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Welche Kriterien für die Wahl der richtigen Wanderstöcke?

Welche Kriterien für die Wahl der richtigen Wanderstöcke?

20 Jun. 2015

Quels critères pour choisir ses bâtons de randonnée ?

Wie bei jedem Ausrüstungsgegenstand ist die Wahl eurer Wanderstöcke entscheidend, um euch eine effektive Unterstützung zu gewährleisten, ohne eurem Körper zu schaden. Die Auswahl ist oft groß und es ist nicht immer einfach, das richtige Material zu wählen. Deshalb schauen wir uns hier an, welches die wesentlichen Auswahlkriterien sind und auf welche Parameter ihr beim Kauf achten solltet.

Der Preis

Sprechen wir gleich über den Preis, um zu sagen: Er ist nicht das Wesentliche. Wie in vielen Fällen gilt: Vorsicht, ein hoher Preis ist nicht unbedingt ein absolutes Qualitätsmerkmal. Und ihr werdet problemlos gute Wanderstöcke zu einem günstigen Preis finden. Umgekehrt ist ein sehr niedriger Preis oft ein Zeichen für schlechte Qualität, ja sogar für mangelnde Stabilität auf Dauer. Schaut euch zunächst die Preisspanne auf dem Markt an und macht euch eine Vorstellung vom Mindestpreis, unter den ihr nicht gehen solltet. Schließlich gilt: Je leichter ein Stock, desto teurer – und alles, was Komfort hinzufügt, schlägt sich ebenfalls im Preis nieder (Griffmaterial, Dämpfungssystem usw.). Findet also das richtige Gleichgewicht zwischen eurem Budget und der Liste der Qualitätskriterien, die wir unten im Detail erläutern.

Das Gewicht

Das Gewicht der Stöcke hängt im Wesentlichen von den für ihre Konstruktion verwendeten Materialien ab, und der Nutzungskomfort ist proportional zu ihrer Leichtigkeit.

Achtung jedoch: Einige ultraleichte Stöcke sind recht zerbrechlich und sollten von großen oder schwereren Personen vermieden werden. Als Faustregel gilt: etwa 300 g pro Stock ist bereits ein leichtes Gewicht, das den meisten Wanderern genügt.Stockeinsatz beim Aufstieg

Das Klemmsystem

Dies ist vielleicht der wichtigste Punkt, den es genau zu prüfen gilt: das Klemm- und Ausfahrsystem eurer Stöcke. Alle Hersteller verwenden unterschiedliche Technologien, und die Systeme sind nicht bei allen Herstellern gleich gut – aber man kann im Wesentlichen 3 Hauptsysteme mit je eigenen Vor- und Nachteilen unterscheiden:

Schraubsystem

Mit diesem System wählt ihr einfach die gewünschte Länge (in der Regel anhand von Markierungen), schiebt die Segmente auf die richtige Position und schraubt sie zusammen. Zum Zusammenfalten dreht ihr sie einfach auf und schiebt sie ineinander.

Dieses System war das erste, das aufgetaucht ist, und ist sicherlich das gängigste. Es ist inzwischen vor allem bei günstigen Wanderstöcken zu finden und ermöglicht eine recht einfache Größenverstellung. Der Hauptnachteil dieser Stöcke ist, dass sie sich beim Gehen manchmal verstellen. Das kann schrittweise oder plötzlich passieren. Und ich garantiere euch den Überraschungseffekt – und vor allem den sehr gefährlichen Aspekt, wenn das passiert!

Und wenn ihr sehr fest zuschraubt … dann werdet ihr einen Heidenaufwand haben, sie wieder aufzudrehen, wenn ihr ans Ziel kommt!

Zusammenfassend empfehle ich dieses System hauptsächlich für Tageswanderungen (ohne schweren Rucksack), Spaziergänge oder für gelegentlichen Einsatz auf einfachem Gelände.

Clip- oder Klemmsystem

Dieses System ist heute weit verbreitet und überzeugt durch seine einfache Handhabung: Einfach den ausgefahrenen Abschnitt auf die gewünschte Länge „einclipsen" – die Arretierung ist gesichert. Dieses System ist sehr praktisch und sehr schnell, aber in der Regel teurer als das Schraubsystem. Es kann sich zwar gelegentlich verstellen, aber sehr selten und nie abrupt. Es ist eine sehr gute Wahl für Personen, die regelmäßig wandern und ihre Stöcke stark belasten (steile Abstiege, schwerer Rucksack, große Körpergröße … usw.).

