Herbstwanderungen bieten oft die letzte Gelegenheit, milde Tage vor dem Wintereinbruch zu nutzen und die herbstliche Bergwelt in voller Farbenpracht zu erleben. Doch die Wahl der richtigen Kleidung für die Übergangszeit ist nicht immer einfach. Hier findest du praktische Tipps und Bekleidungsempfehlungen für den Herbst, damit du auf deinen Touren bestens geschützt unterwegs bist.
Die passende Wanderbekleidung für diesen Herbst: Oberkörper
Im Herbst musst Du Dich in jeder Region auf Temperaturschwankungen im Tagesverlauf einstellen. Sie fallen stärker aus als in anderen Jahreszeiten. Deshalb solltest Du auf das funktionale Drei-Schichten-Prinzip setzen.

Setze als erste Schicht auf warme, atmungsaktive Kleidung, die Schweiß ableitet und direkt auf der Haut getragen wird. Darüber kannst Du kurz- oder langärmelige Hemden und warme Westen tragen. Als äußerste Schicht brauchst Du eine Jacke, die Dich vor Wind und Regen schützt. Sie sollte wasserdicht und atmungsaktiv sein.

Wählst du ein Modell mit kleinem Packmaß, lässt sie sich problemlos im Rucksack verstauen, wenn das Wetter es zulässt.

Für kühlere Phasen solltest Du außerdem eine Jacke als Zwischenschicht mitnehmen. Ein Beispiel ist ein Fleece, das warm und leicht ist und Dich wirksam vor Kälte schützt.

Die passende Wanderbekleidung für diesen Herbst: Unterkörper
Wenn Du im Herbst bequem wandern möchtest, nimm am besten eine lange, leichte Hose mit und gegebenenfalls eine etwas wärmere, funktionale Hose. Je nach Region brauchst Du die leichte Hose nach dem 15. November womöglich nicht mehr. Zu Beginn der Saison kann auch eine Zip-off-Hose sinnvoll sein. Bei Sonne und milden Temperaturen kannst Du sie als Bermuda oder Shorts tragen. Wähle in jedem Fall funktionale Kleidung, die fürs Wandern geeignet ist. Sie bietet Dir Bewegungsfreiheit und vermeidet starke Reibung. Flachnähte sind besonders wichtig, damit Du viele Stunden ohne Scheuerstellen unterwegs sein kannst.

Wenn Du bei einer Wochenendwanderung ein Biwak oder eine Übernachtung in einer Hütte planst, ist eine lange Thermounterhose für die Nacht sinnvoll. Sie schützt Dich vor Kälte. Du kannst sie direkt nach der Wanderung anziehen, damit Deine Muskeln nach der Belastung nicht auskühlen – Kälte kann schnell zu Muskelverhärtungen führen.
Wanderbekleidung für diesen Herbst: Socken
Die Wahl der Socken und Wanderschuhe ist im Herbst wichtig: Kühlere Temperaturen und Feuchtigkeit machen es den Füßen schwerer. Deshalb ist die richtige Ausrüstung entscheidend.
Zuerst brauchst Du natürlich geeignete Schuhe: Geh mit Wander- oder Trekkingschuhen los. Je nach Deinen Vorlieben kannst Du Wanderschuhe mit mittelhohem Schaft oder leichte Wanderschuhe mit niedrigem Schaft wählen. Letztere bieten auf nassem Gelände jedoch weniger Halt.
Mach bei den Socken nicht den Fehler, mit gewöhnlichen Alltagssocken oder Sportsocken loszugehen, die sich nicht zum Wandern eignen. An einem langen Wandertag kann das für den Komfort und die Gesundheit Deiner Füße einen deutlichen Unterschied machen. Wähle deshalb leichte Wandersocken. Bequeme Socken aus Merinowolle eignen sich besonders für lange Tage unterwegs. Ein hoher Anteil an Merinowolle hilft, Gerüche zu reduzieren.

Für die Regeneration kannst Du auch Kompressionssocken gegen müde Beine nutzen. Sie helfen, das Müdigkeitsgefühl zu verringern und die Wahrscheinlichkeit von Krämpfen und Wadenschmerzen deutlich zu senken. Die Anwendung ist einfach: Zieh sie nach Deiner Wanderung an und trage sie 2 bis 4 Stunden, um die Durchblutung wieder anzuregen.
Wanderbekleidung für diesen Herbst: Schuhe
Ein weiterer unverzichtbarer Teil Deiner Wanderausrüstung sind die Schuhe. Ob mit hohem, mittelhohem oder niedrigem Schaft: Wähle Wanderschuhe, die zu Deinen Bedürfnissen, zum Gelände und zur Jahreszeit passen.

Ein letzter Tipp, bevor Du zum Wandern aufbrichst: Informiere Dich vorher über das Bergwetter!