Die Wetterbedingungen beim Trail können wechselhaft sein. In der freien Natur und besonders in den Bergen ist Regen keine Seltenheit. Um unter optimalen Bedingungen zu laufen und sicher unterwegs zu sein, muss die Regenbekleidung für den Trail sorgfältig ausgewählt werden.
Das Wichtigste im Überblick:
- Eine gute Ausrüstung sorgt für Komfort, Sicherheit und Performance beim Trail.
- Wasserdichtigkeit, Atmungsaktivität, Leichtigkeit und Komprimierbarkeit sind die wichtigsten Kriterien.
- Die Basiskleidung muss an feuchte Bedingungen angepasst sein.
- Bestimmte Accessoires runden die Ausrüstung bei Regenwetter effektiv ab.
Die Bedeutung der passenden Ausrüstung bei Regen
Die richtige Trailrunning-Kleidung für Regen ist nicht nur eine Frage des Komforts, sondern auch der Sicherheit. Bei schlechtem Wetter ist die Sicht eingeschränkt, der Untergrund wird rutschig und es besteht die Gefahr einer Unterkühlung.
Nässe senkt die Körpertemperatur, und der Körper verbrennt mehr Energie, um sich aufzuwärmen. Dieser Energieverlust wirkt sich wiederum auf die Motivation aus. Es ist daher entscheidend, Ausrüstung zu tragen, die den thermischen Komfort aufrechterhält, Regen abhält und Schweiß entweichen lässt.

Einen Trail zu laufen bedeutet ständige Bewegung. Nasse Kleidung neigt jedoch dazu, Reibung zu verursachen. Um Verletzungen vorzubeugen, solltest du eine gut sitzende und funktionell durchdachte Kleidung tragen, um Risiken zu minimieren.
Bei Regen wird auch der Lauf technisch anspruchsvoller. Felsen sind rutschig, der Boden ist schmierig und die Sicht schlechter. Mit passender Ausrüstung kannst du aufmerksam bleiben und schnell reagieren sowie Stürze und Navigationsfehler vermeiden.
Die Kriterien für die Wahl der Regenbekleidung beim Trail
Bei der Wahl deiner Regenkleidung fürs Trailrunning sind mehrere Faktoren wichtig. Die Wasserdichtigkeit steht an erster Stelle: Sie schützt vor Regen, verhindert das Auskühlen durch Nässe und hilft bei unvorhersehbarem Wetter. Sie wird in Millimetern Wassersäule (Schmerber) gemessen. Zum Laufen bei Regen empfehlen wir Trailrunning-Jacken mit mindestens 10 000 mm Wassersäule.
Atmungsaktivität lässt Schweiß entweichen, unterstützt die Regulierung der Körpertemperatur und sorgt für mehr Komfort in Bewegung. Atmungsaktive Stoffe verhindern beim Trailrunning das Gefühl nasser, anhaftender Kleidung. Die Atmungsaktivität wird als RET (Widerstand gegen die Verdunstung von Schweiß) oder MVTR (Wasserdampfdurchlässigkeit) angegeben. Fürs Trailrunning empfehlen wir Kleidung mit einem RET unter 6 oder einem MVTR von mindestens 10 000 g/m²/24h.

Beim Trailrunning zählt jedes Gramm: Geringes Gewicht ist daher wichtig. Leichte Kleidung ist angenehmer zu tragen, lässt sich einfacher verstauen und verursacht weniger Reibung, da sie häufig ohne Nähte auskommt.
Neben geringem Gewicht ist ein kleines Packmaß im Wettkampf ein strategischer Vorteil. Wenn jeder Zentimeter zählt, lässt sich komprimierbare Kleidung klein zusammenfalten oder in einer Tasche verstauen. So ist sie bei plötzlichem Regen schnell griffbereit.
Die wichtigste Basiskleidung bei Regenwetter
Trailrunning-Jacken sind bei Regen unverzichtbar. Sie sollten wasserdicht, atmungsaktiv und leicht sein (etwa 150 bis 200 Gramm). Für besseren Schutz wähle ein Modell mit Kapuze und Schirm. Das schützt dein Gesicht vor Böen und Regentropfen und verbessert Sicht und Komfort.
Für die Beine gibt es mehrere Möglichkeiten. Wasserdichte Trailrunning-Hosen eignen sich bei länger anhaltendem Regen. Wasserdichte Überhosen über Leggings oder Shorts sind eine gute Alternative bei unbeständigem Wetter. Bei leichtem Regen kann auch eine wasserabweisende, winddichte Leggings ausreichen.

Funktionale Baselayer helfen, Temperatur und Feuchtigkeit zu regulieren. Baumwolle solltest du dabei vermeiden; Synthetikmaterialien oder Merinowolle sind besser geeignet. Um Hautreizungen vorzubeugen, wähle einen körpernahen Schnitt und schnell trocknendes Material.
Bei Trailrunning-Socken ist Atmungsaktivität wichtig, damit Feuchtigkeit gut entweichen kann. Socken aus Merinowolle halten auch im nassen Zustand warm. Einige Marken bieten zudem wasserdichte Sockenpaare für zusätzlichen Schutz an.
Auch Zubehör wie eine Kappe, ein Schlauchtuch oder leichte wasserabweisende beziehungsweise wasserdichte Handschuhe ist bei Regen nützlich. Wähle außerdem eine leistungsfähige Stirnlampe fürs Trailrunning und trage reflektierende Elemente, damit du sichtbar bleibst.
Die richtige Wahl der Regenbekleidung für den Trail ist gar nicht so kompliziert, wenn man bestimmte Kriterien beachtet. Prüfe auch, ob sie den Anforderungen bestimmter Trail-Wettkämpfe wie dem UTMB entspricht. So kannst du unbesorgt laufen.
Bildnachweis: Delphine Danielou