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Wie benutzt man Wanderstöcke richtig?

06 Sep. 2022

Comment marcher avec des bâtons de randonnée?

Du hast Deine Stöcke ausgewählt, richtig eingestellt und bist bereit für Deine erste Tour. Möchtest Du vorher noch wissen, wie Du mit Stöcken zum Wandern richtig gehst? Dafür sind wir da!

mit Stöcken zum Wandern gehen

Die vielen Vorteile des Gehens haben Dich überzeugt, loszulegen? Auch die Vorteile von Wanderstöcken sprechen Dich an? Du hast passende Stöcke gefunden und bist bereit für den ersten Einsatz? Damit Du ihre Vorteile nutzen kannst, solltest Du sie richtig einsetzen – für Komfort und Stabilität und damit für Deine Sicherheit, aber auch für Leistung und Ausdauer.

Mit Stöcken zu gehen ist nicht schwer. Trotzdem lohnt es sich, von Anfang an die richtigen Handgriffe zu lernen! Wenn Du zum ersten Mal mit Stöcken wandern gehst, fragst Du Dich vielleicht, ob es eine bestimmte funktionale Vorgehensweise für das Gehen mit Stöcken zum Wandern gibt, wie Du sie am besten einsetzt und welche Fehler Du vermeiden solltest. Die Antwort lautet: ja! Je nach persönlichem Komfort und vor allem je nach Gelände gibt es unterschiedliche funktionale Vorgehensweisen und Methoden. Ob Anstieg, Abstieg, Querung am Hang oder Hindernis: In diesem Artikel geben wir Dir Tipps, damit Du Deine Stöcke zum Wandern überall richtig einsetzt.

Gehen mit Stöcken in flachem Gelände

Bevor es losgeht, musst du zuerst deine Stocklänge richtig einstellen. Stelle dich aufrecht hin, halte den Stock senkrecht zum Boden und prüfe, ob dein Arm am Ellbogen einen rechten Winkel bildet. Passt alles? Dann rein in die Schlaufen und los geht’s!

Es gibt verschiedene funktionale Vorgehensweisen für das Gehen mit Stöcken: Du kannst beide Stöcke gleichzeitig oder abwechselnd nach vorn setzen.
Wir empfehlen Dir, Deine Stöcke abwechselnd einzusetzen, besonders auf ebenem Gelände. So hältst Du leichter Deinen Rhythmus, und die Bewegung fühlt sich am natürlichsten an: rechter Arm und linkes Bein, dann linker Arm und rechtes Bein – genau wie beim normalen Gehen. Die Stöcke werden zur Verlängerung Deiner Arme. Nach einer Weile vergisst Du fast, dass Du sie dabeihast.
Ob Du die Stöcke gleichzeitig oder abwechselnd einsetzt: Wir setzen sie am liebsten leicht hinter dem Körper auf, um mehr Vortrieb zu erzielen. Falls es für Dich bequemer ist, die Stöcke vor dem Körper aufzusetzen und Dich damit gewissermaßen nach vorn zu ziehen, setze sie seitlich statt direkt vor Deine Füße. Sonst kannst Du dagegenstoßen, Dich verletzen oder sogar stürzen. Vor allem aber behindern und bremsen Dich die Stöcke – genau das Gegenteil dessen, was Du erreichen willst.

Eine wertvolle Unterstützung beim Bergaufgehen

Geht es nur leicht und kurz bergauf, musst du die Länge deiner Stöcke nicht extra anpassen. Wer bei jeder kleinen Geländeveränderung nachjustiert, kommt nie an. Finde praxistaugliche Kompromisse: Die Höhe wird nicht immer perfekt sein, und wenn dein Arm nicht exakt im 90°-Winkel gebeugt ist, ist das völlig in Ordnung. Erst bei langen, steilen Anstiegen lohnt es sich, die Stöcke kürzer einzustellen.

Bei kurzen, steilen Anstiegen kannst du einfach aus den Schlaufen schlüpfen und die Stöcke tiefer unterhalb des Griffs an der Griffverlängerung fassen, falls deine Modelle darüber verfügen. Zwar fehlt dir hierbei die Stützkraft der Handschlaufe zur Entlastung von Hand und Handgelenk, für kurze Rampen ist dies jedoch eine hervorragende Lösung. Auch hier kannst du wählen: Stöcke abwechselnd setzen oder im Doppelstockeinsatz nutzen, um an steilen Stellen maximalen Schub zu erzeugen.

Knie beim Abstieg entlasten

Beim Abstieg dienen Stöcke vor allem dazu, das Gewicht abzufangen und maximale Stabilität zu gewährleisten. Sie sorgen für sichere Tritte und ein stabiles Gefühl – besonders in steilem, verblocktem oder unwegsamem Gelände. Zudem entlasten sie spürbar die Gelenke (vor allem die Knie) und die Oberschenkelmuskulatur (Quadrizeps).
Achtung: Nimm vor jedem steileren Abstieg unbedingt die Hände aus den Schlaufen, um dich bei einem eventuellen Sturz nicht zu verheddern oder zu verletzen. Sobald du aus den Schlaufen bist, ändere deine Griffposition: Greife die Stöcke direkt oben am Knauf oder lege deine Handflächen flach auf das Griffende.

Auch beim Abstieg kannst du entscheiden, ob du die Länge deiner Stöcke an das Gefälle anpassen möchtest oder nicht, und ob du sie im Wechselschritt oder im Doppelstockeinsatz nutzt. Ist das Gefälle sehr sanft, der Weg lang und das Gelände unschwierig, kannst du die Stöcke auch einfach im Rucksack verstauen oder am Gürtel befestigen.

Gehen in Hangpassagen

Am Hang solltest Du wie beim Abstieg die Hände aus den Schlaufen nehmen, damit Du nicht hängen bleibst oder Dich verletzt. Den tiefer gelegenen Stock kannst Du am Griff fassen oder die Handfläche auf den Griff legen – je nachdem, was bequemer ist. Den höher gelegenen Stock greifst Du unterhalb des Griffs an der Griffverlängerung.
Wenn Du längere Zeit quer zum Hang gehst, kannst Du für mehr Komfort auch nur einen Stock verstellen: Verkürze den höher gelegenen um einige Zentimeter. Geh anschließend vorsichtig weiter.

Mit Wanderstöcken Hindernisse überwinden

Ein weiterer Fall ist das Überqueren von Hindernissen, etwa eines Flusses, eines Baumstamms oder eines großen Felsens. Dabei geben Dir die Stöcke mehr Gleichgewicht und Sicherheit. Sie verringern auch das Risiko auszurutschen oder zu stürzen. Um ein Hindernis zu überwinden, hast Du zwei Möglichkeiten:

  • Du kannst deine Stöcke hinter dem Hindernis platzieren und dich heranziehen. Wie bereits erwähnt, empfehlen wir jedoch, Stöcke für aktiven Vortrieb zu nutzen – die zweite Variante ist im Gelände meist die bessere Wahl.
  • Platziere deine Stöcke vor dem Hindernis und steige darüber. Geht es hinter dem Hindernis bergab, kannst du die Stöcke länger einstellen – schlüpfe in diesem Fall aus den Schlaufen und passe deine Griffhaltung an, genau wie bei einem normalen Abstieg.

F.A.Q

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