Welchen Wanderrucksack wählen?
Ein mehrtägiges Trekking ist keine leichte Sache. Die Wahl des Wanderrucksacks ist daher entscheidend: weder zu groß noch zu klein. Um den richtigen Trekking-Rucksack für dein Abenteuer zu finden, hier einige Hinweise zur bestmöglichen Einschätzung des benötigten Volumens.
Das richtige Volumen für deinen Wanderrucksack wählen
Es lassen sich 4 Kategorien von Wanderrucksäcken je nach Wanderdauer unterscheiden: der Tagesrucksack, der Rucksack für 2 bis 3 Tage, der Rucksack für große Wanderungen bei Ausflügen von mehr als 3 Tagen und schließlich der Trekking-Rucksack für deine langen Expeditionen. Es ist wichtig, die richtige Größe des Wanderrucksacks zu wählen, um Unbequemlichkeit und böse Überraschungen zu vermeiden!
Das Volumen eines Wanderrucksacks wird in Liter angegeben, auch als „Litrage" bezeichnet. Schau dir den Namen des Rucksacks an, um das Volumen des jeweiligen Modells zu erfahren. Als allgemeine Richtlinie gilt folgendes:
- Tageswanderung: 10 bis 35 Liter
- Kurze Wanderung, zwischen 2 und 3 Nächten: 25 bis 40 Liter
- Trek über mehrere Tage, zwischen 3 und 7 Nächten: 40 bis 70 Liter
- Trekking von mehr als 7 Nächten: mehr als 60 Liter
Der Begriff Trekking oder Trek bezeichnet demnach eine Wanderung von langer Dauer – aber auch die Durchquerung von Wildnis oder schwer zugänglichen Gebieten (große Höhen).

Eigenschaften für die richtige Wahl deines Trekking-Rucksacks
Für deine Abenteuer-Wanderungen, die oft von Biwaks oder Nächten in Hütten unterbrochen werden, sind mehrere Kriterien zu berücksichtigen, um den besten Wanderrucksack zu finden.
Die Befestigungen und das Gestell
Das Tragesystem ist wahrscheinlich das erste Kriterium, dem du Aufmerksamkeit schenken solltest. Beim Trekking ist der Tragekomfort entscheidend, um einen vorzeitigen Abbruch zu vermeiden. Der Erfolg deines Bergabenteuers hängt also von der Wahl des richtigen Wanderrucksacks ab.
Um Rücken- oder Schulterschmerzen zu vermeiden, helfen geschickt angebrachte Riemen dabei, den Oberkörper beim Gehen zu entlasten. Das Gewicht des Rucksacks wird so besser verteilt – vor allem, wenn auch die Hüften einbezogen werden. Sie tragen bis zu 70 % des Gewichts deines Wanderrucksacks! Die verschiedenen Befestigungen sind folgende:
- Im Bauchbereich: Es wird dringend empfohlen, einen Rucksack mit einem gepolsterten Hüftgurt zu wählen, um Druckstellen an den Hüften zu vermeiden.
- Brustgurt: Er hält nicht nur die Träger des Wanderrucksacks zusammen, sondern verteilt das Gewicht optimal auf die Schultern.
- Lastkorrekturriemen: Sie befinden sich an den Trägern und dienen dazu, den Rucksack optimal einzustellen, sodass er korrekt auf Höhe der Schlüsselbeine sitzt.
Hinweis: Hersteller entwickeln speziell für Frauen konzipierte Wanderrucksack-Modelle. Die Rückenmaße sind in der Regel kürzer und schmaler, um sich den weiblichen Oberkörpern anzupassen. Auch die weibliche Körperform wird berücksichtigt – insbesondere im Hüftbereich, mit profilierten Gürteln, die sich bestmöglich den Körperkurven anschmiegen.
Das Gestell ist ein weiteres Element, das beim Tragesystem zu berücksichtigen ist. Im Geschäft wirst du Wanderrucksäcke mit und ohne Gestell sehen. Für lange Strecken und mehrtägige Treks wird oft empfohlen, einen Rucksack mit Gestell zu bevorzugen. Der Vorteil dieser Trekking-Rucksäcke liegt darin, dass sie schwerere Lasten transportieren können und eine erhöhte Widerstandsfähigkeit bieten.
Das Gewicht und die Feuchtigkeitsableitung
Bei intensiven Anstrengungen muss sich der Körper frei bewegen können. Aber beim mehrtägigen Trekking ist es üblich, dass der Rucksack gut gefüllt ist. Das Gewicht des Rucksacks kann dann zu Schwierigkeiten führen, insbesondere bei einer verstärkten Struktur. Das Gewicht des Gestells war lange Zeit ein Problem. Ursprünglich an der Außenseite des Rucksacks angebracht, ist es heute clever integriert, um das Gesamtgewicht nicht zu sehr zu erhöhen.
Es empfiehlt sich außerdem, nur das Nötigste an Ausrüstung für Wanderungen mitzunehmen, nämlich das, was du brauchst, um:
- trinken und essen
- sich orientieren
- trocken und warm oder kühl bleiben, je nach Jahreszeit
Neben dem Gewicht kann der Wanderrucksack schnell zu einem Problem werden. Im Sommer beispielsweise ist die Feuchtigkeitsableitung am Rücken entscheidend. Heute sind Rucksäcke mit sehr guter Belüftungskapazität erhältlich. An den Kontaktflächen mit dem Wanderer (Hüftgurte, Träger und Rücken) finden sich Netze oder perforierte Materialien für eine bessere Luftzirkulation.

Die Fächer und Taschen
Abschließend ist die Benutzerfreundlichkeit des Wanderrucksacks zu berücksichtigen. Öffnungen, Lage und Nützlichkeit der Fächer sowie die Anzahl der Kompartimente sind alles Faktoren, die die Organisation des Gepäcks erleichtern.
Für mehr Genauigkeit, hier die wichtigsten Punkte:
- leicht zugängliche Stauraummöglichkeiten für Kleinmaterial (Karte, Kompass, Taschentücher, Taschenmesser, Energieriegel)
- Platz für ein Trinksystem (damit du nicht bei jedem Wasserbedarf den Rucksack abnehmen musst)
- Fach für die Regenhülle (bei plötzlichem Wetterumschwung)
- Fach für den Schlafsack (damit die Daune geschützt und trocken bleibt)
- Außenriemen zum Befestigen von nützlichem Zubehör (Wanderstöcke, Solarbatterie).
Sobald der Rucksack fertig gepackt ist, denk daran, dich für Wanderungen im Regen mit geeigneter Kleidung auszurüsten. Entdecke auch unsere Bergsteigen-Rucksäcke, die mit dem Tragen eines Klettergurts kompatibel und für anspruchsvollstes Gelände konzipiert sind.
Und für das Biwak, folge den Ratschlägen eines Spezialisten:
Fotos Dimitri Elledge