Z-Faltung

Ein elastisches Seil hält die Segmente zusammen. Um die Stöcke aufzubauen, entfaltet ihr einfach die Segmente und steckt sie ineinander. Dann verriegelt ihr alles, indem ihr den Griff und das obere Segment betätigt. Zum Verstauen drückt ihr auf diesen Knopf, um das System zu entriegeln, schiebt das obere Segment in den Griff, trennt dann die Segmente und faltet sie zusammen.

Es ist ein nicht immer sehr praktisches System, aber schnell und verstellt sich nicht. Im Allgemeinen ermöglicht es leichtere Stöcke. Der Hauptnachteil ist meiner Meinung nach jedoch, dass die Länge der Stöcke nicht verstellbar ist – das ist sehr schade.

Stöcke mit diesem System sind meiner Meinung nach daher vorzuziehen für den Einsatz auf ebenem Gelände oder in Gebieten mit wenig Höhenunterschied.

Die Längenverstellung eurer Stöcke

Der richtige Einsatz von Wanderstöcken ist nur möglich, wenn sie an eure Körpergröße angepasst sind. Ist das nicht der Fall, macht ihr unnötige und ermüdende Bewegungen – und vor allem eine schlechte Gehposition, die langfristig zu Schmerzen führt. Die beste und einfachste Methode, die optimale Länge eurer Stöcke zu finden, ist: auf ebenem Gelände stehen, Körper aufrecht, die Ellbogen in einem rechten Winkel (Unterarme waagerecht), wenn die Spitze den Boden berührt und ihr den Stock in der Hand haltet. Beim Aufstieg könnt ihr die Länge eurer Stöcke etwas verkürzen und sie beim Abstieg wieder verlängern. Die Materialien

Das gängigste Material für den röhrenförmigen Teil ist die Aluminiumlegierung, da sie einen hervorragenden Kompromiss zwischen Stabilität, Preis und Leichtigkeit bietet. Natürlich sind nicht alle Legierungen identisch, und einige sind leichter als andere. Zu beachten ist jedoch, dass Aluminium sich verbiegen kann, aber selten bricht. Einige Wanderstöcke enthalten Kohlefasern: Sie sind dann leichter, dämpfen Vibrationen etwas besser (bessere Dämpfung), sind jedoch weniger stabil und teurer. Schließlich tauchen auf dem Markt auch Modelle mit Titan auf, was die Stöcke leicht und stabil macht – aber auch hier ist der Preis deutlich höher.

httpss://www.youtube.com/watch?v=Cd6aKUK8DXY&t=107s

Die Griffe

Die Qualität des Griffs eines Wanderstocks ist zwar entscheidend, aber ich habe festgestellt, dass man sich mit der Zeit an fast alle Formen gewöhnt. Das verwendete Material eines Wanderstocks ist hingegen wesentlich: Ihr habt die Wahl zwischen Kunststoff, Gummi, Schaumstoff oder Kork. Reiner Kunststoff ist für echte Wanderer absolut zu vermeiden, da ihr schwitzt, ausrutscht und keinen optimalen Halt habt. Gummigriffe sind günstig, aber nicht unbedingt sehr langlebig (dieses Material leidet unter Sonne und Kälte). Schaumstoffgriffe sind in puncto Komfort und Halt besser, erreichen jedoch nicht die überlegene Qualität von Griffen mit Kork: Diese sind wegen ihrer Widerstandsfähigkeit und ihres Komforts zu bevorzugen. Kauft außerdem immer (das versteht sich von selbst) Stöcke mit Handschlaufen: Sie entlasten das Handgelenk und ermöglichen eine effizientere Kraftübertragung. Achtet dabei auf die Breite der Schlaufe und die Materialstärke (einige sind gepolstert).

Die Spitzen

Die Qualität der Spitze eures Wanderstocks ist entscheidend: Sie ist euer Verbindungselement zum Boden! Es gibt Spitzen aus Stahl – günstig, aber wenig widerstandsfähig. Wählt stattdessen lieber Wolframspitzen: Sie sind langlebig und bieten einen guten Grip am Boden. Ihr könnt auch Gummikappen zum Abdecken der Spitzen mitführen, wenn ihr auf einer Straße unterwegs seid und nicht zu viel Lärm machen möchtet.

Ihr habt nun die wesentlichen Elemente, die eure Wahl bei Wanderstöcken leiten sollten. Sie sind ständige Begleiter – vernachlässigt sie also nicht: Es sind keine überflüssigen Accessoires! Wie gewohnt hat CimAlp darauf geachtet, seinen Kunden Produkte zu liefern, die seiner Philosophie von Qualität und Solidität entsprechen. Es bleibt euch nur noch, einen Blick auf die Website zu werfen und euer Wunschprodukt zu finden!

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