Das Interesse an naturnahem Wandern wächst stetig. Immer mehr Menschen werden vom Wilden Camping und vom Biwakieren angesprochen. Jeder hat schon einmal davon geträumt, eine Nacht mitten in der Natur ganz spontan zu verbringen. Dennoch ist völlige Spontaneität nicht wirklich angebracht – es ist besser, die Vorschriften und Grundregeln des gesunden Menschenverstands zu kennen, damit alles reibungslos abläuft! Hier sind daher einige Tipps, die Dir helfen sollen, egal ob Du Dich für Wildes Camping oder Biwakieren entschieden hast. Und nicht zu vergessen: welche Ausrüstung Du unbedingt mitnehmen musst.
Was sind die Unterschiede zwischen Wildem Camping und Biwak?
Das Biwak ist im Wesentlichen ein temporäres Lager, das unter freiem Himmel oder unter einem leichten Zelt an einem wenig oder gar nicht erschlossenen Ort aufgeschlagen werden kann. Es eignet sich in der Regel für Personen, die eine Outdoor-Aktivität abseits der Zivilisation oder jeglicher Infrastruktur betreiben. Ein Biwak wird daher von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang, eine einzige Nacht lang am selben Ort, aufgeschlagen.
Wildes Camping bezeichnet eher das Konzept eines Lagers von Personen, die mehrere Nächte am selben Ort verbringen. Die Begriffe liegen nah beieinander und können manchmal verwechselt werden. Der Wanderer oder Bergsteiger wird daher eher das Biwak bevorzugen. Viele Menschen verwenden jedoch den Begriff Wildes Camping, um dasselbe Konzept auszudrücken.
Was sagt die Gesetzgebung zu Biwak und Wildem Camping?
Der Vorteil des
Biwak in Frankreich gegenüber dem Wilden Camping liegt darin, dass es in den meisten Nationalparks in der Regel erlaubt ist. Das ist beim Camping in freier Natur nicht unbedingt der Fall.
Es ist jedoch wichtig zu wissen, dass die allgemeine Regelung für beide Aktivitäten sehr streng ist. Tatsächlich bleiben viele öffentliche (und natürlich private) Bereiche verboten, wie etwa Naturschutzgebiete, Meeresküsten, Straßen und Wege jeglicher Art oder die Nähe von historischen Denkmälern.
Um entspannt aufzubrechen, informiere Dich unbedingt bei Wanderführern, Grundstückseigentümern, Gemeindeverwaltungen oder einschlägigen Websites. So findest Du problemlos heraus, wo Du Dein Zelt regelkonform und umweltfreundlich aufschlagen kannst.
Wenn Biwakieren verboten ist, versuche es nicht auf eigene Faust und weiche auf andere Lösungen aus. Ist es kostenpflichtig, entrichte Deinen Beitrag, und im Zweifelsfall frage immer um Erlaubnis. Viele Orte sind erlaubt, sofern sie vernünftig und verantwortungsbewusst genutzt werden.
Einen Biwakplatz auswählen
Abgesehen von den oben genannten Vorschriften gilt es auch, beim Wählen des Standorts gesunden Menschenverstand walten zu lassen und einige Grundregeln zu kennen.
Halte Abstand zu Straßen, Wegen und Pfaden. Vermeide auch die Nähe von Viehherden und Gewässern, deren Pegelstand sich schnell ändern kann. Halte Dich generell von Senken, Flüssen und Wasserquellen fern und suche etwas höher gelegene Plätze auf. Dein Biwak wird dadurch deutlich angenehmer!
Es versteht sich von selbst, aber halte Abstand von Felsen und ähnlichem! Du kannst Grünflächen oder die Nähe kleiner Bäume bevorzugen, aber vermeide nach Möglichkeit den Platz unterhalb riesiger Bäume mit großen Ästen. Bevor Du Dich endgültig für einen geeigneten Platz für Dein Biwak entscheidest, mache einen Inspektionsrundgang im Umkreis von 50 Metern – das erspart Dir unangenehme Überraschungen aller Art!
Die Essentials für ein gelungenes Biwak
Um abseits der ausgetretenen Pfade zu biwakieren oder zu campen, ist es notwendig, leicht zu reisen, begleitet von einem
Biwak-Ausrüstung geeignet. Immer mehr entscheiden sich auch für den
ultraleichtes Biwak.
Schlafsack
Wähle immer einen hochwertigen Schlafsack mit einer Komforttemperatur, die den Klimabedingungen entspricht, die Du vorfinden wirst. Wenn Du zwischen 2 Komfortzonen schwankst, nimm die für die kältere der beiden: das ist eine sinnvolle Vorsichtsmaßnahme.
Isomatte
Es gibt heute
selbstaufblasende Wander-Isomatten in geringer Stärke, leicht und kompakt. Das garantiert keinen maximalen Komfort, reicht aber für eine ordentliche Nacht aus, wenn Du einen schön ebenen Untergrund ohne Steine und Äste gewählt hast.
Thermische Unterwäsche
Die Nächte sind oft kühl, und das gilt noch mehr für die frühen Morgenstunden – umso mehr, wenn Du in der Höhe schläfst. Packe daher unbedingt gute Thermo-Unterwäsche ein, wie sie von Cimalp angeboten wird, um eine gute Isolierung zu gewährleisten und warm zu bleiben. Das verbessert Deinen Schlaf und vor allem Deine Erholung! Plane sehr wärmende Unterwäsche ein, wie lange Unterhosen sowie T-Shirts mit langen Ärmeln und Stehkragen.
Zelt
Für
sein Biwak erfolgreich gestalten, wähle ein Zelt, das zur Region, dem geplanten Schlafplatz und den Bedingungen passt. In großer Höhe ist unbedingt ein niedriges Zelt zu wählen, um keinen zu großen Windangriff zu bieten. Das erhöht die Stabilität und schützt vor starker Windkühle. Bevorzuge außerdem Modelle mit einem kleinen Vordach: praktisch zum windgeschützten Kochen sowie zum Verstauen von Schuhen und Rucksack über Nacht.
Kocher
Benzinkocher sind für das Ausland zu bevorzugen, während in unseren Breiten (ohne Flugtransfer) Gas praktisch und einfach zu handhaben ist. Multi-Fuel-Lösungen sollten je nach Preis genau geprüft werden, um mehrfache Anschaffungen zu vermeiden – besonders wenn Du ein Biwak-Fan bist und viel auf Reise gehst.
Beleuchtung und Stirnlampe
Als wichtiges Sicherheitselement sind Stirnlampe und Beleuchtung unverzichtbare Accessoires für alle nächtlichen Aktivitäten im Freien. Die Wahl einer Stirnlampe kann sinnvoller sein, während eine zusätzliche Lampe für eine angenehmere Atmosphäre und etwas mehr Komfort sorgt.