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Trinksystem oder Trinkflasche beim Wandern?

Trinksystem oder Trinkflasche beim Wandern?

06 Apr. 2017

Poche à eau ou gourde pour la randonnée ?

Vor einigen Jahren schworen Wanderer ausschließlich auf die Trinkflasche. Mittlerweile lässt sich jedoch beobachten, dass das Trinksystem immer beliebter wird. Doch was soll man wählen? Beides hat seine Vor- und Nachteile. Der folgende Vergleich soll jedem Wanderer helfen, die Entscheidung anhand seiner persönlichen Kriterien zu treffen.

Die klassische Wandertrinkflasche: zuverlässig und vielseitig

Trinkflasche oder Trinksystem beim WandernDie klassische Trinkflasche hat sich längst bewährt: Sie ist unverzichtbare Ausrüstung für jede Wandertour. Es ist wichtig, etwas Robustes zu haben, in dem man Trinkwasser verstauen kann. Eine Metallflasche lässt sich nicht so leicht durchstechen, selbst wenn du deinen Rucksack versehentlich fallen lässt. Außerdem kann eine solche Flasche mehrere Jahre halten, was ein echter Pluspunkt ist, wenn du oft wanderst. Und selbst wenn sie irgendwann unbrauchbar wird, kannst du problemlos eine neue kaufen, da die Metallflasche günstig ist.

Ein weiterer Vorteil der Metallflasche ist, dass sie verschiedene Arten von Getränken aufnehmen kann: Wasser, Kaffee, Tee oder anderes. Außerdem lässt sich eine Metallflasche sehr leicht pflegen – eine einfache Reinigung reicht aus, um sie gründlich zu säubern und jegliche Vermehrung von Bakterien oder anderen Keimen zu verhindern. Und last but not least schützt die Metallflasche dein Getränk vor Kälte: Das Wasser, der Tee oder der Kaffee, den du darin transportierst, gefriert nicht in kürzester Zeit, selbst wenn du die Flasche griffbereit hältst.

Allerdings hat die Metallflasche nicht nur Vorteile. Einer der gewichtigsten Nachteile beim Mitführen dieses Ausrüstungstyps ist die mangelnde Bequemlichkeit. Beim Wandern muss man manchmal klettern, Flüsse durchqueren oder Hindernisse überwinden, bei denen man beide Hände braucht. Hinzu kommt, dass man anhalten, den Rucksack öffnen und die Flasche heraussuchen muss, wenn man seinen Durst stillen will.

Außerdem ist die Metallflasche schwer. Wenn man bedenkt, dass das Gewicht der Ausrüstung ein wichtiges Kriterium für eine erfolgreiche Wanderung ist, ist es wenig ermutigend, zwei oder drei volle Flaschen mitzunehmen. Und dennoch ist es notwendig, da Metallflaschen oft ein begrenztes Fassungsvermögen haben. Darüber hinaus nehmen Metallflaschen im Rucksack immer gleich viel Platz ein, selbst wenn sie leer sind.

Trinkflasche oder Trinksystem beim Wandern

Das Trinksystem: praktisch und innovativ

Trinkflasche oder Trinksystem beim WandernDas Trinksystem ist eine Art flexible Kunststoffflasche mit einem Trinkschlauch. Beim Wandern ist es sehr praktisch, zwischendurch einen Schluck zu trinken: Man muss nur den Schlauch in den Mund nehmen und saugen. Kein Anhalten, kein Öffnen des Rucksacks und keine Akrobatik, um an die Flasche zu kommen. Genau diese Praktikabilität macht den Erfolg des Trinksystems aus. Viele Sportler nutzen es zur Flüssigkeitszufuhr: Radfahrer, Automobilrennfahrer, Läufer usw. Es gibt zwei Arten von Wandertrinksystemen: Taschen, die mit Wasser gefüllt und in den Rucksack gesteckt werden, und solche, die bereits in spezielle Rucksäcke integriert sind.

Beim Wandern ist es praktischer, ein Trinksystem zu wählen, das in den Wanderrucksack passt. Außerdem ist das Trinksystem wasserdicht und passt sich jeder Form an. Selbst wenn dein Rucksack prall gefüllt ist, findet dein Trinksystem immer einen Platz darin. Natürlich ist auch das Gewicht ein erheblicher Vorteil des Trinksystems: Bei gleichem Fassungsvermögen ist es deutlich leichter als die Metallflasche. Was das Fassungsvermögen betrifft: Trinksysteme können in der Regel mehr Wasser aufnehmen als Metallflaschen. Natürlich hängt das von Marke und Modell ab, aber im Allgemeinen haben Taschen ein Fassungsvermögen, das zwischen 1 und 3 Liter variieren kann.

Trinkflasche oder Trinksystem beim Wandern

Allerdings lässt sich das Trinksystem schwer reinigen. Aus diesem Grund ist es nicht empfehlenswert, darin andere Getränke als Wasser aufzubewahren. Eine unzureichende Reinigung könnte leicht zu einer Vermehrung von Mikroorganismen führen, ganz zu schweigen von unangenehmen Gerüchen. Zudem ist das Trinksystem empfindlicher als die Metallflasche. Es kann Stöße verkraften, aber keine spitzen oder scharfen Gegenstände.

Schließlich und nicht zuletzt hat das Trinksystem noch einen weiteren Nachteil: Man kann die genaue Menge des getrunkenen Wassers nicht ablesen. Da das Saugen am Schlauch sehr einfach ist, besteht die Tendenz, zu viel und ohne Unterbrechung zu trinken. Wenn man in einer Situation ist, in der es unbedingt notwendig ist, Wasser zu sparen, müsste man das Trinksystem aus dem Rucksack nehmen, was wenig praktisch wäre. Es gibt zwar vernetzte Trinksysteme, die den Verbrauch direkt am Schlauch über ein elektronisches System verfolgen lassen, aber diese Art von Wasserspeicher ist noch kostspielig.

Eine Frage des Geschmacks und der Gewohnheit

Wie man sieht, ist es schwer, zwischen der Wandertrinkflasche und dem Trinksystem eindeutig zu entscheiden. Wenn du jedoch ein erfahrener Langstreckenwanderer bist, wird dir das Trinksystem aufgrund seines größeren Fassungsvermögens deutlich praktischer und nützlicher sein. Für kurze Tageswanderungen sind die Trinkflasche oder das Bidon völlig ausreichend. Letztendlich ist es auch eine Frage der Gewohnheit und des Geschmacks. Du kannst problemlos sowohl eine Trinkflasche als auch ein Trinksystem ausprobieren und sehen, was dir besser liegt.

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