Körpers beansprucht. Ohne sie setzt Du beim Gehen nur etwa die Hälfte Deiner Muskeln ein.
  • Beim Nordic Walking sind die Bewegungen ausladender und beanspruchen mehr Muskeln. So trainierst und kräftigst Du neben dem Unterkörper auch Bauch, Arme und Schultern.
  • Durch den Einsatz der Stöcke verbesserst Du Beweglichkeit, Gleichgewicht und Koordination zwischen Ober- und Unterkörper.
  • Der Einsatz der Stöcke entlastet den Körper ab der Hüfte nach unten. Das verringert die körperliche und muskuläre Ermüdung und hilft Dir, länger durchzuhalten.
  • Wenn Du Dich auf die Stöcke stützt, gewinnst Du an Vortrieb: Sie geben Dir mehr Schwung.
  • Durch den stärkeren Vortrieb und den Einsatz der Oberkörpermuskulatur ermüdest Du weniger schnell. Bei gleichem Kraftaufwand hältst Du ein höheres Tempo und steigerst Deine Ausdauer.
  • Wer schneller und weiter geht, verbrennt mehr Kalorien und verbessert seine Herz-Kreislauf-Leistungsfähigkeit.
  • Weil beim Gehen 90 % der Körpermuskulatur beansprucht werden, entwickelst Du einen ausgewogen trainierten Körperbau und verbesserst Deine Haltung sowie die Beweglichkeit Deines Oberkörpers.

Nordic-Walking-Stöcke mit Handschlaufen

Ein besonders auffälliges Merkmal von Nordic-Walking-Stöcken ist die Handschlaufe in Form eines Halbhandschuhs. Anders als die einfachen Schlaufen von Stöcken zum Wandern haben Nordic-Walking-Stöcke meist eine Schlaufe, die fest um Handgelenk und Daumen sitzt. Warum? Bei der Abstoßbewegung musst Du die Hand öffnen und den Stock loslassen, bevor Du den Griff wieder fest umfasst und Dich erneut abstößt. Dank der Handschlaufen fallen Dir die Stöcke nicht herunter und Du behältst Rhythmus und Koordination bei.

Abnehmbare Handschlaufen sind die beste Wahl. Damit kannst Du Dich schnell und einfach vom Stock lösen, etwa um nach Deiner Trinkflasche zu greifen.

So stellst Du Deine Nordic-Walking-Stöcke ein

Bei Gehstöcken stellt sich oft die Frage nach der Länge: Welche Länge ist richtig und wie stellt man die Stöcke ein?
Häufig werden ausschließlich Stöcke mit fester Länge empfohlen, da sie Vibrationen weitgehend reduzieren. Dank Fortschritten bei der Herstellung gibt es inzwischen aber auch leistungsfähige Carbonmodelle, die Vibrationen ebenfalls mindern. Verstellbare Stöcke lassen sich leichter verstauen und können von mehreren Personen unterschiedlicher Körpergröße genutzt werden. Du kannst sie also problemlos verleihen. Wichtig ist, dass sie nicht aus Aluminium bestehen, da die Vibrationen sonst zu stark sind, und dass sie unbedingt eine gerade Spitze haben.

Welche Länge sollten Nordic-Walking-Stöcke haben?

Ob der Stock eine feste Länge hat oder verstellbar ist: Er passt zu Deiner Körpergröße, wenn Dein Unterarm bei senkrecht aufgesetztem Stock parallel zum Boden liegt und mit dem Oberarm einen rechten Winkel bildet. Steh für diesen Test aufrecht und trage Deine Wanderschuhe. Achte darauf, dass der Stock senkrecht zum Boden steht. Als Richtwert für die zu Deiner Körpergröße passende Stocklänge kannst Du Deine Körpergröße mit 0,68 multiplizieren. Prüfe anschließend, ob Dein Arm wie oben beschrieben den rechten Winkel bildet.

Welche Aufsätze eignen sich für Nordic-Walking-Stöcke?

Auch die Aufsätze müssen speziell für Nordic Walking geeignet sein. Auf hartem Untergrund verbessern sie den Halt: Durch ihre abgeschrägte Form liegen sie beispielsweise auf Asphalt gut auf. Die mit den Stöcken gelieferten Aufsätze bestehen meist aus Gummi. Es gibt aber auch welche aus Carbon, die widerstandsfähiger sind und sich langsamer abnutzen. Nimmst Du die Aufsätze ab, kommt eine harte Spitze zum Vorschein, häufig aus Wolframcarbid. Sie eignet sich für weichen Untergrund.

Bei den Spitzen von Nordic-Walking-Stöcken gibt es zwei Arten: gerade Spitzen oder, bei Stöcken mit fester Länge, angewinkelte Spitzen.

Nordic-Walking-Stöcke aus Carbon

Die Schäfte von Nordic-Walking-Stöcken bestehen meist aus einer Mischung aus Carbon und Glasfaser. Wähle möglichst einen Carbonanteil von mindestens 50 %, um Vibrationen zu reduzieren und Deine Gelenke zu schonen. Je höher der Carbonanteil, desto leichter und stabiler ist der Stock. Aluminium solltest Du daher eher meiden: Es ist schwerer und dämpft Vibrationen weniger gut.

Welche Griffe eignen sich für Nordic-Walking-Stöcke?

Wie oben erklärt, musst Du beim Nordic Walking die Stöcke bei jedem Schritt loslassen und wieder greifen. Deshalb sind Handschlaufen unverzichtbar. Durch die wiederholte Bewegung können die Hände schnell feucht werden. Wähle daher Griffe, die Schweiß gut aufnehmen, damit Dir die Stöcke nicht aus den Händen rutschen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten: Entscheidend sind Deine Anforderungen, Dein Komfort und vor allem die Form Deiner Hände. Wichtig ist ein möglichst natürlicher und bequemer Griff. Kunststoffgriffe sind beispielsweise rutschig und nehmen keinen Schweiß auf; Du kannst sie jedoch mit Handschuhen verwenden. Griffe aus Kork, Schaumstoff oder Gummi wirken Schweißbildung entgegen und rutschen nicht. Kork- und Gummigriffe sind langlebiger als Schaumstoffgriffe, während Schaumstoff- und Korkgriffe leichter sind.

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